EpicMonday 18: Zeitmanagement in Ausbildung & Studium: 5 konkrete Habits für mehr Fokus, Struktur und Gelassenheit

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Wer studiert, eine Lehre macht oder sich beruflich weiterbildet – der Alltag in einer Ausbildung ist oft geprägt von hohem Anspruch und begrenzter Zeit. Lernstoff bewältigen, Abgabefristen einhalten, nebenbei vielleicht noch arbeiten oder soziale Kontakte pflegen: Wer sich hier nicht verzetteln will, braucht praxistaugliche Strategien.

Die folgenden fünf Habits unterstützen Dich dabei, konzentrierter zu arbeiten, bessere Prioritäten zu setzen und trotzdem Zeit für Dich selbst zu behalten.

1. Zeitfresser reduzieren – vor allem das Smartphone Unzählige Nachrichten, Reels und Updates – das Handy ist einer der grössten Konzentrationskiller. Wer lernen oder arbeiten will, sollte Push-Benachrichtigungen deaktivieren, das Smartphone ausser Sichtweite legen oder mit App-Sperren arbeiten. Ein bewährter Habit: das Handy bewusst ausser Reichweite bringen, z. B. in einen anderen Raum, einen Spind oder eine Tasche.

2. Besser arbeiten mit Deep Work und der Pomodoro-Technik Statt Multitasking: 25 Minuten volle Konzentration, 5 Minuten Pause – das ist das Prinzip der Pomodoro-Technik. Wer diese Methode mit Deep Work kombiniert (fokussiertes Arbeiten ohne Ablenkung), lernt effizienter und schafft mehr in kürzerer Zeit. Unterstützen können Tools wie Anki, Study Smarter oder KI-Chatbots, die z. B. Karteikarten oder Zusammenfassungen automatisiert erstellen.

3. Aufgaben sinnvoll priorisieren mit der Eisenhower-Matrix Nicht alles, was dringend ist, ist auch wichtig. Die Eisenhower-Matrix hilft Dir, Aufgaben danach zu sortieren, was wirklich zählt. Wichtig und unangenehm? Dann gleich zu Beginn des Tages erledigen – das ist die „Eat that Frog“-Strategie. Gerade am Morgen ist die Konzentration am höchsten. Wer mit dem Schwierigsten beginnt, startet mit einem Motivationsschub in den Tag.

4. Realistisch planen und feste Strukturen schaffen Lernpläne vom Abgabetermin rückwärts erstellen, feste Zeitfenster für Lernen, Alltag und Freizeit definieren – so entsteht eine klare Wochenstruktur. Haushaltskram und Besorgungen solltest Du bündeln, damit sie weniger Raum einnehmen. Und: Nach dem Pareto-Prinzip reichen oft 20 % des Aufwands für 80 % des Ergebnisses – perfektionistisches Arbeiten lohnt sich nicht immer.

5. Eigenverantwortung stärken – aber mit gesunder Begrenzung Ob Klausuren, schriftliche Arbeiten oder Prüfungen: Mehr als sechs Stunden konzentriertes Lernen am Tag sind selten sinnvoll. Besser ist es, Lernstoff über mehrere Tage oder Wochen zu verteilen – so bleibt mehr hängen, und Du schonst Deine Energie. Wer häufig Nachtschichten einlegt, braucht keinen Stolz, sondern einen besseren Plan.

Diese fünf Habits helfen Dir, Deine Zeit gezielter zu nutzen, produktiver zu arbeiten und gleichzeitig Raum für Erholung und persönliche Interessen zu behalten. Denn nachhaltiger Lernerfolg entsteht nicht durch ständigen Druck – sondern durch klare Prioritäten, kluge Planung und regelmässige Pausen.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Demokratie ist nicht, wenn Menschen Dinge wählen, die man selbst gut und richtig findet!“ – Juli Zeh (*1974)

ProductivityPorn-Tipp der Woche: Rituale schaffen

Etabliere feste Routinen, um Deinen Tag strukturierter zu gestalten. Ein klarer Start in den Tag mit festen Abläufen hilft Dir, produktiver zu arbeiten.

Aus dem Archiv: Die Einzigartigkeitsfalle: Warum wir uns für besonders halten – und darum schlechtere Entscheidungen treffen

Ich kenne das Gefühl nur zu gut: Ein neues Projekt, eine knifflige Herausforderung, eine wichtige Entscheidung – und sofort denke ich, dass meine Situation einzigartig ist. Keine Erfahrungswerte, keine Vergleiche, keine Vorbilder. Doch genau dieses Denken kann zu gravierenden Fehlentscheidungen führen. Im aktuellen Harvard Business Review findet sich ein aufschlussreicher Artikel (Paywall) zum Uniqueness Bias, einer kognitiven Verzerrung, die uns glauben lässt, dass unsere Probleme oder Projekte einmalig sind. Die Autoren zeigen: Wer sich für einzigartig hält, trifft oft schlechtere Entscheidungen, unterschätzt Risiken und ignoriert wertvolle Erfahrungen anderer.

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.