EpicMind

Weisheiten für das digitale Leben

Batoni: Die büßende Magdalena

Mit zwanzig lernte ich, um voranzukommen. Mit dreissig lernte ich, um beruflich relevant zu bleiben. Mit fünfzig stelle ich mir eine andere Frage: Hat Lernen vielleicht weniger mit Karriere zu tun als mit der Art, wie wir altern? Diese Frage drängte sich mir bei der Lektüre verschiedener Texte zur Altersforschung auf. Überraschend war dabei nicht die Erkenntnis, dass ältere Menschen noch lernen können. Das dürfte heute kaum jemanden erstaunen. Überraschend war vielmehr die Vermutung, dass der Zusammenhang möglicherweise umgekehrt verläuft: Vielleicht lernen wir nicht weiter, weil wir geistig fit geblieben sind. Vielleicht bleiben wir geistig fit, weil wir weiterlernen.

Weiterlesen...

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Langes Sitzen gilt heute als eigenständiger Risikofaktor für ernsthafte Gesundheitsprobleme – auch bei Menschen, die täglich Sport treiben.

Weiterlesen...

Mosaik: Platons Akademie

Im Jahr 1947 hielt Dorothy L. Sayers vor der Oxford University Society einen Vortrag, der unter dem Titel The Lost Tools of Learning in die Bildungsgeschichte eingegangen ist. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein gelehrtes Relikt: Die Autorin, bekannt vor allem als Schöpferin des Detektivs Lord Peter Wimsey, plädiert für eine Wiederbelebung des mittelalterlichen Triviums – jener Trias aus Grammatik, Dialektik und Rhetorik, die im Mittelalter die Grundlage jeder höheren Bildung bildete. Bildungskonservative Nostalgie, könnte man meinen, und zur Tagesordnung übergehen.

Weiterlesen...

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Gedankliches Abschweifen gilt oft als Zeichen mangelnder Konzentration, allerdings scheint Tagträumen beim Lernen hilfreich zu sein.

Weiterlesen...

Salvator Rosa: Pythagoras Emerging from the Underworld

Denn wo Gespenster Platz genommen, // Ist auch der Philosoph willkommen. // Damit man seiner Kunst und Gunst sich freue, // Erschafft er gleich ein Dutzend neue. – Johann Wolfgang von Goethe, Faust II, Vers 7843 ff. / Mephistopheles

Wer heute durch Buchhandlungen, Podcasts oder soziale Medien streift, begegnet der Antike beinahe überall. Marcus Aurelius zirkuliert als Kalenderweisheit auf Instagram, Seneca taucht in Unternehmer-Newslettern auf, und stoische Gelassenheit gilt im Tech-Milieu inzwischen fast als obligatorische mentale Grundausstattung. Besonders Autoren wie Ryan Holiday haben aus der antiken Philosophie eine global vermarktbare Orientierungstechnik gemacht: Philosophie als Instrument zur Selbstdisziplinierung in einer beschleunigten Welt.

Weiterlesen...

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Lange galt: Wer überzeugen will, muss gut zuhören.

Weiterlesen...

Morland:  Woman Reading by a Paper-Bell Shade

Wer schon einmal versucht hat, eine längere Liste, Fachbegriffe oder eine Präsentation auswendig zu lernen, kennt das Problem: Einzelne Informationen verschwinden schnell wieder aus dem Gedächtnis. Besonders schwierig wird es, wenn die Inhalte wenig miteinander zu tun haben. Genau hier setzt die sogenannte Loci-Methode an – eine jahrtausendealte Lerntechnik, die bis heute verwendet wird.

Weiterlesen...

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Pausen machen uns nicht nur kreativer, sie helfen uns auch, bessere Entscheidungen zu treffen. Lasst uns also ab und zu innehalten!

Weiterlesen...

Atelier/Werkstatt von Gerrit van Honthorst: Der Tod Senecas

Wenn ich heute Menschen zuhöre – im Zug, im Büro, beim Abendessen oder auch einfach online –, dann höre ich erstaunlich oft dieselben Untertöne: Erschöpfung, Gereiztheit, Vergleichsdruck, diffuse Unruhe. Viele leben in materiellem Wohlstand und wirken gleichzeitig innerlich erschöpft. Man optimiert Schlaf, Ernährung, Produktivität und Freizeitgestaltung, und dennoch bleibt häufig das Gefühl zurück, dass irgendetwas nicht stimmt. Und doch: Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten, unser Leben angenehm zu gestalten, und gleichzeitig so grosse Mühe, Ruhe zu finden.

Weiterlesen...

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Viele Menschen möchten fitter, konzentrierter oder achtsamer werden – und setzen dabei auf neue Habits. Doch laut einer Langzeitstudie in PLOS One (2020) gelingt dies nur etwa der Hälfte. Was können wir also tun, um Habits doch erfolgreich zu verankern?

Weiterlesen...

Enter your email to subscribe to updates.