<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>EpicMind</title>
    <link>https://epicmind.ch/</link>
    <description>Weisheiten für das digitale Leben</description>
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:36:38 +0000</pubDate>
    <image>
      <url>https://i.snap.as/MW67raf5.png</url>
      <title>EpicMind</title>
      <link>https://epicmind.ch/</link>
    </image>
    <item>
      <title>EpicMonday 13: Blick nach vorn – warum Zukunftsdenken Dein Leben verbessert</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-13-blick-nach-vorn-warum-zukunftsdenken-dein-leben-verbessert?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wenn wir nach vorn blicken, entwickeln wir Selbstwirksamkeit, wir werden sogar resilienter. Richten wir also öfters unsere Aufmerksamkeit auf wünschenswerte Ziele!&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;„Lebe im Moment“ gilt als Leitsatz vieler Achtsamkeitsratgeber – doch psychologische Forschung zeigt: Wer regelmässig über die eigene Zukunft nachdenkt, trifft bessere Entscheidungen, entwickelt mehr Selbstwirksamkeit und lebt zufriedener. Zukunftsorientiertes Denken – etwa in Form einer klaren Vorstellung des „bestmöglichen zukünftigen Ichs“ – erhöht laut Studien nicht nur die Motivation, sondern verbessert auch die emotionale Resilienz. Schon wenige Minuten täglicher Reflexion reichen aus, um das Wohlbefinden zu steigern.&#xA;&#xA;Das therapeutische Konzept der Future Directed Therapy (FDT) setzt genau hier an: Es hilft, gedankliche Blockaden zu erkennen und in lösungsorientierte Handlungsimpulse zu überführen. Wer sich regelmässig fragt: „Was will ich eigentlich?“ und seine Aufmerksamkeit bewusst auf wünschenswerte Ziele lenkt, baut mentale Stärke auf. Eine schriftliche Vision der gewünschten Zukunft – ergänzt durch konkrete, zielgerichtete Handlungsschritte – kann laut Forschung depressive Symptome reduzieren und das Gefühl von Kontrolle stärken.&#xA;&#xA;Zukunftsdenken wirkt auch neurologisch: Studien zeigen, dass das Gehirn den „zukünftigen Selbstanteil“ ähnlich aktiviert wie das Denken an nahestehende Menschen. Wer sich emotional mit dem eigenen zukünftigen Ich verbunden fühlt, sorgt im Heute besser für sich. Entscheidend ist nicht ein detaillierter Lebensplan, sondern die regelmässige, konstruktive Ausrichtung auf das, was kommen soll – um das Heute sinnvoller zu gestalten.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon.“ – Christine Busta (1915–1987)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Ablenkungen minimieren (Benachrichtigungen ausschalten)&#xA;&#xA;Jede Push-Nachricht oder jedes Ping auf Deinem Handy reisst Dich aus Deiner Konzentration. Schalte unnötige Benachrichtigungen aus oder nutze den „Nicht stören“-Modus, um ungestört zu arbeiten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Die Dringlichkeitsfalle überwinden und mehr Zeit für das Wesentliche finden&#xA;&#xA;Vor kurzem ertappte ich mich wieder dabei: Ich starrte auf meine To-do-Liste, randvoll gefüllt mit Aufgaben, die dringend schienen. Eine E-Mail hier, eine Chatnachricht dort – viele kleine Dinge, die „sofort“ erledigt werden mussten. Ohne darüber nachzudenken, begann ich zu arbeiten, setzte Häkchen hinter die Aufgaben, die ich schnell abarbeiten konnte. Doch am Ende des Tages blieb das Gefühl, dass ich zwar viel „getan“ hatte, aber nichts wirklich Relevantes erreicht worden war. Kennst Du das auch?&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wenn wir nach vorn blicken, entwickeln wir Selbstwirksamkeit, wir werden sogar resilienter. Richten wir also öfters unsere Aufmerksamkeit auf wünschenswerte Ziele!</p>



<p>„Lebe im Moment“ gilt als Leitsatz vieler Achtsamkeitsratgeber – doch psychologische Forschung zeigt: <a href="https://doi.org/10.1509/jmkr.48.SPL.S23">Wer regelmässig über die eigene Zukunft nachdenkt, trifft bessere Entscheidungen</a>, entwickelt mehr Selbstwirksamkeit und <a href="https://doi.org/10.1177/0146167201277003">lebt zufriedener</a>. Zukunftsorientiertes Denken – etwa in Form einer klaren Vorstellung des „bestmöglichen zukünftigen Ichs“ – erhöht laut Studien nicht nur die Motivation, sondern verbessert auch die emotionale Resilienz. Schon wenige Minuten täglicher Reflexion reichen aus, um das Wohlbefinden zu steigern.</p>

<p>Das therapeutische Konzept der <em>Future Directed Therapy (FDT)</em> setzt genau hier an: <a href="https://www.katesweeny.com/uploads/2/6/9/4/26944848/sweeny___falkenstein_2015__pspb_.pdf">Es hilft, gedankliche Blockaden zu erkennen und in lösungsorientierte Handlungsimpulse zu überführen.</a> Wer sich regelmässig fragt: „Was will ich eigentlich?“ und seine Aufmerksamkeit bewusst auf wünschenswerte Ziele lenkt, baut mentale Stärke auf. Eine schriftliche Vision der gewünschten Zukunft – ergänzt durch konkrete, zielgerichtete Handlungsschritte – kann laut Forschung depressive Symptome reduzieren und das Gefühl von Kontrolle stärken.</p>

<p>Zukunftsdenken wirkt auch neurologisch: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19774230/">Studien zeigen, dass das Gehirn den „zukünftigen Selbstanteil“ ähnlich aktiviert wie das Denken an nahestehende Menschen.</a> Wer sich emotional mit dem eigenen zukünftigen Ich verbunden fühlt, sorgt im Heute besser für sich. Entscheidend ist nicht ein detaillierter Lebensplan, sondern die regelmässige, konstruktive Ausrichtung auf das, was kommen soll – um das Heute sinnvoller zu gestalten.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon.“</em></strong> – Christine Busta (1915–1987)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-ablenkungen-minimieren-benachrichtigungen-ausschalten" id="productivityporn-tipp-der-woche-ablenkungen-minimieren-benachrichtigungen-ausschalten">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Ablenkungen minimieren (Benachrichtigungen ausschalten)</h2>

<p>Jede Push-Nachricht oder jedes Ping auf Deinem Handy reisst Dich aus Deiner Konzentration. Schalte unnötige Benachrichtigungen aus oder nutze den „Nicht stören“-Modus, um ungestört zu arbeiten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-die-dringlichkeitsfalle-überwinden-und-mehr-zeit-für-das-wesentliche-finden" id="aus-dem-archiv-die-dringlichkeitsfalle-überwinden-und-mehr-zeit-für-das-wesentliche-finden">Aus dem Archiv: Die Dringlichkeitsfalle überwinden und mehr Zeit für das Wesentliche finden</h2>

<p>Vor kurzem ertappte ich mich wieder dabei: Ich starrte auf meine To-do-Liste, randvoll gefüllt mit Aufgaben, die dringend schienen. Eine E-Mail hier, eine Chatnachricht dort – viele kleine Dinge, die „sofort“ erledigt werden mussten. Ohne darüber nachzudenken, begann ich zu arbeiten, setzte Häkchen hinter die Aufgaben, die ich schnell abarbeiten konnte. Doch am Ende des Tages blieb das Gefühl, dass ich zwar viel „getan“ hatte, aber nichts wirklich Relevantes erreicht worden war. Kennst Du das auch?</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/die-dringlichkeitsfalle-uberwinden-und-mehr-zeit-fur-das-wesentliche-finden">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-13-blick-nach-vorn-warum-zukunftsdenken-dein-leben-verbessert</guid>
      <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 06:30:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 12: Tägliche Gespräche, Natur und geistige Aktivität</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-12-taegliche-gespraeche-natur-und-geistige-aktivitaet?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Unser Wohlbefinden lässt sich mit einfachen Mitteln fördern. Gespräche, die Natur und geistige Aktivität genügen bereits, um signifikante Verbesserungen zu erreichen. Das behauptet jedenfalls eine Studie aus Australien.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Wie lässt sich psychisches Wohlbefinden wirksam fördern – ohne Therapie, Medikamente oder teure Programme? Eine aktuelle Studie der Curtin University in Australien zeigt: Es sind oft ganz alltägliche Verhaltensweisen, die einen grossen Unterschied machen. Wer täglich mit anderen spricht, sich regelmässig in der Natur aufhält oder geistig aktiv ist – etwa durch Lesen, Rätseln oder Lernen –, weist ein signifikant höheres psychisches Wohlbefinden auf als Menschen, die solche Aktivitäten nur selten praktizieren.&#xA;&#xA;Die Studie, publiziert im Fachjournal SSM – Mental Health, erfasste im Rahmen einer repräsentativen Befragung von über 600 Erwachsenen in Westaustralien die Häufigkeit von 15 gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen. Besonders stark war der Effekt bei täglicher sozialer Interaktion: Personen, die täglich mit anderen kommunizierten, erzielten im Durchschnitt zehn Punkte mehr auf der weit verbreiteten Warwick-Edinburgh Mental Well-being Scale als jene, die dies seltener als einmal pro Woche taten. Auch täglicher Aufenthalt in der Natur, Bewegung, spirituelle Praxis oder das regelmässige Helfen anderer korrelierten mit besseren Werten.&#xA;&#xA;Die Studienleiterin Christina Pollard betont: „Es handelt sich um einfache, kostengünstige Handlungen, die bereits in vielen Alltagen vorkommen – und die sich durch gezielte öffentliche Kampagnen zusätzlich fördern lassen.“ Die Forschung basiert auf der „Act Belong Commit“-Kampagne, einem Langzeitprojekt zur mentalen Gesundheitsförderung in der Bevölkerung.&#xA;&#xA;Die zentrale Botschaft: Psychische Gesundheit lässt sich nicht nur durch professionelle Hilfe stärken, sondern auch durch die bewusste Gestaltung alltäglicher Routinen und Habits. Gerade in Zeiten, in denen viele unter chronischem Stress, Isolation oder innerer Erschöpfung leiden, sind regelmässige Gespräche, Bewegung im Grünen und kleine geistige Herausforderungen ein wirksamer Beitrag zur Prävention. Wer also heute eine halbe Stunde spazieren geht oder sich Zeit für ein gutes Gespräch nimmt, tut mehr für die eigene Resilienz, als es vielleicht scheint.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Das Grosse ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.“ – Søren Kierkegaard (1813–1855)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Beweg dich!&#xA;&#xA;Langes Sitzen macht müde und senkt deine Produktivität. Steh zwischendurch auf, mach einen kurzen Spaziergang oder arbeite im Stehen – das hält deinen Kopf wach und hilft dir, kreativer zu denken.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Kierkegaard als Wegweiser zu einem erfüllten Leben&#xA;&#xA;Viele Menschen streben nach einem erfüllteren Leben, doch oft fühlen sie sich von den zahlreichen Anforderungen und Optionen überfordert. Zwischen der Jagd nach Erfolg, Selbstverwirklichung und Glück bleibt oft wenig Raum für echte innere Balance und Zufriedenheit. Die Frage, wie wir ein authentisches Leben führen können, bleibt für viele unbeantwortet. Søren Kierkegaard, der dänische Philosoph des 19. Jahrhunderts, hat sich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Unser Wohlbefinden lässt sich mit einfachen Mitteln fördern. Gespräche, die Natur und geistige Aktivität genügen bereits, um signifikante Verbesserungen zu erreichen. Das behauptet jedenfalls eine Studie aus Australien.</p>



<p>Wie lässt sich psychisches Wohlbefinden wirksam fördern – ohne Therapie, Medikamente oder teure Programme? Eine <a href="https://doi.org/10.1016/j.ssmmh.2025.100441">aktuelle Studie der Curtin University in Australien zeigt</a>: Es sind oft ganz alltägliche Verhaltensweisen, die einen grossen Unterschied machen. Wer täglich mit anderen spricht, sich regelmässig in der Natur aufhält oder geistig aktiv ist – etwa durch Lesen, Rätseln oder Lernen –, weist ein signifikant höheres psychisches Wohlbefinden auf als Menschen, die solche Aktivitäten nur selten praktizieren.</p>

<p>Die Studie, publiziert im Fachjournal <em>SSM – Mental Health</em>, erfasste im Rahmen einer repräsentativen Befragung von über 600 Erwachsenen in Westaustralien die Häufigkeit von 15 gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen. Besonders stark war der Effekt bei täglicher sozialer Interaktion: Personen, die täglich mit anderen kommunizierten, erzielten im Durchschnitt zehn Punkte mehr auf der weit verbreiteten <a href="https://warwick.ac.uk/fac/sci/med/research/platform/wemwbs/"><em>Warwick-Edinburgh Mental Well-being Scale</em></a> als jene, die dies seltener als einmal pro Woche taten. Auch täglicher Aufenthalt in der Natur, Bewegung, spirituelle Praxis oder das regelmässige Helfen anderer korrelierten mit besseren Werten.</p>

<p>Die Studienleiterin <a href="https://neurosciencenews.com/chat-nature-mental-health-28803/">Christina Pollard betont</a>: „Es handelt sich um einfache, kostengünstige Handlungen, die bereits in vielen Alltagen vorkommen – und die sich durch gezielte öffentliche Kampagnen zusätzlich fördern lassen.“ Die Forschung basiert auf der „Act Belong Commit“-Kampagne, einem Langzeitprojekt zur mentalen Gesundheitsförderung in der Bevölkerung.</p>

<p>Die zentrale Botschaft: Psychische Gesundheit lässt sich nicht nur durch professionelle Hilfe stärken, sondern auch durch die bewusste Gestaltung alltäglicher Routinen und Habits. Gerade in Zeiten, in denen viele unter chronischem Stress, Isolation oder innerer Erschöpfung leiden, sind regelmässige Gespräche, Bewegung im Grünen und kleine geistige Herausforderungen ein wirksamer Beitrag zur Prävention. Wer also heute eine halbe Stunde spazieren geht oder sich Zeit für ein gutes Gespräch nimmt, tut mehr für die eigene Resilienz, als es vielleicht scheint.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Das Grosse ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.“</em></strong> – Søren Kierkegaard (1813–1855)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-beweg-dich" id="productivityporn-tipp-der-woche-beweg-dich">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Beweg dich!</h2>

<p>Langes Sitzen macht müde und senkt deine Produktivität. Steh zwischendurch auf, mach einen kurzen Spaziergang oder arbeite im Stehen – das hält deinen Kopf wach und hilft dir, kreativer zu denken.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-kierkegaard-als-wegweiser-zu-einem-erfüllten-leben" id="aus-dem-archiv-kierkegaard-als-wegweiser-zu-einem-erfüllten-leben">Aus dem Archiv: Kierkegaard als Wegweiser zu einem erfüllten Leben</h2>

<p>Viele Menschen streben nach einem erfüllteren Leben, doch oft fühlen sie sich von den zahlreichen Anforderungen und Optionen überfordert. Zwischen der Jagd nach Erfolg, Selbstverwirklichung und Glück bleibt oft wenig Raum für echte innere Balance und Zufriedenheit. Die Frage, wie wir ein authentisches Leben führen können, bleibt für viele unbeantwortet. Søren Kierkegaard, der dänische Philosoph des 19. Jahrhunderts, hat sich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/kierkegaard-als-wegweiser-zu-einem-erfullten-leben">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-12-taegliche-gespraeche-natur-und-geistige-aktivitaet</guid>
      <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 07:30:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 11: Warum uns Negatives stärker trifft – und was wir dagegen tun können</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-11-warum-uns-negatives-staerker-trifft-und-was-wir-dagegen-tun?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wir alle werden regiert vom Negativity Bias. Darum hallt Kritik auch viel länger nach als Lob. Doch wir können uns dem entgegenstemmen.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Ein missmutiger Kommentar im Meeting bleibt länger im Kopf als das spontane Lob am Morgen. Diese Tendenz ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines tief in uns verankerten Mechanismus: der Negativitätsverzerrung (Negativity Bias). Unser Gehirn reagiert stärker auf potenzielle Gefahren als auf positive Reize – eine Eigenschaft, die in der Evolution unser Überleben sicherte, heute aber zunehmend zur Belastung werden kann.&#xA;&#xA;Wissenschaftliche Studien zeigen, dass negative Eindrücke im Gehirn intensiver verarbeitet werden und länger nachwirken – mitunter über Monate hinweg. Diese übersteigerte Aufmerksamkeit für das Schlechte ist zwar nützlich, wenn es darum geht, Risiken zu erkennen oder Fehlentwicklungen zu korrigieren. Doch sie kann auch in chronischem Grübeln, Ängsten oder Erschöpfung münden, wenn sie nicht bewusst gesteuert wird.&#xA;&#xA;Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist formbar. Es lässt sich trainieren, Positives stärker wahrzunehmen – nicht durch Schönfärberei, sondern durch gezielte Aufmerksamkeit. Wer sich regelmässig kleine Momente der Dankbarkeit bewusst macht oder bei Ärger und Frust den Blick aktiv auf konstruktive Handlungsmöglichkeiten lenkt, kann die Wirkung der Negativitätsverzerrung ausgleichen. Entscheidend ist dabei nicht das Ausblenden des Schlechten, sondern das bewusste Ergänzen durch das Gute.&#xA;&#xA;Die Fähigkeit, Negatives zu verarbeiten, ist zentral für persönliches Wachstum – sofern wir lernen, sie zu nutzen, ohne uns in ihr zu verlieren. Ein bewusster Umgang mit dieser kognitiven Tendenz kann nicht nur unser psychisches Wohlbefinden stärken, sondern auch unser Handeln klarer und wirkungsvoller machen.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Der angestammte Platz des Moralisten ist und bleibt der verlorene Posten.“ – Erich Kästner (1899–1974)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Klare Ziele setzen&#xA;&#xA;Vage Ziele wie „Ich will produktiver sein“ bringen dich nicht weiter. Setze dir klare, messbare Ziele mit einer Deadline, um gezielt darauf hinzuarbeiten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Warum sich Arbeit immer ausdehnt (Parkinsonsche Gesetz)&#xA;&#xA;Kennst du das? Du hast eine Woche Zeit für ein Projekt, und trotzdem findest du dich am Vorabend der Deadline in einem Strudel aus Hektik und Stress wieder. Dieses Phänomen hat einen Namen: das Parkinsonsche Gesetz. Es besagt, dass sich Arbeit stets so ausdehnt, dass sie die verfügbare Zeit vollständig ausfüllt. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was hinter diesem Phänomen steckt, wer Parkinson war, der dieses Gesetz aufgestellt hat, und wie du mit ein paar einfachen Strategien verhindern kannst, dass deine Arbeit unnötig in die Länge gezogen wird.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wir alle werden regiert vom Negativity Bias. Darum hallt Kritik auch viel länger nach als Lob. Doch wir können uns dem entgegenstemmen.</p>



<p>Ein missmutiger Kommentar im Meeting bleibt länger im Kopf als das spontane Lob am Morgen. Diese Tendenz ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines tief in uns verankerten Mechanismus: der Negativitätsverzerrung (Negativity Bias). Unser Gehirn reagiert stärker auf potenzielle Gefahren als auf positive Reize – eine Eigenschaft, die in der Evolution unser Überleben sicherte, heute aber <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1053811909004911">zunehmend zur Belastung</a> werden kann.</p>

<p>Wissenschaftliche Studien zeigen, dass negative Eindrücke im Gehirn intensiver verarbeitet werden und <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S009265661000173X?via%3Dihub">länger nachwirken – mitunter über Monate</a> hinweg. Diese übersteigerte Aufmerksamkeit für das Schlechte ist zwar nützlich, wenn es darum geht, Risiken zu erkennen oder Fehlentwicklungen zu korrigieren. Doch sie kann auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3ThUrVXz9j0&amp;ab_channel=Fig.1byUniversityofCalifornia">in chronischem Grübeln, Ängsten oder Erschöpfung münden</a>, wenn sie nicht bewusst gesteuert wird.</p>

<p>Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist formbar. Es lässt sich <a href="https://www.washingtonpost.com/wellness/2025/05/06/negativity-bias-positivity-strategies/">trainieren, Positives stärker wahrzunehmen</a> – nicht durch Schönfärberei, sondern durch gezielte Aufmerksamkeit. Wer sich regelmässig kleine Momente der Dankbarkeit bewusst macht oder bei Ärger und Frust den Blick aktiv auf konstruktive Handlungsmöglichkeiten lenkt, kann die Wirkung der Negativitätsverzerrung ausgleichen. Entscheidend ist dabei nicht das Ausblenden des Schlechten, sondern das bewusste Ergänzen durch das Gute.</p>

<p>Die Fähigkeit, Negatives zu verarbeiten, ist zentral für persönliches Wachstum – sofern wir lernen, sie zu nutzen, ohne uns in ihr zu verlieren. Ein bewusster Umgang mit dieser kognitiven Tendenz kann nicht nur unser psychisches Wohlbefinden stärken, sondern auch unser Handeln klarer und wirkungsvoller machen.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Der angestammte Platz des Moralisten ist und bleibt der verlorene Posten.“</em></strong> – Erich Kästner (1899–1974)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-klare-ziele-setzen" id="productivityporn-tipp-der-woche-klare-ziele-setzen">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Klare Ziele setzen</h2>

<p>Vage Ziele wie „Ich will produktiver sein“ bringen dich nicht weiter. Setze dir klare, messbare Ziele mit einer Deadline, um gezielt darauf hinzuarbeiten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-warum-sich-arbeit-immer-ausdehnt-parkinsonsche-gesetz" id="aus-dem-archiv-warum-sich-arbeit-immer-ausdehnt-parkinsonsche-gesetz">Aus dem Archiv: Warum sich Arbeit immer ausdehnt (Parkinsonsche Gesetz)</h2>

<p>Kennst du das? Du hast eine Woche Zeit für ein Projekt, und trotzdem findest du dich am Vorabend der Deadline in einem Strudel aus Hektik und Stress wieder. Dieses Phänomen hat einen Namen: das Parkinsonsche Gesetz. Es besagt, dass sich Arbeit stets so ausdehnt, dass sie die verfügbare Zeit vollständig ausfüllt. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was hinter diesem Phänomen steckt, wer Parkinson war, der dieses Gesetz aufgestellt hat, und wie du mit ein paar einfachen Strategien verhindern kannst, dass deine Arbeit unnötig in die Länge gezogen wird.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/das-parkinsonsche-gesetz-warum-sich-arbeit-immer-ausdehnt">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-11-warum-uns-negatives-staerker-trifft-und-was-wir-dagegen-tun</guid>
      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 07:30:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 10: Drei Wege aus der Selbstoptimierung</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-10-drei-wege-aus-der-selbstoptimierung?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! All die Selbstoptimierungsgurus erklären Glück zur reinen Privatsache. Echtes Glück ist aber etwas anderes: nicht eine fortlaufende Selbstinszenierung, sondern Verantwortung und Sinn.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Unsere gegenwärtige Vorstellung von Glück ist oft erstaunlich schmal geraten. Was früher mit Tugend, Gemeinsinn und einer gerechten Gesellschaft verknüpft war, erscheint heute als Frage individueller Befindlichkeit: Wie kann ich mich besser fühlen, produktiver werden, meine Ziele effizienter erreichen? In einer Kultur, die Selbstoptimierung, Wohlfühlroutinen und persönliche Markenbildung zum Ideal erhoben hat, ist das Verständnis von Glück zur Privatsache geworden – reduziert auf Momente der Zufriedenheit und messbar in Datenpunkten. Was dabei verloren geht, ist die tiefere Dimension von Glück: jene, die sich aus Zugehörigkeit, Verantwortung und Sinn ergibt.&#xA;&#xA;Ein erster Schritt zu einem tragfähigeren Glück liegt in der Abkehr vom rein individuellen Fokus. Wer sich als Teil eines grösseren Zusammenhangs begreift – sei es im Familienkreis, im Gemeinwesen oder in einer freiwilligen Aufgabe –, erlebt sein Leben nicht nur als fortlaufende Selbstinszenierung, sondern als bedeutungsvoll durch Verbindung. Gerade in einer Zeit, in der viele gesellschaftliche Strukturen unter Druck stehen, gewinnt das bewusste „Für-andere-da-sein“ an Wert – nicht als moralische Pflicht, sondern als Quelle innerer Stimmigkeit. Es sind oft die kleinen, unsichtbaren Beiträge, die Beziehungen tragen und persönliche Erfüllung ermöglichen.&#xA;&#xA;Zweitens lohnt sich ein Perspektivenwechsel: Glück ist nicht primär eine Frage des Konsums oder der Wahlfreiheit, sondern eine Frage der Ausrichtung. Studien zeigen, dass Menschen ihr Leben dann als sinnvoll erleben, wenn sie ihre Handlungen mit grösseren Werten verbinden – etwa Fürsorge, Gerechtigkeit oder Verlässlichkeit. Es braucht kein perfektes Leben mit durchgeplantem Alltag. Viel entscheidender ist, ob wir unser Handeln als kohärent und relevant empfinden. Wer sein Engagement ausrichtet auf etwas, das über das eigene Wohlbefinden hinausgeht, erfährt oft eine tiefere Form von Zufriedenheit.&#xA;&#xA;Drittens sollten wir die gängige Vorstellung hinterfragen, dass Glück mit ständiger positiver Stimmung gleichzusetzen sei. Ein erfülltes Leben schliesst Ambivalenz, Anstrengung und Unsicherheit mit ein. Gerade in Zeiten von sozialer oder ökologischer Krise zeigt sich, dass Glück nicht im Rückzug liegt, sondern im aktiven Mitgestalten einer Welt, die für viele lebenswert bleibt. Das grosse Glück entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, ohne sich aufzuspielen – wo sie verlässlich handeln, ohne immer perfekt sein zu müssen. Glück ist dann nicht das Ziel, sondern das Echo eines geglückten Daseins.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Ich kann ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird. Ich kann ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“ – André Kostolany (1906–1999)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Schwierige Aufgaben zuerst (Eat the Frog)&#xA;&#xA;Fange den Tag mit der schwierigsten oder unangenehmsten Aufgabe an. Danach fühlt sich alles andere leichter an und du vermeidest das ständige Aufschieben.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Warum nicht jeder Ratschlag zu dir passt&#xA;&#xA;Wir hören es immer wieder: Erfolgreiche CEOs sagen, dass das Geheimnis ihres Erfolgs darin liegt, „Nein“ zu sagen. Influencer raten uns, dieses oder jenes Produkt zu kaufen, weil sie es angeblich selbst lieben. Doch was für sie funktioniert, muss nicht automatisch für dich passen. Pauschale Ratschläge ohne Berücksichtigung deines eigenen Kontextes können sogar gefährlich sein. Dieser Beitrag wirft einen kritischen Blick darauf, warum es so wichtig ist, Ratschläge zu hinterfragen – egal ob sie von einer erfolgreichen CEO oder einem beliebten Influencer kommen.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! All die Selbstoptimierungsgurus erklären Glück zur reinen Privatsache. Echtes Glück ist aber etwas anderes: nicht eine fortlaufende Selbstinszenierung, sondern Verantwortung und Sinn.</p>



<p>Unsere gegenwärtige Vorstellung von Glück ist oft erstaunlich schmal geraten. Was früher mit Tugend, Gemeinsinn und einer gerechten Gesellschaft verknüpft war, erscheint heute als Frage individueller Befindlichkeit: Wie kann ich mich besser fühlen, produktiver werden, meine Ziele effizienter erreichen? In einer Kultur, die Selbstoptimierung, Wohlfühlroutinen und persönliche Markenbildung zum Ideal erhoben hat, ist das Verständnis von Glück zur Privatsache geworden – reduziert auf Momente der Zufriedenheit und messbar in Datenpunkten. Was dabei verloren geht, ist die tiefere Dimension von Glück: jene, die sich aus Zugehörigkeit, Verantwortung und Sinn ergibt.</p>

<p>Ein erster Schritt zu einem tragfähigeren Glück liegt in der Abkehr vom rein individuellen Fokus. Wer sich als Teil eines grösseren Zusammenhangs begreift – sei es im Familienkreis, im Gemeinwesen oder in einer freiwilligen Aufgabe –, erlebt sein Leben nicht nur als fortlaufende Selbstinszenierung, sondern als bedeutungsvoll durch Verbindung. Gerade in einer Zeit, in der viele gesellschaftliche Strukturen unter Druck stehen, <a href="https://www.ted.com/talks/robert_waldinger_what_makes_a_good_life_lessons_from_the_longest_study_on_happiness">gewinnt das bewusste „Für-andere-da-sein“ an Wert</a> – nicht als moralische Pflicht, sondern als Quelle innerer Stimmigkeit. Es sind oft die kleinen, unsichtbaren Beiträge, die Beziehungen tragen und persönliche Erfüllung ermöglichen.</p>

<p>Zweitens lohnt sich ein Perspektivenwechsel: Glück ist nicht primär eine Frage des Konsums oder der Wahlfreiheit, sondern eine Frage der Ausrichtung. Studien zeigen, dass Menschen ihr Leben dann als sinnvoll erleben, wenn sie ihre <a href="http://www.michaelfsteger.com/wp-content/uploads/2012/08/Steger-HOPP2-Chapter-in-press.pdf">Handlungen mit grösseren Werten verbinden</a> – etwa Fürsorge, Gerechtigkeit oder Verlässlichkeit. Es braucht kein perfektes Leben mit durchgeplantem Alltag. Viel entscheidender ist, ob wir unser Handeln als kohärent und relevant empfinden. Wer sein Engagement ausrichtet auf etwas, das über das eigene Wohlbefinden hinausgeht, erfährt oft eine tiefere Form von Zufriedenheit.</p>

<p>Drittens sollten wir die gängige Vorstellung hinterfragen, dass <a href="https://karrierebibel.de/perma-modell/">Glück mit ständiger positiver Stimmung gleichzusetzen sei</a>. Ein erfülltes Leben schliesst Ambivalenz, Anstrengung und Unsicherheit mit ein. Gerade in Zeiten von sozialer oder ökologischer Krise zeigt sich, dass Glück nicht im Rückzug liegt, sondern im aktiven Mitgestalten einer Welt, die für viele lebenswert bleibt. Das grosse Glück entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, ohne sich aufzuspielen – wo sie verlässlich handeln, ohne immer perfekt sein zu müssen. Glück ist dann nicht das Ziel, sondern das Echo eines geglückten Daseins.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Ich kann ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird. Ich kann ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“</em></strong> – André Kostolany (1906–1999)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-schwierige-aufgaben-zuerst-eat-the-frog" id="productivityporn-tipp-der-woche-schwierige-aufgaben-zuerst-eat-the-frog">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Schwierige Aufgaben zuerst (Eat the Frog)</h2>

<p>Fange den Tag mit der schwierigsten oder unangenehmsten Aufgabe an. Danach fühlt sich alles andere leichter an und du vermeidest das ständige Aufschieben.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-warum-nicht-jeder-ratschlag-zu-dir-passt" id="aus-dem-archiv-warum-nicht-jeder-ratschlag-zu-dir-passt">Aus dem Archiv: Warum nicht jeder Ratschlag zu dir passt</h2>

<p>Wir hören es immer wieder: Erfolgreiche CEOs sagen, dass das Geheimnis ihres Erfolgs darin liegt, „Nein“ zu sagen. Influencer raten uns, dieses oder jenes Produkt zu kaufen, weil sie es angeblich selbst lieben. Doch was für sie funktioniert, muss nicht automatisch für dich passen. Pauschale Ratschläge ohne Berücksichtigung deines eigenen Kontextes können sogar gefährlich sein. Dieser Beitrag wirft einen kritischen Blick darauf, warum es so wichtig ist, Ratschläge zu hinterfragen – egal ob sie von einer erfolgreichen CEO oder einem beliebten Influencer kommen.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/warum-nicht-jeder-ratschlag-zu-dir-passt-die-tucken-von-pauschalem-ceo-wissen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-10-drei-wege-aus-der-selbstoptimierung</guid>
      <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 07:30:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Wert der Langsamkeit in der Textproduktion</title>
      <link>https://epicmind.ch/vom-wert-der-langsamkeit-in-der-textproduktion?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Thorvald Erichsen: Jorde skriver hjem&#xA;&#xA;„Das ist gar kein Schreiben – das ist Tippen.“ Mit dieser spitzen Bemerkung soll Truman Capote einst die Prosa seines Kollegen Jack Kerouac kommentiert haben. Die Bemerkung war polemisch gemeint, doch sie trifft einen Nerv, der bis heute empfindlich ist: Verändert das Werkzeug, mit dem wir schreiben, auch die Art, wie wir denken? Meine Antwort lautet: Ja. Und wir unterschätzen diesen Einfluss systematisch.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Wenn ein Finger eine Taste drückt, passiert neuronal wenig Aufregendes. Jede Taste erzeugt dieselbe Bewegung – nach unten, zurück. Das Gehirn schaltet rasch auf Autopilot. Handschreiben funktioniert anders: Jeder Buchstabe muss aktiv geformt werden, die Hand bewegt sich in wechselnden Richtungen, Auge und Motorik arbeiten eng zusammen. EEG-Messungen bei Zwölfjährigen und Erwachsenen zeigen, dass dabei Hirnregionen aktiv werden, die mit #Lernen, Gedächtnisbildung und sensorischer Integration verbunden sind – und zwar deutlich stärker als beim Tippen 1]. [Das Schreiben mit der Hand ist kein obsoleter Umweg. Es ist eine kognitiv dichte Tätigkeit.&#xA;&#xA;Diese Dichte hat Konsequenzen. Wer in einer Vorlesung mitschreibt, kann auf der Tastatur fast wörtlich festhalten, was gesagt wird – und verarbeitet dabei kaum etwas. Wer mit der Hand schreibt, muss auswählen, verdichten, umformulieren. Der Stift zwingt zur Langsamkeit, und Langsamkeit zwingt zum Denken. Studien zeigen, dass handschriftliche Notizen zu einem besseren inhaltlichen Verständnis führen als getippte, obwohl – oder gerade weil – sie kürzer sind 2]. Das Gleiche gilt für Kinder im Schriftspracherwerb: Wer Buchstaben aktiv schreibt, entwickelt die Hirnstrukturen, die später beim Lesen benötigt werden, schneller und stabiler als wer sie nur antippt [3]. [Die Hand lehrt das Auge sehen.&#xA;&#xA;Die Hand lehrt das Auge sehen&#xA;&#xA;Nun könnte man einwenden: Das haben wir schon einmal gehört. Als die Schreibmaschine in Büros und Redaktionen einzog, klagte der Philosoph Martin Heidegger, mit ihr gehe der unmittelbare Zusammenhang zwischen Hand und Denken verloren. Die Maschine siegte trotzdem – und die Literatur überlebte. Tatsächlich entstanden durch sie neue Ausdrucksformen, etwa die typografischen Experimente der Avantgarde. Neue Werkzeuge verdrängen ältere nicht einfach; sie verschieben, was mit ihnen möglich ist. Doch dieser Befund ist kein Freispruch für die Tastatur. Er ist eine Warnung: Wer annimmt, das Werkzeug sei neutral, irrt.&#xA;&#xA;Handschrift ist dabei mehr als ein kognitives Instrument. Sie ist individuell. Zwei Menschen können denselben Satz formulieren, aber ihre Schriften werden ihn verschieden erscheinen lassen, werden Tempo, Druck und Stimmung verraten. Briefe, Tagebücher, handschriftliche Manuskripte vermitteln nicht nur Inhalt, sondern eine körperliche Spur ihres Autors. Digitaler Text ist typografisch uniform. Das ist für viele Zwecke ein Vorzug. Doch etwas geht dabei verloren: die Sichtbarkeit des Denkenden hinter dem Gedachten.&#xA;&#xA;Das bedeutet nicht, die Tastatur zu verdammen. Sie ist für Produktion, Bearbeitung und Verbreitung von Texten unersetzlich. Wer heute einen Artikel, ein Dokument oder eine E-Mail verfasst, denkt zu Recht mit den Fingern auf der Tastatur. Aber Schreiben ist nicht gleich Schreiben. Die Tastatur optimiert Geschwindigkeit und Volumen. Die Hand optimiert Tiefe und Verarbeitung. Wer beides vermischt, versteht keines von beidem richtig.&#xA;&#xA;Zurück zu Capote. Was sein Urteil über Kerouac interessant macht, ist nicht nur die Pointe – es ist der Sprecher. Capote tippte selbst. Er arbeitete jahrelang an der Schreibmaschine, später am Computer. Und er schrieb trotzdem. Sein Einwand galt nicht dem Werkzeug als solchem, sondern der Haltung dahinter: dem Schreiben ohne Formwillen, ohne Auswahl und ohne Verlangsamung. Das „Tastatur-Geratter&#34;, das er Kerouac vorwarf, war kein technisches Urteil. Es war ein ästhetisches – und ein kognitives.&#xA;&#xA;Handschrift ist in diesem Sinne keine sentimentale Reminiszenz an Schulfüller und Tintenflecken. Sie ist eine Praxis des Denkens, die das digitale Zeitalter nicht obsolet gemacht hat, sondern dringlicher. Wer schreibt, denkt. Und wer mit der Hand schreibt, denkt – das legen die Befunde nahe – oft klarer, tiefer, aber auch langsamer. Die Langsamkeit ist aber keinMangel, sondern Methode.&#xA;&#xA;Capote irrte, was Kerouac betrifft. Aber die Frage, die sein Spott aufwirft, bleibt gültig: Schreiben wir – oder tippen wir nur?&#xA;&#xA;---&#xA;💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/epicmind.ch/vom-wert-der-langsamkeit-in-der-textproduktion&#34;Discuss.../a&#xA;&#xA;---&#xA;Quellen&#xA;[1] E. O. Askvik, F. R. van der Weel und A. L. H. van der Meer, „The importance of cursive handwriting over typewriting for learning in the classroom: A high-density EEG study of 12-year-old children and young adults,&#34; Frontiers in Psychology, Bd. 11, Art.-Nr. 1810, 2020, doi: 10.3389/fpsyg.2020.01810.&#xA;&#xA;[2] P. A. Mueller und D. M. Oppenheimer, „The pen is mightier than the keyboard: Advantages of longhand over laptop note taking,&#34; Psychological Science, Bd. 25, Nr. 6, S. 1159–1168, 2014, doi: 10.1177/0956797614524581.&#xA;&#xA;[3] K. H. James und I. Gauthier, „Letter processing automatically recruits a sensory-motor brain network,&#34; Neuropsychologia, Bd. 44, Nr. 14, S. 2937–2949, 2006, doi: 10.1016/j.neuropsychologia.2006.06.028.&#xA;&#xA;Bildquelle&#xA;Thorvald Erichsen (1868–1939): Jorde skriver hjem. Vestre Gausdal, Kunstmuseum, Lillehammer, Public Domain.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;#Erwachsenenbildung | #Selbstbetrachtungen&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4e/Thorvald_Erichsen_-_Jorde_skriver_hjem._Vestre_Gausdal_-_LKM.001440_-_Lillehammer_Kunstmuseum.jpg/960px-Thorvald_Erichsen_-_Jorde_skriver_hjem._Vestre_Gausdal_-_LKM.001440_-_Lillehammer_Kunstmuseum.jpg" alt="Thorvald Erichsen: Jorde skriver hjem"/></p>

<p>„Das ist gar kein Schreiben – das ist Tippen.“ Mit dieser spitzen Bemerkung soll Truman Capote einst die Prosa seines Kollegen Jack Kerouac kommentiert haben. Die Bemerkung war polemisch gemeint, doch sie trifft einen Nerv, der bis heute empfindlich ist: Verändert das Werkzeug, mit dem wir schreiben, auch die Art, wie wir denken? Meine Antwort lautet: Ja. Und wir unterschätzen diesen Einfluss systematisch.</p>



<p>Wenn ein Finger eine Taste drückt, passiert neuronal wenig Aufregendes. Jede Taste erzeugt dieselbe Bewegung – nach unten, zurück. Das Gehirn schaltet rasch auf Autopilot. Handschreiben funktioniert anders: Jeder Buchstabe muss aktiv geformt werden, die Hand bewegt sich in wechselnden Richtungen, Auge und Motorik arbeiten eng zusammen. EEG-Messungen bei Zwölfjährigen und Erwachsenen zeigen, dass dabei Hirnregionen aktiv werden, die mit <a href="https://epicmind.ch/tag:Lernen" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Lernen</span></a>, Gedächtnisbildung und sensorischer Integration verbunden sind – und zwar deutlich stärker als beim Tippen [1]. <a href="https://text.tchncs.de/gisiger/papier-und-digital-effizient-verbinden-2-wie-das-schreiben-von-hand-das">Das Schreiben mit der Hand ist kein obsoleter Umweg. Es ist eine kognitiv dichte Tätigkeit.</a></p>

<p>Diese Dichte hat Konsequenzen. Wer in einer Vorlesung mitschreibt, kann auf der Tastatur fast wörtlich festhalten, was gesagt wird – und verarbeitet dabei kaum etwas. Wer mit der Hand schreibt, muss auswählen, verdichten, umformulieren. <a href="https://text.tchncs.de/gisiger/papier-und-digital-effizient-verbinden-4-aktuelle-studienergebnisse-als">Der Stift zwingt zur Langsamkeit, und Langsamkeit zwingt zum Denken.</a> Studien zeigen, dass handschriftliche Notizen zu einem besseren inhaltlichen Verständnis führen als getippte, obwohl – oder gerade weil – sie kürzer sind [2]. Das Gleiche gilt für Kinder im Schriftspracherwerb: Wer Buchstaben aktiv schreibt, entwickelt die Hirnstrukturen, die später beim Lesen benötigt werden, schneller und stabiler als wer sie nur antippt [3]. <a href="https://www.spektrum.de/news/wie-das-erlernen-der-schreibschrift-das-gehirn-trainiert/2308167">Die Hand lehrt das Auge sehen.</a></p>

<h2 id="die-hand-lehrt-das-auge-sehen" id="die-hand-lehrt-das-auge-sehen">Die Hand lehrt das Auge sehen</h2>

<p>Nun könnte man einwenden: Das haben wir schon einmal gehört. <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sachbuch/verlieren-wir-die-handschrift-der-kulturkampf-um-die-schreibmaschine-110822734.html">Als die Schreibmaschine in Büros und Redaktionen einzog</a>, klagte der Philosoph <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger">Martin Heidegger</a>, mit ihr gehe der unmittelbare Zusammenhang zwischen Hand und Denken verloren. Die Maschine siegte trotzdem – und die Literatur überlebte. Tatsächlich entstanden durch sie <a href="https://www.themarginalian.org/2014/05/23/typewriter-art-laurence-king/">neue Ausdrucksformen, etwa die typografischen Experimente der Avantgarde</a>. Neue Werkzeuge verdrängen ältere nicht einfach; sie verschieben, was mit ihnen möglich ist. Doch dieser Befund ist kein Freispruch für die Tastatur. Er ist eine Warnung: Wer annimmt, das Werkzeug sei neutral, irrt.</p>

<p>Handschrift ist dabei mehr als ein kognitives Instrument. Sie ist individuell. Zwei Menschen können denselben Satz formulieren, aber ihre Schriften werden ihn verschieden erscheinen lassen, werden Tempo, Druck und Stimmung verraten. Briefe, Tagebücher, handschriftliche Manuskripte vermitteln nicht nur Inhalt, sondern eine körperliche Spur ihres Autors. Digitaler Text ist typografisch uniform. Das ist für viele Zwecke ein Vorzug. Doch etwas geht dabei verloren: die Sichtbarkeit des Denkenden hinter dem Gedachten.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/handschrift-und-digitalisierung-was-die-forschung-wirklich-zeigt">Das bedeutet nicht, die Tastatur zu verdammen.</a> Sie ist für Produktion, Bearbeitung und Verbreitung von Texten unersetzlich. Wer heute einen Artikel, ein Dokument oder eine E-Mail verfasst, denkt zu Recht mit den Fingern auf der Tastatur. Aber Schreiben ist nicht gleich Schreiben. Die Tastatur optimiert Geschwindigkeit und Volumen. Die Hand optimiert Tiefe und Verarbeitung. Wer beides vermischt, versteht keines von beidem richtig.</p>

<p>Zurück zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Truman_Capote">Capote</a>. Was sein Urteil über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Kerouac">Kerouac</a> interessant macht, ist nicht nur die Pointe – es ist der Sprecher. Capote tippte selbst. Er arbeitete jahrelang an der Schreibmaschine, später am Computer. Und er schrieb trotzdem. Sein Einwand galt nicht dem Werkzeug als solchem, sondern der Haltung dahinter: dem Schreiben ohne Formwillen, ohne Auswahl und ohne Verlangsamung. Das „Tastatur-Geratter”, das er Kerouac vorwarf, war kein technisches Urteil. Es war ein ästhetisches – und ein kognitives.</p>

<p>Handschrift ist in diesem Sinne keine sentimentale Reminiszenz an Schulfüller und Tintenflecken. Sie ist eine Praxis des Denkens, die das digitale Zeitalter nicht obsolet gemacht hat, sondern dringlicher. Wer schreibt, denkt. Und wer mit der Hand schreibt, denkt – das legen die Befunde nahe – oft klarer, tiefer, aber auch langsamer. Die Langsamkeit ist aber keinMangel, sondern Methode.</p>

<p>Capote irrte, was Kerouac betrifft. Aber die Frage, die sein Spott aufwirft, bleibt gültig: Schreiben wir – oder tippen wir nur?</p>

<hr/>

<h4 id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts" id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts">💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)</h4>

<p><a href="https://remark.as/p/epicmind.ch/vom-wert-der-langsamkeit-in-der-textproduktion">Discuss...</a></p>

<hr/>

<p><strong>Quellen</strong>
[1] E. O. Askvik, F. R. van der Weel und A. L. H. van der Meer, „The importance of cursive handwriting over typewriting for learning in the classroom: A high-density EEG study of 12-year-old children and young adults,” <em>Frontiers in Psychology</em>, Bd. 11, Art.-Nr. 1810, 2020, doi: 10.3389/fpsyg.2020.01810.</p>

<p>[2] P. A. Mueller und D. M. Oppenheimer, „The pen is mightier than the keyboard: Advantages of longhand over laptop note taking,” <em>Psychological Science</em>, Bd. 25, Nr. 6, S. 1159–1168, 2014, doi: 10.1177/0956797614524581.</p>

<p>[3] K. H. James und I. Gauthier, „Letter processing automatically recruits a sensory-motor brain network,” <em>Neuropsychologia</em>, Bd. 44, Nr. 14, S. 2937–2949, 2006, doi: 10.1016/j.neuropsychologia.2006.06.028.</p>

<p><strong>Bildquelle</strong>
<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Thorvald_Erichsen">Thorvald Erichsen</a> (1868–1939): <em>Jorde skriver hjem. Vestre Gausdal</em>, Kunstmuseum, Lillehammer, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thorvald_Erichsen_-_Jorde_skriver_hjem._Vestre_Gausdal_-_LKM.001440_-_Lillehammer_Kunstmuseum.jpg">Public Domain</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Erwachsenenbildung" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Erwachsenenbildung</span></a> | <a href="https://epicmind.ch/tag:Selbstbetrachtungen" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Selbstbetrachtungen</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/vom-wert-der-langsamkeit-in-der-textproduktion</guid>
      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 10:07:58 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 09: Produktiver in den Tag starten</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-09-produktiver-in-den-tag-starten?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer kennt das nicht? Frühmorgens gleich der Griff zum Handy, Doomscrolling. Vernünftiger wäre es jedoch, den Tag mit etwas Kreativem zu beginnen. Selbst etwas zu erschaffen, bevor der Konsum der Welt über uns hereinbricht.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Wer morgens gleich zum Smartphone greift und durch soziale Feeds scrollt, startet den Tag im Reaktionsmodus. Die eigene Aufmerksamkeit richtet sich auf fremde Inhalte, fremde Prioritäten, fremde Stimmen. Was dabei zu kurz kommt, ist das kreative Potenzial, das gerade in den frühen Stunden besonders hoch ist – und das entscheidend sein kann für ein produktives Arbeiten.&#xA;&#xA;Ein einfacher, aber wirksamer Perspektivenwechsel besteht darin, den Tag mit einem kurzen kreativen Impuls zu beginnen: schreiben, skizzieren, notieren, entwerfen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Aufbau von Eigenimpulsen. Wer zuerst erschafft, bevor er konsumiert, aktiviert nicht nur seine Gestaltungsfähigkeit, sondern schützt auch die geistige Klarheit vor der Zersplitterung durch Input-Überflutung. Die ersten 15 bis 20 Minuten eines Arbeitstages reichen oft aus, um eigene Gedanken in Gang zu bringen – bevor die Welt anklopft.&#xA;&#xA;Der Nutzen dieser Gewohnheit liegt in ihrer mehrfachen Wirkung: Sie schafft frühe Erfolgserlebnisse, erhält die Konzentration für anspruchsvolle Aufgaben und stärkt die Selbstbestimmung im Umgang mit der eigenen Zeit. Das bedeutet nicht, sich komplett von Nachrichten und Netzwerken abzuschotten – sondern die Reihenfolge bewusst zu gestalten. Wer zuerst erschafft, steuert den eigenen Arbeitstag aus einer Position der Klarheit und Kontrolle.&#xA;&#xA;Produktivität entsteht nicht durch permanente Verfügbarkeit oder maximale Effizienz. Sie beginnt mit der Fähigkeit, den eigenen Denkraum gegen zu frühe Überreizung zu verteidigen. Wer sich morgens ein kurzes Zeitfenster reserviert, in dem ausschliesslich eigene Ideen zählen, schafft die Voraussetzung für echten Fokus – und vielleicht auch für das, was später Resonanz erzeugt.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“ – Erasmus von Rotterdam (1466/67/69?–1536)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Eine Aufgabe nach der anderen (Single-Tasking)&#xA;&#xA;Multitasking klingt effizient, ist es aber nicht. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig machst, verlierst du Fokus und Produktivität. Arbeite lieber eine Aufgabe nach der anderen konzentriert ab.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Bildungsfähigkeit statt Intelligenz: Was es wirklich bedeutet zu lernen&#xA;&#xA;Erinnerst Du Dich daran, wie oft Du in der Schule oder im Studium Dinge gelernt hast, die erst Jahre später an Bedeutung gewannen? Vielleicht war es ein Roman, den Du damals nicht ganz verstanden hast, oder ein Konzept, das Dir unnötig erschien – bis das Leben Dich plötzlich daran erinnerte. Diese Fähigkeit, Wissen aufzunehmen und es irgendwann flexibel anzuwenden, beschreibt Leslie Valiant in seinem neuen Buch The Importance of Being Educable: A New Theory of Human Uniqueness als „Bildungsfähigkeit“ (educability).&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer kennt das nicht? Frühmorgens gleich der Griff zum Handy, Doomscrolling. Vernünftiger wäre es jedoch, den Tag mit etwas Kreativem zu beginnen. Selbst etwas zu erschaffen, bevor der Konsum der Welt über uns hereinbricht.</p>



<p>Wer morgens gleich zum Smartphone greift und durch soziale Feeds scrollt, startet den Tag im Reaktionsmodus. Die eigene Aufmerksamkeit richtet sich auf fremde Inhalte, fremde Prioritäten, fremde Stimmen. Was dabei zu kurz kommt, ist <a href="https://doi.org/10.1027/1614-0001/A000163">das kreative Potenzial, das gerade in den frühen Stunden besonders hoch ist</a> – und das entscheidend sein kann für ein produktives Arbeiten.</p>

<p>Ein einfacher, aber wirksamer Perspektivenwechsel besteht darin, <a href="https://doi.org/10.1080/17439760.2016.1257049">den Tag mit einem kurzen kreativen Impuls zu beginnen</a>: schreiben, skizzieren, notieren, entwerfen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Aufbau von Eigenimpulsen. Wer zuerst erschafft, bevor er konsumiert, aktiviert nicht nur seine Gestaltungsfähigkeit, sondern schützt auch die geistige Klarheit vor der Zersplitterung durch Input-Überflutung. Die <a href="https://doi.org/10.1109/HICSS.2014.398">ersten 15 bis 20 Minuten eines Arbeitstages reichen oft aus</a>, um eigene Gedanken in Gang zu bringen – bevor die Welt anklopft.</p>

<p>Der Nutzen dieser Gewohnheit liegt in ihrer mehrfachen Wirkung: Sie schafft frühe Erfolgserlebnisse, erhält die Konzentration für anspruchsvolle Aufgaben und stärkt die Selbstbestimmung im Umgang mit der eigenen Zeit. Das bedeutet nicht, sich komplett von Nachrichten und Netzwerken abzuschotten – sondern die Reihenfolge bewusst zu gestalten. Wer zuerst erschafft, steuert den eigenen Arbeitstag aus einer Position der Klarheit und Kontrolle.</p>

<p>Produktivität entsteht nicht durch permanente Verfügbarkeit oder maximale Effizienz. Sie beginnt mit der Fähigkeit, den eigenen Denkraum gegen zu frühe Überreizung zu verteidigen. Wer sich morgens ein kurzes Zeitfenster reserviert, in dem ausschliesslich eigene Ideen zählen, schafft die Voraussetzung für echten Fokus – und vielleicht auch für das, was später Resonanz erzeugt.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“</em></strong> – Erasmus von Rotterdam (1466/67/69?–1536)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-eine-aufgabe-nach-der-anderen-single-tasking" id="productivityporn-tipp-der-woche-eine-aufgabe-nach-der-anderen-single-tasking">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Eine Aufgabe nach der anderen (Single-Tasking)</h2>

<p>Multitasking klingt effizient, ist es aber nicht. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig machst, verlierst du Fokus und Produktivität. Arbeite lieber eine Aufgabe nach der anderen konzentriert ab.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-bildungsfähigkeit-statt-intelligenz-was-es-wirklich-bedeutet-zu-lernen" id="aus-dem-archiv-bildungsfähigkeit-statt-intelligenz-was-es-wirklich-bedeutet-zu-lernen">Aus dem Archiv: Bildungsfähigkeit statt Intelligenz: Was es wirklich bedeutet zu lernen</h2>

<p>Erinnerst Du Dich daran, wie oft Du in der Schule oder im Studium Dinge gelernt hast, die erst Jahre später an Bedeutung gewannen? Vielleicht war es ein Roman, den Du damals nicht ganz verstanden hast, oder ein Konzept, das Dir unnötig erschien – bis das Leben Dich plötzlich daran erinnerte. Diese Fähigkeit, Wissen aufzunehmen und es irgendwann flexibel anzuwenden, beschreibt Leslie Valiant in seinem neuen Buch The Importance of Being Educable: A New Theory of Human Uniqueness als „Bildungsfähigkeit“ (educability).</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/bildungsfahigkeit-statt-intelligenz-was-es-wirklich-bedeutet-zu-lernen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-09-produktiver-in-den-tag-starten</guid>
      <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 07:30:20 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Warum nicht die besten, sondern die sichtbarsten Ideen aufsteigen: Gedanken zu einem Prüfungsformat</title>
      <link>https://epicmind.ch/warum-nicht-die-besten-sondern-die-sichtbarsten-ideen-aufsteigen-gedanken-zu?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Anton Hickel: The House of Commons&#xA;&#xA;Warum steigen manche Menschen in Organisationen auf – und andere nicht, obwohl sie fachlich mindestens ebenso kompetent sind? Diese Frage begegnet mir regelmässig. Im Unterricht, in Gesprächen mit Führungskräften, in Diskussionen über Karrierewege. Viele gehen implizit davon aus, dass sich Qualität langfristig durchsetzt. Wer die besseren Analysen liefert, wer klüger denkt, wer sorgfältiger arbeitet, wird früher oder später auch führen. So einfach ist es nicht.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Führung entsteht im Gespräch&#xA;&#xA;Eine Studie des MIT, über die kürzlich berichtet wurde, liefert dazu einen aufschlussreichen Befund. In mehreren Untersuchungen zeigte sich: Personen, die ein strukturiertes Debattiertraining absolvierten, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit, später in Führungsrollen zu gelangen. Der entscheidende Mechanismus war nicht Fachwissen, sondern eine Zunahme an sogenannter Assertiveness („Durchsetzungsvermögen“) – also die Fähigkeit, klar, direkt und standhaft zu kommunizieren. Assertiveness bedeutet nicht Aggressivität. Es geht nicht darum, andere niederzureden oder dominant aufzutreten. Gemeint ist die Fähigkeit, die eigene Position verständlich zu vertreten, Einwände aufzunehmen und dennoch nicht einzuknicken.&#xA;&#xA;Die Studie macht damit etwas sichtbar, das viele aus der Praxis kennen: #Führung entsteht in sozialen Interaktionen. Nicht mit perfekten Konzeptpapieren, sondern in Meetings, Verhandlungen, Konfliktsituationen. Wer in solchen Momenten sichtbar bleibt, wird eher als führungsfähig wahrgenommen. Das heisst nicht, dass diese Person automatisch die bessere Führungskraft ist. Aber sie wird eher ausgewählt.&#xA;&#xA;Sichtbarkeit als Selektionskriterium&#xA;&#xA;Organisationen müssen entscheiden, wem sie Verantwortung übertragen. Diese Entscheidungen basieren nicht nur auf objektiven Leistungsdaten. Sie beruhen auf Wahrnehmung: Wer wirkt souverän? Wer bleibt ruhig unter Druck? Wer kann eine Position vertreten, auch wenn Gegenwind kommt?&#xA;&#xA;Die MIT-Ergebnisse legen nahe, dass genau diese Faktoren systematisch eine Rolle spielen. Debattiertraining verändert nicht primär das Denken, sondern das Auftreten im sozialen Raum. Und dieses Auftreten beeinflusst Aufstiegschancen. Damit wird aufgezeigt: Es genügt nicht, gute Ideen zu haben. Man muss sie auch im Dialog behaupten können.&#xA;&#xA;Was das mit Prüfungen zu tun hat&#xA;&#xA;Hier kommt ein Punkt ins Spiel, der für viele irritierend ist: Wenn ich angehende Führungskräfte auf ihre mündliche Kommunikationsprüfung im Rahmen des SVF-Zertifikats vorbereite, werde ich regelmässig gefragt, wozu dieses Format überhaupt dient. Die Prüfung besteht aus einer kurzen Vorbereitungsphase und anschliessend einem 15-minütigen Dialog mit zwei Expertinnen oder Experten, die bewusst die Gegenposition einnehmen. Also kein Referat und kein Auswendiglernen, sondern ein Gespräch mit Gegenwind.&#xA;&#xA;Auf den ersten Blick wirkt das wie ein rhetorisches Duell. Bei genauerem Hinsehen bildet es jedoch eine typische Führungssituation ab: Du musst eine Position entwickeln, strukturieren, vertreten – und gleichzeitig zuhören, reagieren, ruhig bleiben. Genau jene Fähigkeiten also, die laut MIT-Studie mit Leadership Emergence zusammenhängen. Die Prüfung misst nicht Wissen, sondern die Fähigkeit, unter sozialem Druck sichtbar und argumentativ handlungsfähig zu bleiben. Das ist kein Zufall. Führung findet nicht im Monolog statt.&#xA;&#xA;Eine notwendige, aber keine vollständige Kompetenz&#xA;&#xA;An dieser Stelle ist mir eine differenzierte Einordnung wichtig. Die Studie zeigt, dass durchsetzungsstarke Kommunikation Aufstiegschancen erhöht. Sie sagt nichts darüber, ob diese Personen langfristig die wirksamsten Führungskräfte sind. Hier liegt eine Spannung. Organisationen könnten Gefahr laufen, jene zu bevorzugen, die besonders klar auftreten, während reflektierte, leise oder stark kooperative Persönlichkeiten weniger Beachtung finden. Sichtbarkeit ist nicht gleichbedeutend mit Qualität.&#xA;&#xA;Auch die mündliche Prüfung misst nicht „gute Führung“ in ihrer ganzen Breite. Sie misst eine Voraussetzung dafür, in Führungssituationen überhaupt wahrgenommen zu werden. Zuhören, Empathie, strategisches Denken oder Integrationsfähigkeit werden dort nicht umfassend geprüft. Aber: Wer nicht in der Lage ist, eine Position klar zu vertreten, wird es schwer haben, diese anderen Qualitäten wirksam einzubringen. Sichtbarkeit ist kein Ersatz für Führung – sie ist eine Eintrittskarte.&#xA;&#xA;Warum ich das Prüfungsformat für sinnvoll halte&#xA;&#xA;Vor diesem Hintergrund halte ich das Format für klug gewählt. Es zwingt Kandidatinnen und Kandidaten in eine realitätsnahe Interaktionssituation. Es testet Standhaftigkeit ohne Respektlosigkeit. Es fordert Struktur unter Zeitdruck. Es verlangt Präsenz. Und es konfrontiert mit einem Umstand, der im Berufsalltag ohnehin gilt: Führung bedeutet, in kontroversen Gesprächen Haltung zu zeigen. Wer diese Fähigkeit nicht trainiert, wird sie auch im Arbeitskontext kaum spontan abrufen können.&#xA;&#xA;Fazit&#xA;&#xA;Nicht immer steigen die besten Ideen auf. Oft steigen jene auf, die ihre Ideen unter Widerspruch sichtbar vertreten können. Die MIT-Studie liefert dafür eine empirische Grundlage. Führung entsteht im Gespräch – nicht im Gedanken allein.&#xA;&#xA;Die mündliche Kommunikationsprüfung im SVF-Zertifikat bildet genau diese Realität ab. Sie prüft nicht einfach Wissen, sondern soziale Wirksamkeit. Und sie erinnert uns daran, dass Fachkompetenz ohne kommunikative Standfestigkeit in Organisationen selten ausreicht.&#xA;&#xA;Wenn Du Dich auf eine solche Prüfung vorbereitest, verstehe sie nicht als rhetorisches Kräftemessen. Verstehe sie als Trainingsfeld für Sichtbarkeit. Entwickle Klarheit in Deiner Argumentation, bleibe respektvoll im Widerspruch und halte Position, wenn Gegenwind kommt. Führung beginnt nicht mit Macht. Sie beginnt damit, im entscheidenden Moment nicht zu verstummen.&#xA;&#xA;---&#xA;💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/epicmind.ch/warum-nicht-die-besten-sondern-die-sichtbarsten-ideen-aufsteigen-gedanken-zu&#34;Discuss.../a&#xA;&#xA;---&#xA;Bildquelle&#xA;Anton Hickel (1745–1798): The House of Commons, National Portrait Gallery, London, Public Domain.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;#Erwachsenenbildung | #Coaching&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f9/The_House_of_Commons_1793-94_by_Karl_Anton_Hickel.jpg/1280px-The_House_of_Commons_1793-94_by_Karl_Anton_Hickel.jpg" alt="Anton Hickel: The House of Commons"/></p>

<p>Warum steigen manche Menschen in Organisationen auf – und andere nicht, obwohl sie fachlich mindestens ebenso kompetent sind? Diese Frage begegnet mir regelmässig. Im Unterricht, in Gesprächen mit Führungskräften, in Diskussionen über Karrierewege. Viele gehen implizit davon aus, dass sich Qualität langfristig durchsetzt. Wer die besseren Analysen liefert, wer klüger denkt, wer sorgfältiger arbeitet, wird früher oder später auch führen. So einfach ist es nicht.</p>



<h2 id="führung-entsteht-im-gespräch" id="führung-entsteht-im-gespräch">Führung entsteht im Gespräch</h2>

<p><a href="https://news.mit.edu/2025/climbing-leadership-ladder-try-debate-training-0312">Eine Studie des MIT, über die kürzlich berichtet wurde</a>, liefert dazu einen aufschlussreichen Befund. In mehreren Untersuchungen zeigte sich: Personen, die ein strukturiertes Debattiertraining absolvierten, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit, später in Führungsrollen zu gelangen. Der entscheidende Mechanismus war nicht Fachwissen, sondern eine Zunahme an sogenannter <a href="https://www.psychologytoday.com/us/basics/assertiveness"><em>Assertiveness</em></a> („Durchsetzungsvermögen“) – also die Fähigkeit, klar, direkt und standhaft zu kommunizieren. Assertiveness bedeutet nicht Aggressivität. Es geht nicht darum, andere niederzureden oder dominant aufzutreten. Gemeint ist die Fähigkeit, die eigene Position verständlich zu vertreten, Einwände aufzunehmen und dennoch nicht einzuknicken.</p>

<p><a href="https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fapl0001273">Die Studie macht damit etwas sichtbar, das viele aus der Praxis kennen</a>: <a href="https://epicmind.ch/tag:F%C3%BChrung" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Führung</span></a> entsteht in sozialen Interaktionen. Nicht mit perfekten Konzeptpapieren, sondern in Meetings, Verhandlungen, Konfliktsituationen. Wer in solchen Momenten sichtbar bleibt, wird eher als führungsfähig wahrgenommen. Das heisst nicht, dass diese Person automatisch die bessere Führungskraft ist. Aber sie wird eher ausgewählt.</p>

<h2 id="sichtbarkeit-als-selektionskriterium" id="sichtbarkeit-als-selektionskriterium">Sichtbarkeit als Selektionskriterium</h2>

<p>Organisationen müssen entscheiden, wem sie Verantwortung übertragen. Diese Entscheidungen basieren nicht nur auf objektiven Leistungsdaten. Sie beruhen auf Wahrnehmung: Wer wirkt souverän? Wer bleibt ruhig unter Druck? Wer kann eine Position vertreten, auch wenn Gegenwind kommt?</p>

<p>Die MIT-Ergebnisse legen nahe, dass genau diese Faktoren systematisch eine Rolle spielen. Debattiertraining verändert nicht primär das Denken, sondern das Auftreten im sozialen Raum. Und dieses Auftreten beeinflusst Aufstiegschancen. Damit wird aufgezeigt: Es genügt nicht, gute Ideen zu haben. Man muss sie auch im Dialog behaupten können.</p>

<h2 id="was-das-mit-prüfungen-zu-tun-hat" id="was-das-mit-prüfungen-zu-tun-hat">Was das mit Prüfungen zu tun hat</h2>

<p>Hier kommt ein Punkt ins Spiel, der für viele irritierend ist: Wenn ich angehende Führungskräfte auf ihre <a href="https://www.leadership-seminare.ch/svf-blog/pruefung-svf/muendliche-pruefung-leadership-svf-aenderungen/">mündliche Kommunikationsprüfung im Rahmen des SVF-Zertifikats</a> vorbereite, werde ich regelmässig gefragt, wozu dieses Format überhaupt dient. Die Prüfung besteht aus einer kurzen Vorbereitungsphase und anschliessend einem 15-minütigen Dialog mit zwei Expertinnen oder Experten, die bewusst die Gegenposition einnehmen. Also kein Referat und kein Auswendiglernen, sondern ein Gespräch mit Gegenwind.</p>

<p>Auf den ersten Blick wirkt das wie ein rhetorisches Duell. Bei genauerem Hinsehen bildet es jedoch eine typische Führungssituation ab: Du musst eine Position entwickeln, strukturieren, vertreten – und gleichzeitig zuhören, reagieren, ruhig bleiben. Genau jene Fähigkeiten also, die laut MIT-Studie mit <a href="https://www.sciencedirect.com/topics/social-sciences/leader-emergence"><em>Leadership Emergence</em></a> zusammenhängen. Die Prüfung misst nicht Wissen, sondern die Fähigkeit, unter sozialem Druck sichtbar und argumentativ handlungsfähig zu bleiben. Das ist kein Zufall. Führung findet nicht im Monolog statt.</p>

<h2 id="eine-notwendige-aber-keine-vollständige-kompetenz" id="eine-notwendige-aber-keine-vollständige-kompetenz">Eine notwendige, aber keine vollständige Kompetenz</h2>

<p>An dieser Stelle ist mir eine differenzierte Einordnung wichtig. Die Studie zeigt, dass durchsetzungsstarke Kommunikation Aufstiegschancen erhöht. Sie sagt nichts darüber, ob diese Personen langfristig die wirksamsten Führungskräfte sind. Hier liegt eine Spannung. Organisationen könnten Gefahr laufen, jene zu bevorzugen, die besonders klar auftreten, während reflektierte, leise oder stark kooperative Persönlichkeiten weniger Beachtung finden. Sichtbarkeit ist nicht gleichbedeutend mit Qualität.</p>

<p>Auch die mündliche Prüfung misst nicht „gute Führung“ in ihrer ganzen Breite. Sie misst eine Voraussetzung dafür, in Führungssituationen überhaupt wahrgenommen zu werden. Zuhören, Empathie, strategisches Denken oder Integrationsfähigkeit werden dort nicht umfassend geprüft. Aber: Wer nicht in der Lage ist, eine Position klar zu vertreten, wird es schwer haben, diese anderen Qualitäten wirksam einzubringen. Sichtbarkeit ist kein Ersatz für Führung – sie ist eine Eintrittskarte.</p>

<h2 id="warum-ich-das-prüfungsformat-für-sinnvoll-halte" id="warum-ich-das-prüfungsformat-für-sinnvoll-halte">Warum ich das Prüfungsformat für sinnvoll halte</h2>

<p>Vor diesem Hintergrund halte ich das Format für klug gewählt. Es zwingt Kandidatinnen und Kandidaten in eine realitätsnahe Interaktionssituation. Es testet Standhaftigkeit ohne Respektlosigkeit. Es fordert Struktur unter Zeitdruck. Es verlangt Präsenz. Und es konfrontiert mit einem Umstand, der im Berufsalltag ohnehin gilt: Führung bedeutet, in kontroversen Gesprächen Haltung zu zeigen. Wer diese Fähigkeit nicht trainiert, wird sie auch im Arbeitskontext kaum spontan abrufen können.</p>

<h2 id="fazit" id="fazit">Fazit</h2>

<p>Nicht immer steigen die besten Ideen auf. Oft steigen jene auf, die ihre Ideen unter Widerspruch sichtbar vertreten können. Die MIT-Studie liefert dafür eine empirische Grundlage. Führung entsteht im Gespräch – nicht im Gedanken allein.</p>

<p>Die mündliche Kommunikationsprüfung im SVF-Zertifikat bildet genau diese Realität ab. Sie prüft nicht einfach Wissen, sondern soziale Wirksamkeit. Und sie erinnert uns daran, dass Fachkompetenz ohne kommunikative Standfestigkeit in Organisationen selten ausreicht.</p>

<p>Wenn Du Dich auf eine solche Prüfung vorbereitest, verstehe sie nicht als rhetorisches Kräftemessen. Verstehe sie als Trainingsfeld für Sichtbarkeit. Entwickle Klarheit in Deiner Argumentation, bleibe respektvoll im Widerspruch und halte Position, wenn Gegenwind kommt. Führung beginnt nicht mit Macht. Sie beginnt damit, im entscheidenden Moment nicht zu verstummen.</p>

<hr/>

<h4 id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts" id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts">💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)</h4>

<p><a href="https://remark.as/p/epicmind.ch/warum-nicht-die-besten-sondern-die-sichtbarsten-ideen-aufsteigen-gedanken-zu">Discuss...</a></p>

<hr/>

<p><strong>Bildquelle</strong>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Hickel">Anton Hickel</a> (1745–1798): <em>The House of Commons</em>, National Portrait Gallery, London, <a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f9/The_House_of_Commons_1793-94_by_Karl_Anton_Hickel.jpg/1280px-The_House_of_Commons_1793-94_by_Karl_Anton_Hickel.jpg">Public Domain</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Erwachsenenbildung" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Erwachsenenbildung</span></a> | <a href="https://epicmind.ch/tag:Coaching" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Coaching</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/warum-nicht-die-besten-sondern-die-sichtbarsten-ideen-aufsteigen-gedanken-zu</guid>
      <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 07:42:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 08: Bin ich so, wie ich bin – oder so, wie ich sein will?</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-08-bin-ich-so-wie-ich-bin-oder-so-wie-ich-sein-will?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Unsere Persönlichkeit ist nicht in Stein gemeisselt. Wir können sie formen, an ihr arbeiten. Aber sie verändert sich nicht über Nacht.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Viele Menschen wünschen sich, gelassener, gewissenhafter oder kontaktfreudiger zu sein. Die psychologische Forschung zeigt: Unsere Persönlichkeit ist formbar – aber nur bis zu einem gewissen Grad. Zwar bestimmen genetische Anlagen zu einem grossen Teil, wie wir ticken. Doch auch unser Umfeld, unsere Erfahrungen und bewusste Entscheidungen prägen mit, wer wir sind – und wer wir werden können.&#xA;&#xA;Psychologinnen und Psychologen unterscheiden dabei fünf zentrale Persönlichkeitsmerkmale: emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und soziale Verträglichkeit. Diese „Big Five“) sind keine festen Kategorien, sondern Kontinua – man kann also durchaus an einer Eigenschaft arbeiten, ohne sich grundlegend zu verändern. Studien belegen, dass gezielte Übungen wie Tagespläne, kleine Mutproben oder sogenannte Wenn-Dann-Pläne (z. B. „Wenn ich auf der Party allein bin, spreche ich jemanden an“) dabei helfen können, gewünschte Eigenschaften zu stärken. Voraussetzung ist jedoch: Die Veränderung muss aus einem inneren Antrieb heraus erfolgen – nicht aus gesellschaftlichem Druck.&#xA;&#xA;Besonders gut lassen sich Eigenschaften wie Extraversion oder Gewissenhaftigkeit beeinflussen. Andere wie Offenheit oder Verträglichkeit sind tiefer verankert – oft durch kulturelle oder familiäre Prägungen – und lassen sich nur schwer und meist nur mit Unterstützung verändern. Entscheidend ist dabei weniger der Wunsch nach einem Idealbild als vielmehr die Frage: Was tut mir gut? In welchen Situationen möchte ich mich anders verhalten – und warum?&#xA;&#xA;Letztlich geht es nicht darum, sich neu zu erfinden, sondern sich besser kennenzulernen. Persönlichkeit verändert sich nicht über Nacht, sondern schrittweise – ähnlich wie ein Muskel, der durch Training wächst. Und sie verändert sich nachhaltiger, wenn Entwicklung und Selbstakzeptanz Hand in Hand gehen. Wer sich unter permanentem Optimierungsdruck verbiegt, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren. Veränderung braucht deshalb mehr als Methoden – sie braucht Mass und Sinn.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.“ – Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Den Arbeitsplatz organisieren&#xA;&#xA;Ein unaufgeräumter Arbeitsplatz kostet dich nicht nur Zeit beim Suchen von Unterlagen, sondern wirkt sich auch negativ auf deine Konzentration aus. Sorge für eine klare, aufgeräumte Umgebung, um produktiver zu sein.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Feynman-Methode und Mini-Essays&#xA;&#xA;Wenn ich etwas Neues lerne oder mich für ein Thema interessiere, greife ich auf eine Methode zurück, die sich über die Jahre bewährt hat: Ich mache Notizen in meiner Notizbuch-App, und oft entstehen daraus Mini-Essays. Diese Mini-Essays sind nicht nur eine Art, meine Gedanken zu ordnen, sondern dienen mir auch als Grundlage für spätere Blogbeiträge. Sie helfen mir, meine Ideen zu strukturieren und mein Verständnis zu vertiefen. Doch was passiert, wenn man diese Methode mit einer der effektivsten Lerntechniken kombiniert, die es gibt – der Feynman-Methode?&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Unsere Persönlichkeit ist nicht in Stein gemeisselt. Wir können sie formen, an ihr arbeiten. Aber sie verändert sich nicht über Nacht.</p>



<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34881959/">Viele Menschen wünschen sich</a>, gelassener, gewissenhafter oder kontaktfreudiger zu sein. Die psychologische Forschung zeigt: <a href="https://pure.johnshopkins.edu/en/publications/personality-stability-and-its-implications-for-clinical-psycholog">Unsere Persönlichkeit ist formbar – aber nur bis zu einem gewissen Grad.</a> Zwar bestimmen genetische Anlagen zu einem grossen Teil, wie wir ticken. Doch auch unser Umfeld, unsere Erfahrungen und bewusste Entscheidungen prägen mit, wer wir sind – und wer wir werden können.</p>

<p>Psychologinnen und Psychologen unterscheiden dabei fünf zentrale Persönlichkeitsmerkmale: emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und soziale Verträglichkeit. Diese <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie)">„Big Five“</a> sind keine festen Kategorien, sondern Kontinua – man kann also durchaus an einer Eigenschaft arbeiten, ohne sich grundlegend zu verändern. <a href="https://www.nathanwhudson.com/vita/pdf/Hudson,%202021b.pdf">Studien belegen</a>, dass gezielte Übungen wie Tagespläne, kleine Mutproben oder sogenannte Wenn-Dann-Pläne (z. B. „Wenn ich auf der Party allein bin, spreche ich jemanden an“) dabei helfen können, gewünschte Eigenschaften zu stärken. Voraussetzung ist jedoch: Die Veränderung muss aus einem inneren Antrieb heraus erfolgen – nicht aus gesellschaftlichem Druck.</p>

<p>Besonders gut lassen sich Eigenschaften wie <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25822032/">Extraversion oder Gewissenhaftigkeit beeinflussen</a>. Andere wie Offenheit oder Verträglichkeit sind tiefer verankert – oft durch kulturelle oder familiäre Prägungen – und lassen sich nur schwer und meist nur mit Unterstützung verändern. Entscheidend ist dabei weniger der Wunsch nach einem Idealbild als vielmehr die Frage: Was tut mir gut? In welchen Situationen möchte ich mich anders verhalten – und warum?</p>

<p>Letztlich geht es nicht darum, sich neu zu erfinden, sondern sich besser kennenzulernen. Persönlichkeit verändert sich nicht über Nacht, sondern schrittweise – ähnlich wie ein Muskel, der durch Training wächst. Und sie verändert sich nachhaltiger, wenn Entwicklung und Selbstakzeptanz Hand in Hand gehen. Wer sich unter permanentem Optimierungsdruck verbiegt, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren. Veränderung braucht deshalb mehr als Methoden – sie braucht Mass und Sinn.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.“</em></strong> – Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-den-arbeitsplatz-organisieren" id="productivityporn-tipp-der-woche-den-arbeitsplatz-organisieren">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Den Arbeitsplatz organisieren</h2>

<p>Ein unaufgeräumter Arbeitsplatz kostet dich nicht nur Zeit beim Suchen von Unterlagen, sondern wirkt sich auch negativ auf deine Konzentration aus. Sorge für eine klare, aufgeräumte Umgebung, um produktiver zu sein.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-feynman-methode-und-mini-essays" id="aus-dem-archiv-feynman-methode-und-mini-essays">Aus dem Archiv: Feynman-Methode und Mini-Essays</h2>

<p>Wenn ich etwas Neues lerne oder mich für ein Thema interessiere, greife ich auf eine Methode zurück, die sich über die Jahre bewährt hat: Ich mache Notizen in meiner Notizbuch-App, und oft entstehen daraus Mini-Essays. Diese Mini-Essays sind nicht nur eine Art, meine Gedanken zu ordnen, sondern dienen mir auch als Grundlage für spätere Blogbeiträge. Sie helfen mir, meine Ideen zu strukturieren und mein Verständnis zu vertiefen. Doch was passiert, wenn man diese Methode mit einer der effektivsten Lerntechniken kombiniert, die es gibt – der Feynman-Methode?</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/feynman-methode-und-mini-essays-ein-starkes-team-im-personlichen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-08-bin-ich-so-wie-ich-bin-oder-so-wie-ich-sein-will</guid>
      <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 07:30:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Pierre Hadot: Philosophie als Übung</title>
      <link>https://epicmind.ch/pierre-hadot-philosophie-als-uebung?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Pieter Claesz: Vanitasstillleben mit Selbstporträt&#xA;&#xA;Wir wissen meistens ziemlich genau, was uns guttäte. Weniger vergleichen. Mehr schlafen. Den Feierabend nicht mit E-Mails verbringen. Und dennoch handeln wir regelmässig gegen diese Einsichten – nicht aus Schwäche, sondern weil zwischen dem Verstehen und dem tatsächlichen Leben eine Lücke klafft, die sich mit noch mehr Wissen nicht schliessen lässt. Was also fehlt? Der französische Philosophiehistoriker Pierre Hadot hat darauf eine unerwartete Antwort gegeben: Übung. Nicht Theorien und Argumente, sondern Praxis, Wiederholung, Training. Eine Antwort, die die Antike schon kannte und die wir, so Hadot, weitgehend vergessen haben.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Pierre Hadot (1922–2010) hat dieser Lücke sein Lebenswerk gewidmet. In Philosophie als Lebensform und seinen Studien zur antiken Praxis entwickelt er eine These, die einfach, aber auch unbequem ist: Die Philosophie der Antike war keine Theorie über das gute Leben, sondern eine Praxis, die darauf abzielte, dieses Leben tatsächlich zu führen. Wer bei Epikur oder Seneca nach Lehrsätzen sucht, verpasst den eigentlichen Punkt. Ihre Texte sollten nicht in erster Linie verstanden, sondern eingeübt werden.&#xA;&#xA;Das Leiden wohnt in der Bewertung, nicht im Ereignis&#xA;&#xA;Hadot spricht in diesem Zusammenhang von „spirituellen Übungen“ (exercices spirituels). Gemeint sind damit keine religiösen Praktiken, sondern Denk- und Wahrnehmungsübungen: lesen, schreiben, sich erinnern, Dinge anders benennen, Situationen gedanklich vorwegnehmen. All diese Tätigkeiten verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie sollen unsere Art verändern, die Welt zu sehen – und damit auch unsere Reaktionen auf sie.&#xA;&#xA;Die Diagnose dahinter ist schlicht. Viele unserer belastenden Emotionen entstehen nicht aus den Dingen selbst, sondern aus den Bewertungen, die wir ihnen zuschreiben. Eine kritische Bemerkung wird zur Kränkung. Ein verpasster Termin zum Beweis eigener Unzulänglichkeit. Die Gehaltserhöhung des Kollegen zum Zeichen des eigenen Stillstands. Für die Stoiker – und Seneca ist hier besonders deutlich – war klar: Wer so reagiert, leidet nicht primär an äusseren Umständen, sondern an bestimmten Überzeugungen darüber, was im Leben zählt. Das heisst nicht, dass äussere Güter bedeutungslos wären. Aber wer Anerkennung oder Komfort zur Voraussetzung eines gelungenen Lebens erklärt, wird zwangsläufig verletzlicher. Nicht weil diese Dinge schlecht wären, sondern weil sie sich unserer Kontrolle entziehen.&#xA;&#xA;Zwei Lehrer, zwei Zugänge – ein gemeinsames Ziel&#xA;&#xA;Seneca und #Epikur verfolgen dabei unterschiedliche Wege, die sich produktiv ergänzen. Seneca ist der praktische Pädagoge: Er empfiehlt, sich regelmässig Phasen freiwilliger Einfachheit auszusetzen – einige Tage mit schlichter Kleidung, einfacher Nahrung, reduziertem Komfort. Nicht als Selbstkasteiung, sondern als Training. Wie fühlt es sich an, ohne diese Annehmlichkeiten zu leben? Was geschieht mit meiner Angst vor ihrem Verlust? Wer die Erfahrung macht, dass vieles Vermeintlich-Unentbehrliches in Wahrheit verzichtbar ist, verliert einen Teil seiner Abhängigkeit davon. Senecas Briefe sind voll solcher Verdichtungen. Sie sollen nicht nur überzeugen, sondern verfügbar sein, gewissermassen als gedankliche Werkzeuge für schwierige Situationen.&#xA;&#xA;Epikur denkt stärker als Theoretiker des Begehrens. Er unterscheidet zwischen natürlichen und leeren Begierden: Hunger zu stillen ist notwendig, der Wunsch nach einem aufwendig zubereiteten Gericht gehört bereits in eine andere Kategorie. Je stärker wir unsere Zufriedenheit an solche Zusatzbedingungen knüpfen, desto fragiler wird sie. Die Übung besteht darin, diese Unterscheidung im Alltag einzuüben – nicht als Entsagung, sondern als Schärfung: Was brauche ich wirklich, und was halte ich nur für nötig, weil ich es gewohnt bin?&#xA;&#xA;Was beide verbindet: Sie verschieben den Bezugspunkt, von dem aus wir Ereignisse beurteilen. Eine Absage bleibt unangenehm, doch sie verliert ihren Charakter als persönlicher Makel. Ein Verlust bleibt ärgerlich, ohne gleich als Katastrophe zu erscheinen.&#xA;&#xA;Wo diese Philosophie an ihre Grenzen stösst&#xA;&#xA;An diesem Punkt ist Ehrlichkeit angebracht. Denn der Einwand, der sich aufdrängt, ist nicht trivial: Wer innere Haltung trainiert, trainiert vielleicht vor allem Anpassung. Wer lernt, Kritik gelassener zu nehmen, macht sich unter Umständen gefügiger gegenüber Verhältnissen, die Kritik verdienen würden. Wer mit weniger zufrieden ist, kämpft vielleicht weniger für mehr. Die stoische Übung kann – in bestimmten Kontexten – zur Zumutung werden: Halt still, und nenn es Weisheit.&#xA;&#xA;Hadot weicht diesem Einwand nicht aus, aber er verschiebt ihn. Die Übungen betreffen das, was sich unserer direkten Kontrolle entzieht – nicht die Verhältnisse selbst, sondern unsere Reaktion auf sie. Sie ersetzen keine Therapie, keine strukturellen Reformen, keine politischen Kämpfe. Wer unter einem ungerechten Arbeitsverhältnis leidet, braucht keine Atemübung, sondern veränderte Verhältnisse. Aber: Nicht jede Situation lässt sich ändern. Und selbst dort, wo Veränderung möglich wäre, hilft es, nicht von jedem Gegenwind aus der Bahn geworfen zu werden. Beides hat seinen Platz – das Einwirken auf die Welt und das Einüben der eigenen Haltung ihr gegenüber.&#xA;&#xA;Einsicht allein genügt nicht&#xA;&#xA;Vielleicht erklärt das auch, weshalb Einsicht so selten ausreicht. Wir wissen, was uns guttut – und tun es nicht. Wir wissen, wie wir gelassener reagieren könnten – und ärgern uns dennoch. Der Sonntagabend wird am Bildschirm vergeudet, obwohl wir uns etwas anderes vorgenommen hatten.&#xA;&#xA;Der Unterschied zwischen Wissen und Können liegt nicht in besseren Argumenten, sondern in Wiederholung, in Praxis, im Einüben unter Bedingungen, die einem etwas abverlangen. Für Hadot war Philosophie deshalb weniger ein System von Aussagen als eine tägliche Praxis. Ein Training der Aufmerksamkeit, der Bewertung, der Erwartung. Die Frage, die bleibt, ist simpel: Wenn wir wissen, dass Einsicht nicht genügt – warum üben wir dann nicht?&#xA;&#xA;---&#xA;💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/epicmind.ch/pierre-hadot-philosophie-als-uebung&#34;Discuss.../a&#xA;&#xA;---&#xA;Literatur&#xA;Pierre Hadot (2002): Philosophie als Lebensform. Antike und moderne Exerzitien der Weisheit. Frankfurt: Fischer.&#xA;&#xA;Bildquelle&#xA;Pieter Claesz (1596/1597–1661): Vanitasstillleben mit Selbstporträt, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg , Public Domain.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;#Selbstbetrachtungen | #Philosophie&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ea/Pieter_Claesz._-_Still_Life_with_a_Self-portrait.jpg/960px-Pieter_Claesz._-_Still_Life_with_a_Self-portrait.jpg" alt="Pieter Claesz: Vanitasstillleben mit Selbstporträt"/></p>

<p>Wir wissen meistens ziemlich genau, was uns guttäte. Weniger vergleichen. Mehr schlafen. Den Feierabend nicht mit E-Mails verbringen. Und dennoch handeln wir regelmässig gegen diese Einsichten – nicht aus Schwäche, sondern weil zwischen dem Verstehen und dem tatsächlichen Leben eine Lücke klafft, die sich mit noch mehr Wissen nicht schliessen lässt. Was also fehlt? Der französische Philosophiehistoriker Pierre Hadot hat darauf eine unerwartete Antwort gegeben: Übung. Nicht Theorien und Argumente, sondern Praxis, Wiederholung, Training. Eine Antwort, die die Antike schon kannte und die wir, so Hadot, weitgehend vergessen haben.</p>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Hadot">Pierre Hadot</a> (1922–2010) hat dieser Lücke sein Lebenswerk gewidmet. In <em>Philosophie als Lebensform</em> und seinen Studien zur antiken Praxis entwickelt er eine These, die einfach, aber auch unbequem ist: Die Philosophie der Antike war keine Theorie über das gute Leben, sondern eine Praxis, die darauf abzielte, dieses Leben tatsächlich zu führen. Wer bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur">Epikur</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seneca">Seneca</a> nach Lehrsätzen sucht, verpasst den eigentlichen Punkt. Ihre Texte sollten nicht in erster Linie verstanden, sondern eingeübt werden.</p>

<h2 id="das-leiden-wohnt-in-der-bewertung-nicht-im-ereignis" id="das-leiden-wohnt-in-der-bewertung-nicht-im-ereignis">Das Leiden wohnt in der Bewertung, nicht im Ereignis</h2>

<p>Hadot spricht in diesem Zusammenhang von „spirituellen Übungen“ (<em>exercices spirituels</em>). Gemeint sind damit keine religiösen Praktiken, sondern Denk- und Wahrnehmungsübungen: lesen, schreiben, sich erinnern, Dinge anders benennen, Situationen gedanklich vorwegnehmen. All diese Tätigkeiten verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie sollen unsere Art verändern, die Welt zu sehen – und damit auch unsere Reaktionen auf sie.</p>

<p>Die Diagnose dahinter ist schlicht. Viele unserer belastenden Emotionen entstehen nicht aus den Dingen selbst, sondern aus den Bewertungen, die wir ihnen zuschreiben. Eine kritische Bemerkung wird zur Kränkung. Ein verpasster Termin zum Beweis eigener Unzulänglichkeit. Die Gehaltserhöhung des Kollegen zum Zeichen des eigenen Stillstands. Für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa">die Stoiker</a> – und Seneca ist hier besonders deutlich – war klar: Wer so reagiert, leidet nicht primär an äusseren Umständen, sondern an bestimmten Überzeugungen darüber, was im Leben zählt. Das heisst nicht, dass äussere Güter bedeutungslos wären. Aber wer Anerkennung oder Komfort zur Voraussetzung eines gelungenen Lebens erklärt, wird zwangsläufig verletzlicher. Nicht weil diese Dinge schlecht wären, sondern weil sie sich unserer Kontrolle entziehen.</p>

<h2 id="zwei-lehrer-zwei-zugänge-ein-gemeinsames-ziel" id="zwei-lehrer-zwei-zugänge-ein-gemeinsames-ziel">Zwei Lehrer, zwei Zugänge – ein gemeinsames Ziel</h2>

<p>Seneca und <a href="https://epicmind.ch/tag:Epikur" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Epikur</span></a> verfolgen dabei unterschiedliche Wege, die sich produktiv ergänzen. <a href="./besser-lernen-mit-seneca">Seneca ist der praktische Pädagoge</a>: Er empfiehlt, sich regelmässig Phasen freiwilliger Einfachheit auszusetzen – einige Tage mit schlichter Kleidung, einfacher Nahrung, reduziertem Komfort. Nicht als Selbstkasteiung, sondern als Training. Wie fühlt es sich an, ohne diese Annehmlichkeiten zu leben? Was geschieht mit meiner Angst vor ihrem Verlust? Wer die Erfahrung macht, dass vieles Vermeintlich-Unentbehrliches in Wahrheit verzichtbar ist, verliert einen Teil seiner Abhängigkeit davon. Senecas Briefe sind voll solcher Verdichtungen. Sie sollen nicht nur überzeugen, sondern verfügbar sein, gewissermassen als gedankliche Werkzeuge für schwierige Situationen.</p>

<p><a href="./die-kyniker-und-das-gluck-im-gemusegarten">Epikur denkt stärker als Theoretiker des Begehrens.</a> Er unterscheidet zwischen natürlichen und leeren Begierden: Hunger zu stillen ist notwendig, der Wunsch nach einem aufwendig zubereiteten Gericht gehört bereits in eine andere Kategorie. Je stärker wir unsere Zufriedenheit an solche Zusatzbedingungen knüpfen, desto fragiler wird sie. Die Übung besteht darin, diese Unterscheidung im Alltag einzuüben – nicht als Entsagung, sondern als Schärfung: Was brauche ich wirklich, und was halte ich nur für nötig, weil ich es gewohnt bin?</p>

<p>Was beide verbindet: Sie verschieben den Bezugspunkt, von dem aus wir Ereignisse beurteilen. Eine Absage bleibt unangenehm, doch sie verliert ihren Charakter als persönlicher Makel. Ein Verlust bleibt ärgerlich, ohne gleich als Katastrophe zu erscheinen.</p>

<h2 id="wo-diese-philosophie-an-ihre-grenzen-stösst" id="wo-diese-philosophie-an-ihre-grenzen-stösst">Wo diese Philosophie an ihre Grenzen stösst</h2>

<p>An diesem Punkt ist Ehrlichkeit angebracht. Denn der Einwand, der sich aufdrängt, ist nicht trivial: Wer innere Haltung trainiert, trainiert vielleicht vor allem Anpassung. Wer lernt, Kritik gelassener zu nehmen, macht sich unter Umständen gefügiger gegenüber Verhältnissen, die Kritik verdienen würden. Wer mit weniger zufrieden ist, kämpft vielleicht weniger für mehr. Die stoische Übung kann – in bestimmten Kontexten – zur Zumutung werden: Halt still, und nenn es Weisheit.</p>

<p>Hadot weicht diesem Einwand nicht aus, aber er verschiebt ihn. Die Übungen betreffen das, was sich unserer direkten Kontrolle entzieht – nicht die Verhältnisse selbst, sondern unsere Reaktion auf sie. Sie ersetzen keine Therapie, keine strukturellen Reformen, keine politischen Kämpfe. Wer unter einem ungerechten Arbeitsverhältnis leidet, braucht keine Atemübung, sondern veränderte Verhältnisse. Aber: Nicht jede Situation lässt sich ändern. Und selbst dort, wo Veränderung möglich wäre, hilft es, nicht von jedem Gegenwind aus der Bahn geworfen zu werden. Beides hat seinen Platz – das Einwirken auf die Welt und das Einüben der eigenen Haltung ihr gegenüber.</p>

<h2 id="einsicht-allein-genügt-nicht" id="einsicht-allein-genügt-nicht">Einsicht allein genügt nicht</h2>

<p>Vielleicht erklärt das auch, weshalb Einsicht so selten ausreicht. Wir wissen, was uns guttut – und tun es nicht. <a href="./die-radikale-tugend-der-gelassenheit">Wir wissen, wie wir gelassener reagieren</a> könnten – und ärgern uns dennoch. Der Sonntagabend wird am Bildschirm vergeudet, obwohl wir uns etwas anderes vorgenommen hatten.</p>

<p>Der Unterschied zwischen Wissen und Können liegt nicht in besseren Argumenten, <a href="./ein-etwas-anderer-blick-auf-resilienz-philosophische-lebenspraxis">sondern in Wiederholung, in Praxis, im Einüben unter Bedingungen, die einem etwas abverlangen</a>. Für Hadot war Philosophie deshalb weniger ein System von Aussagen als eine tägliche Praxis. Ein Training der Aufmerksamkeit, der Bewertung, der Erwartung. Die Frage, die bleibt, ist simpel: Wenn wir wissen, dass Einsicht nicht genügt – warum üben wir dann nicht?</p>

<hr/>

<h4 id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts" id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts">💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)</h4>

<p><a href="https://remark.as/p/epicmind.ch/pierre-hadot-philosophie-als-uebung">Discuss...</a></p>

<hr/>

<p><strong>Literatur</strong>
Pierre Hadot (2002): <a href="https://openlibrary.org/works/OL2743936W/Philosophie_als_Lebensform._Antike_und_moderne_Exerzitien_der_Weisheit"><em>Philosophie als Lebensform. Antike und moderne Exerzitien der Weisheit.</em></a> Frankfurt: Fischer.</p>

<p><strong>Bildquelle</strong>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pieter_Claesz">Pieter Claesz</a> (1596/1597–1661): <em>Vanitasstillleben mit Selbstporträt</em>, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg , <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pieter_Claesz._-_Still_Life_with_a_Self-portrait.jpg">Public Domain</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Selbstbetrachtungen" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Selbstbetrachtungen</span></a> | <a href="https://epicmind.ch/tag:Philosophie" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Philosophie</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/pierre-hadot-philosophie-als-uebung</guid>
      <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 07:39:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 07: Wenn das Gehirn abschweift – und dabei lernt</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-07-wenn-das-gehirn-abschweift-und-dabei-lernt?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Nicht nur Tagträume sind produktiv, auch die Gedanken schweifen lassen (sog. Mind Wandering) kann beim Lernprozess hilfreich sein. Das Gehirn arbeitet einfach auf einer anderen Ebene weiter.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Gedanken schweifen lassen – das gilt gemeinhin als Zeichen von Unaufmerksamkeit oder geistiger Abwesenheit. Doch wer während alltäglicher Routinen innerlich abschaltet, lernt unter Umständen mehr, als er oder sie bemerkt. Neue Forschungsergebnisse zeigen: Das sogenannte „Mind Wandering“, also das ziellose Abschweifen der Gedanken, kann in bestimmten Situationen unbewusstes Lernen fördern – insbesondere dann, wenn die Aufgabe einfach und wenig fordernd ist.&#xA;&#xA;Eine Studie der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest, veröffentlicht im Journal of Neuroscience, untersuchte genau diesen Effekt. Die Teilnehmenden führten eine einfache Tastaturaufgabe aus, bei der sie auf Pfeile reagierten, die auf dem Bildschirm erschienen. Ohne es zu wissen, wurden sie dabei mit wiederkehrenden Mustern konfrontiert. Interessanterweise lernten jene Personen diese Muster schneller, die angaben, ihre Gedanken hätten während der Aufgabe abgeschweift. EEG-Messungen zeigten zudem, dass in diesen Phasen vermehrt langsame Hirnwellen auftraten – ähnlich wie im leichten Schlaf.&#xA;&#xA;Dieser Befund stellt gängige Annahmen infrage, wonach Abschweifen grundsätzlich leistungsmindernd sei. Stattdessen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass unser Gehirn im Zustand verminderter Aufmerksamkeit bestimmte Informationen unbewusst verarbeiten kann – möglicherweise gerade deshalb, weil es nicht bewusst abgelenkt wird. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass das Gehirn in solchen Momenten in eine Art Zwischenzustand übergeht, der es erlaubt, Muster in der Umgebung zu erkennen und abzuspeichern, ohne dass ein aktiver Lernwille nötig ist.&#xA;&#xA;Wer also beim nächsten Gedankenspaziergang über die Einkaufsliste, ferne Urlaube oder Alltagssorgen abschweift, muss sich nicht zwangsläufig gedankenlos fühlen. Im Gegenteil: Auch wenn wir meinen, „nicht bei der Sache“ zu sein, arbeitet unser Gehirn oft auf einer anderen Ebene weiter – unbemerkt, aber nicht folgenlos. Mind Wandering erscheint damit nicht als Defizit, sondern als Teil eines natürlichen, möglicherweise sogar produktiven kognitiven Rhythmus.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit“ – Erasmus von Rotterdam (1466/67/68–1536)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Eine Timebox für Social Media&#xA;&#xA;Ein kurzer Blick auf Social Media kann sich schnell zu 30 Minuten Ablenkung ausweiten. Plane feste Zeiten ein, um Social Media zu checken, und halte dich daran, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Morgenroutinen kritisch betrachtet&#xA;&#xA;Ein Trend, der dabei in den letzten Jahren besonders an Popularität gewonnen hat, ist die Etablierung einer sog. Morgenroutine. Doch was ist dran an dem Hype um Yoga vor dem Frühstück und Tagebuch schreiben vor dem ersten Kaffee?&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Nicht nur Tagträume sind produktiv, auch die Gedanken schweifen lassen (sog. Mind Wandering) kann beim Lernprozess hilfreich sein. Das Gehirn arbeitet einfach auf einer anderen Ebene weiter.</p>



<p>Gedanken schweifen lassen – das gilt gemeinhin als Zeichen von Unaufmerksamkeit oder geistiger Abwesenheit. Doch wer während alltäglicher Routinen innerlich abschaltet, lernt unter Umständen mehr, als er oder sie bemerkt. Neue Forschungsergebnisse zeigen: Das sogenannte <a href="https://www.scientificamerican.com/article/sometimes-mindlessness-is-better-than-mindfulness/">„Mind Wandering“</a>, also das ziellose Abschweifen der Gedanken, kann in bestimmten Situationen unbewusstes Lernen fördern – insbesondere dann, wenn die Aufgabe einfach und wenig fordernd ist.</p>

<p>Eine Studie der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest, <a href="https://www.jneurosci.org/content/early/2025/03/31/JNEUROSCI.1421-24.2025">veröffentlicht im <em>Journal of Neuroscience</em></a>, untersuchte genau diesen Effekt. Die Teilnehmenden führten eine einfache Tastaturaufgabe aus, bei der sie auf Pfeile reagierten, die auf dem Bildschirm erschienen. Ohne es zu wissen, wurden sie dabei mit wiederkehrenden Mustern konfrontiert. Interessanterweise lernten jene Personen diese Muster schneller, die angaben, ihre Gedanken hätten während der Aufgabe abgeschweift. EEG-Messungen zeigten zudem, dass in diesen Phasen vermehrt langsame Hirnwellen auftraten – ähnlich wie im leichten Schlaf.</p>

<p>Dieser <a href="https://www.scientificamerican.com/article/when-letting-your-mind-wander-helps-you-learn/">Befund stellt gängige Annahmen infrage</a>, wonach Abschweifen grundsätzlich leistungsmindernd sei. Stattdessen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass unser Gehirn im Zustand verminderter Aufmerksamkeit bestimmte Informationen unbewusst verarbeiten kann – möglicherweise gerade deshalb, weil es nicht bewusst abgelenkt wird. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass das Gehirn in solchen Momenten in eine Art Zwischenzustand übergeht, der es erlaubt, Muster in der Umgebung zu erkennen und abzuspeichern, ohne dass ein aktiver Lernwille nötig ist.</p>

<p>Wer also beim nächsten Gedankenspaziergang über die Einkaufsliste, ferne Urlaube oder Alltagssorgen abschweift, muss sich nicht zwangsläufig gedankenlos fühlen. Im Gegenteil: Auch wenn wir meinen, „nicht bei der Sache“ zu sein, arbeitet unser Gehirn oft auf einer anderen Ebene weiter – unbemerkt, aber nicht folgenlos. Mind Wandering erscheint damit nicht als Defizit, sondern als Teil eines natürlichen, möglicherweise sogar produktiven kognitiven Rhythmus.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit“</em></strong> – Erasmus von Rotterdam (1466/67/68–1536)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-eine-timebox-für-social-media" id="productivityporn-tipp-der-woche-eine-timebox-für-social-media">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Eine Timebox für Social Media</h2>

<p>Ein kurzer Blick auf Social Media kann sich schnell zu 30 Minuten Ablenkung ausweiten. Plane feste Zeiten ein, um Social Media zu checken, und halte dich daran, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-morgenroutinen-kritisch-betrachtet" id="aus-dem-archiv-morgenroutinen-kritisch-betrachtet">Aus dem Archiv: Morgenroutinen kritisch betrachtet</h2>

<p>Ein Trend, der dabei in den letzten Jahren besonders an Popularität gewonnen hat, ist die Etablierung einer sog. Morgenroutine. Doch was ist dran an dem Hype um Yoga vor dem Frühstück und Tagebuch schreiben vor dem ersten Kaffee?</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/der-morgen-machts-eine-kritische-betrachtung-von-morgenroutinen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-07-wenn-das-gehirn-abschweift-und-dabei-lernt</guid>
      <pubDate>Mon, 16 Feb 2026 07:30:51 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>