<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>EpicMind</title>
    <link>https://epicmind.ch/</link>
    <description>Weisheiten für das digitale Leben</description>
    <pubDate>Mon, 18 May 2026 08:34:52 +0000</pubDate>
    <image>
      <url>https://i.snap.as/MW67raf5.png</url>
      <title>EpicMind</title>
      <link>https://epicmind.ch/</link>
    </image>
    <item>
      <title>EpicMonday 20: Warum gezielte Pausen produktiver machen als ständiges Machen</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-20-warum-gezielte-pausen-produktiver-machen-als-staendiges-machen?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Pausen machen uns nicht nur kreativer, sie helfen uns auch, bessere Entscheidungen zu treffen. Lasst uns also ab und zu innehalten!&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Unsere Arbeitswelt, die Tempo und Dauerleistung glorifiziert, wird Pausieren oft als Schwäche missverstanden. Doch laut der Innovationsberaterin Natalie Nixon liegt genau darin eine bislang unterschätzte Stärke: Strategisches Innehalten fördert nicht nur Klarheit und Kreativität, sondern steigert nachweislich auch die Qualität von Entscheidungen und Prozessen. Der Vergleich mit der Formel 1 bringt es auf den Punkt: Wer nicht gezielt bremst, riskiert, in der Kurve die Kontrolle zu verlieren.  &#xA;&#xA;Eine bewusst eingesetzte Pause ermöglicht vier zentrale Effekte: Sie schafft Perspektivwechsel, fördert die Vernetzung von Gedanken im Gehirn, sorgt für Ausrichtung auf die eigenen Werte und verhindert vorschnelle Fehlentscheidungen. Nixon empfiehlt konkrete Formate: eine 2-Minuten-Reflexion vor wichtigen Entscheidungen, eine 10-minütige Tagesrückschau und ein wöchentlicher 30-Minuten-Block für strategisches Denken. Diese einfachen Habits fördern langfristig nicht nur die Produktivität, sondern auch die emotionale Widerstandskraft.  &#xA;&#xA;Führungskräfte, die Pausen bewusst in ihren Alltag integrieren, berichten von besserer Kommunikation, weniger Korrekturschleifen und klarerer Zielorientierung. Der Schlüssel liegt im Perspektivwechsel: Nicht die ständige Aktivität bringt Spitzenleistung, sondern die Fähigkeit, zur richtigen Zeit innezuhalten. Wer sich regelmässig vom Alltag zurückzieht, schafft Raum für das, was wirklich zählt – und handelt danach gezielter, klarer und erfolgreicher.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Ideologen sind Leute, die glauben, dass die Menschheit besser sei als der Mensch.“ – Dwight D. Eisenhower (1890–1969)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Digital detox (Geräte bewusst nutzen)&#xA;&#xA;Es ist zu einfach, sich von Mails, Social Media oder Nachrichten ablenken zu lassen. Plane feste Zeiten, in denen du bewusst offline gehst, um dich voll auf deine Arbeit oder deine Erholung zu konzentrieren.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Micro-Habits – Kleine Gewohnheiten mit grosser Wirkung?&#xA;&#xA;Micro-Habits gelten als einfache, aber wirkungsvolle Strategien, um das Wohlbefinden im Alltag zu verbessern. Es sind minimalistische Gewohnheiten, die so klein sind, dass sie kaum Überwindung kosten, aber langfristig dennoch Veränderungen bewirken sollen. In den letzten Jahren hat sich dieser Ansatz in der Produktivitäts- und Selbstoptimierungsszene etabliert. Die Idee: Wer sich jeden Tag nur wenige Minuten einer positiven Handlung widmet, entwickelt nachhaltige Routinen, die Körper und Geist guttun. Doch wie wirksam sind diese kleinen Habits wirklich? Während einige von ihnen gut durch wissenschaftliche Studien gestützt werden, fehlt für andere der eindeutige Beleg.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Pausen machen uns nicht nur kreativer, sie helfen uns auch, bessere Entscheidungen zu treffen. Lasst uns also ab und zu innehalten!</p>



<p>Unsere Arbeitswelt, die Tempo und Dauerleistung glorifiziert, wird Pausieren oft als Schwäche missverstanden. Doch <a href="https://www.inc.com/natalie-nixon/why-taking-a-strategic-pause-is-the-secret-to-peak-productivity/91163138">laut der Innovationsberaterin Natalie Nixon</a> liegt genau darin eine bislang unterschätzte Stärke: <strong>Strategisches Innehalten</strong> fördert nicht nur Klarheit und Kreativität, sondern steigert nachweislich auch die Qualität von Entscheidungen und Prozessen. Der Vergleich mit der Formel 1 bringt es auf den Punkt: Wer nicht gezielt bremst, riskiert, in der Kurve die Kontrolle zu verlieren.</p>

<p>Eine bewusst eingesetzte Pause ermöglicht vier zentrale Effekte: Sie schafft <strong>Perspektivwechsel</strong>, fördert die <strong>Vernetzung von Gedanken im Gehirn</strong>, sorgt für <strong>Ausrichtung auf die eigenen Werte</strong> und verhindert <strong>vorschnelle Fehlentscheidungen</strong>. Nixon empfiehlt konkrete Formate: eine <strong>2-Minuten-Reflexion vor wichtigen Entscheidungen</strong>, eine <strong>10-minütige Tagesrückschau</strong> und ein wöchentlicher <strong>30-Minuten-Block für strategisches Denken</strong>. Diese einfachen Habits fördern langfristig nicht nur die Produktivität, sondern auch die emotionale Widerstandskraft.</p>

<p>Führungskräfte, die Pausen bewusst in ihren Alltag integrieren, berichten von besserer Kommunikation, weniger Korrekturschleifen und klarerer Zielorientierung. Der Schlüssel liegt im Perspektivwechsel: Nicht die ständige Aktivität bringt Spitzenleistung, sondern die Fähigkeit, zur richtigen Zeit innezuhalten. Wer sich regelmässig vom Alltag zurückzieht, schafft Raum für das, was wirklich zählt – und handelt danach gezielter, klarer und erfolgreicher.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Ideologen sind Leute, die glauben, dass die Menschheit besser sei als der Mensch.“</em></strong> – Dwight D. Eisenhower (1890–1969)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-digital-detox-geräte-bewusst-nutzen" id="productivityporn-tipp-der-woche-digital-detox-geräte-bewusst-nutzen">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Digital detox (Geräte bewusst nutzen)</h2>

<p>Es ist zu einfach, sich von Mails, Social Media oder Nachrichten ablenken zu lassen. Plane feste Zeiten, in denen du bewusst offline gehst, um dich voll auf deine Arbeit oder deine Erholung zu konzentrieren.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-micro-habits-kleine-gewohnheiten-mit-grosser-wirkung" id="aus-dem-archiv-micro-habits-kleine-gewohnheiten-mit-grosser-wirkung">Aus dem Archiv: Micro-Habits – Kleine Gewohnheiten mit grosser Wirkung?</h2>

<p>Micro-Habits gelten als einfache, aber wirkungsvolle Strategien, um das Wohlbefinden im Alltag zu verbessern. Es sind minimalistische Gewohnheiten, die so klein sind, dass sie kaum Überwindung kosten, aber langfristig dennoch Veränderungen bewirken sollen. In den letzten Jahren hat sich dieser Ansatz in der Produktivitäts- und Selbstoptimierungsszene etabliert. Die Idee: Wer sich jeden Tag nur wenige Minuten einer positiven Handlung widmet, entwickelt nachhaltige Routinen, die Körper und Geist guttun. Doch wie wirksam sind diese kleinen Habits wirklich? Während einige von ihnen gut durch wissenschaftliche Studien gestützt werden, fehlt für andere der eindeutige Beleg.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/micro-habits-kleine-gewohnheiten-mit-grosser-wirkung">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-20-warum-gezielte-pausen-produktiver-machen-als-staendiges-machen</guid>
      <pubDate>Mon, 18 May 2026 06:30:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Besser leben mit Seneca</title>
      <link>https://epicmind.ch/besser-leben-mit-seneca?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Atelier/Werkstatt von Gerrit van Honthorst: Der Tod Senecas&#xA;&#xA;Wenn ich heute Menschen zuhöre – im Zug, im Büro, beim Abendessen oder auch einfach online –, dann höre ich erstaunlich oft dieselben Untertöne: Erschöpfung, Gereiztheit, Vergleichsdruck, diffuse Unruhe. Viele leben in materiellem Wohlstand und wirken gleichzeitig innerlich erschöpft. Man optimiert Schlaf, Ernährung, Produktivität und Freizeitgestaltung, und dennoch bleibt häufig das Gefühl zurück, dass irgendetwas nicht stimmt. Und doch: Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten, unser Leben angenehm zu gestalten, und gleichzeitig so grosse Mühe, Ruhe zu finden.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;In solchen Momenten lohnt sich manchmal der Blick weit zurück. Manche Probleme sind nämlich erstaunlich konstant geblieben. Der römische Philosoph Seneca schrieb vor fast zweitausend Jahren an seinen Bruder Gallio über Zorn, Ehrgeiz, Angst, Reichtum, öffentliche Meinung und die Schwierigkeit, ein gutes Leben zu führen (De vita beata, eigentlich ad Gallionem de vita beata, deutsch „An Gallio über das glückliche Leben“). Seine Welt war brutaler als unsere, politisch noch instabiler und von existenziellen Risiken geprägt. Trotzdem wirken viele seiner Gedanken heute fast irritierend aktuell. Vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht auf Komfort abzielen, sondern auf innere Stabilität.&#xA;&#xA;1. Lerne, Dich nicht von Deinen Gefühlen regieren zu lassen&#xA;&#xA;Seneca fordert keine Gefühllosigkeit. Er verlangt nicht, dass man kalt oder unberührt wird. Ihm geht es vielmehr um das, was die Stoa „Apatheia“ nennt – nicht Gleichgültigkeit, sondern Freiheit gegenüber den eigenen emotionalen Ausschlägen. Wer ständig zwischen Euphorie und Verzweiflung schwankt, wird zum Spielball der Umstände.&#xA;&#xA;Er formuliert das überraschend klar: „… da Alles verbannt ist, was uns entweder reizt oder schreckt.“ III (4.)&#xA;&#xA;Und an anderer Stelle schreibt er von einer „… sicher gestellten Ruhe und Erhabenheit der Seele …“ V (1.)&#xA;&#xA;Ich finde bemerkenswert, wie modern das klingt. Unsere Gegenwart lebt geradezu von emotionaler Übersteuerung. Empörung erzeugt Reichweite, Angst bindet Aufmerksamkeit und digitale Plattformen belohnen starke Reaktionen. Wer permanent online ist, lebt oft in einem künstlich erhöhten Erregungszustand. Man reagiert auf jede Nachricht, jede Krise, jede Provokation. Ruhe wirkt beinahe verdächtig.&#xA;&#xA;Seneca würde darin vermutlich keine Freiheit sehen, sondern Abhängigkeit. Nicht die Welt regiert dann unser Leben, sondern unsere Reaktionen auf sie. Gerade deshalb erscheint mir seine Forderung nach innerem Gleichgewicht heute weniger wie antike Weisheit und mehr wie eine Form geistiger Selbstverteidigung.&#xA;&#xA;2. Besitze Dinge, aber lasse Dich nicht von ihnen besitzen&#xA;&#xA;Kaum etwas widerspricht der Gegenwart so sehr wie Senecas Verhältnis zum Reichtum. Er verteufelt Besitz nicht grundsätzlich. Er war selbst wohlhabend und politisch einflussreich. Gerade deshalb ist seine Position interessant. Das Problem ist für ihn nicht der Besitz, sondern die seelische Bindung daran.&#xA;&#xA;Er schreibt: „Ich will Reichthümer, sowohl vorhandene, als mir abgehende, auf gleiche Weise verachten …“ XX (2.)&#xA;&#xA;Und weiter: „… er erklärt, man müsse jene Dinge verachten, nicht damit man sie nicht besitze, sondern damit man sie nicht mit Angst besitze …“ XXI (3.)&#xA;&#xA;Das trifft einen empfindlichen Punkt moderner Gesellschaften. Heute wird Konsum oft nicht mehr nur als Luxus verstanden, sondern als Ausdruck der eigenen Identität. Wohnungen, Kleidung, Reisen oder technische Geräte dienen nicht selten dazu, sich selbst darzustellen. Wer bin ich? Die Antwort lautet immer häufiger: Schau an, was ich besitze.&#xA;&#xA;Das Problem beginnt dort, wo Besitz psychologisch notwendig wird. Dann erzeugt Wohlstand nicht Ruhe, sondern Verlustangst. Man hat plötzlich nicht mehr Dinge, sondern die Dinge haben einen selbst. Seneca würde vermutlich sagen: Wer seinen inneren Wert vom Äusseren abhängig macht, lebt ständig auf unsicherem Boden.&#xA;&#xA;Interessanterweise klingt das keineswegs asketisch. Es ist vielmehr ein Plädoyer für innere Unabhängigkeit. Reichtum darf angenehm sein. Er darf das Leben erleichtern. Er darf aber nicht darüber entscheiden, ob ein Mensch sich selbst achtet.&#xA;&#xA;3. Ein gutes Leben entsteht nicht nur für Dich allein&#xA;&#xA;Einer der schönsten Gedanken Senecas ist vielleicht auch einer der unbequemsten. Der Mensch, so schreibt er, lebt nicht nur für sich selbst. Sinn entsteht erst in Beziehung zu anderen.&#xA;&#xA;„Ich will so leben, als wüßte ich, ich sei für Andere geboren …“ XX (2.)&#xA;&#xA;Und weiter: „Mich, den Einzelnen, hat sie Allen, mir, dem Einzelnen, Alle geschenkt.“ XX (3.)&#xA;&#xA;Das steht quer zu einer Kultur, die Selbstverwirklichung oft fast ausschliesslich individuell denkt. Natürlich ist persönliche Freiheit wichtig. Doch viele Menschen erleben irgendwann, dass reine Selbstoptimierung seltsam leer werden kann. Karriere, Status oder Erlebnisjagd ersetzen keine Verbundenheit.&#xA;&#xA;Ich habe manchmal den Eindruck, dass unsere Gesellschaft das Gemeinschaftliche verlernt hat. Man spricht viel über Selbstschutz, #Selbstmanagement und Selbstvermarktung – aber erstaunlich wenig darüber, wem man eigentlich nützt. Genau dort setzt Seneca an. Ein sinnvolles Leben entsteht nicht allein aus persönlichem Genuss, sondern aus Beziehung, Verantwortung und Grosszügigkeit.&#xA;&#xA;Das klingt zunächst moralisch. Tatsächlich ist es aber auch psychologisch plausibel. Menschen brauchen das Gefühl, Teil von etwas Grösserem zu sein als ihrer eigenen Biografie.&#xA;&#xA;4. Masshalten ist keine Schwäche, sondern eine Kunst&#xA;&#xA;Die Antike kannte noch keine sozialen Medien, keine Streamingplattformen und keine digitale Dauerablenkung. Dennoch verstand Seneca bereits etwas Grundsätzliches über den Menschen: Grenzenlosigkeit macht selten glücklich.&#xA;&#xA;„Alles, was ich besitze, will ich weder auf schmutzige Weise hüten, noch verschwenderisch verstreuen …“ XX (3.)&#xA;&#xA;Und über den Genuss schreibt er knapp: „… die Mäßigung darin erfreut.“ X (3.)&#xA;&#xA;Beinahe banal. Natürlich soll man Mass halten. Doch genau das scheint modernen Gesellschaften immer schwerer zu fallen. Unsere Welt ist auf Maximierung angelegt: mehr Leistung, mehr Sichtbarkeit, mehr Konsum, mehr Unterhaltung, mehr Effizienz. Selbst Erholung wird optimiert.&#xA;&#xA;Dabei entsteht oft ein paradoxes Ergebnis. Menschen haben unendlich viele Möglichkeiten und verlieren gerade dadurch ihre innere Ruhe. Senecas Idee der Mässigung ist deshalb nicht kleinbürgerliche Bescheidenheit, sondern eine Form bewusster Selbstbegrenzung. Nicht alles, was möglich ist, muss ausgeschöpft werden. Vielleicht liegt darin sogar eine unterschätzte Form von Freiheit.&#xA;&#xA;5. Lebe nach Deinem Gewissen, nicht nach der Menge&#xA;&#xA;Kaum eine Passage wirkt aktueller als Senecas Warnung vor der Macht der öffentlichen Meinung.&#xA;&#xA;„Nichts will ich der Meinung, Alles meiner Ueberzeugung wegen thun …“ XX (3.)&#xA;&#xA;Und schon ganz am Anfang des Werkes schreibt er: „… daß wir nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben …“ I (3.)&#xA;&#xA;Man könnte meinen, dieser Satz sei für das Zeitalter sozialer Medien geschrieben worden. Noch nie war es so einfach, sich permanent mit anderen zu vergleichen. Zustimmung wird sichtbar gemacht, Meinungen werden öffentlich bewertet und soziale Anerkennung lässt sich in Zahlen messen.&#xA;&#xA;Das verändert Menschen. Viele beginnen irgendwann unbewusst, nicht mehr nach Überzeugung zu handeln, sondern nach Resonanz. Was wirkt gut? Was wird geliked? Was bringt Zustimmung? Seneca sieht darin eine Gefahr für die innere Freiheit. Wer sich ständig am Urteil der Menge orientiert, verliert irgendwann den Zugang zum eigenen Urteil.&#xA;&#xA;Bemerkenswert ist dabei, dass Seneca selbst kein weltfremder Einsiedler war. Er bewegte sich im Machtzentrum des römischen Reiches, war reich, politisch einflussreich und zugleich ständig bedroht. Gerade deshalb wirken seine Gedanken glaubwürdig. Er schrieb nicht aus sicherer Distanz über die Versuchungen von Ruhm und Macht, sondern mitten aus ihnen heraus.&#xA;&#xA;Warum Seneca heute wieder gelesen werden sollte&#xA;&#xA;Vielleicht erleben stoische Denker gerade deshalb eine Renaissance. Nicht weil Menschen plötzlich wieder ernsthaft antike Philosophie lesen würden, sondern weil moderne Gesellschaften permanent Bedürfnisse erzeugen und gleichzeitig kaum Orientierung bieten. Allerdings wird die Stoa heute oft missverstanden. Viele behandeln sie wie ein weiteres Werkzeug der Selbstoptimierung: effizienter arbeiten, härter werden, produktiver funktionieren, emotional unangreifbar erscheinen. In sozialen Medien wirkt der Stoiker nicht selten wie ein asketischer Hochleistungsmensch mit Morgenroutine und perfekter Selbstkontrolle.&#xA;&#xA;Damit verfehlt man Seneca allerdings ziemlich gründlich. Die Stoa ist keine Technik zur Leistungssteigerung und auch keine emotionslose Business-Philosophie für Menschen mit Kalender-App und Koffeinproblem. Seneca interessiert sich nicht dafür, wie Du mehr erreichst, sondern wie Du innerlich freier wirst. Er verspricht kein perfektes Leben, keine dauernde Zufriedenheit und schon gar keine Wellness-Philosophie. Seine Texte handeln vielmehr davon, wie man trotz Unsicherheit, Verlust, Druck und menschlicher Schwäche Haltung bewahren kann.&#xA;&#xA;Seine Gedanken sind nämlich unbequem. Sie verlangen Disziplin, Selbstbeobachtung und die Bereitschaft, sich nicht vollständig von Konsum, öffentlicher Meinung oder Emotionen treiben zu lassen. Gerade darin liegt ihre Aktualität.&#xA;&#xA;Interessanterweise war Seneca selbst keine makellose Figur und lebte keineswegs immer nach seinen eigenen Idealen. Doch vielleicht macht gerade das seine Texte menschlich. Er schrieb nicht als unfehlbarer Weiser, sondern als jemand, der dieselben Spannungen kannte wie wir: Ehrgeiz und Zweifel, Komfort und Gewissen, Macht und innere Unruhe.&#xA;&#xA;Die Ruhe, die wir verlernt haben&#xA;&#xA;Je älter ich werde, desto weniger überzeugen mich einfache Glücksversprechen. Viele moderne Ratgeber versprechen Optimierung, Effizienz oder mentale Kontrolle. Seneca interessiert sich für etwas anderes: Charakter. Für ihn entsteht ein gutes Leben nicht aus maximalem Genuss, sondern aus innerer Haltung.&#xA;&#xA;Das wirkt zunächst streng. Gleichzeitig liegt darin etwas Tröstliches. Denn äussere Umstände lassen sich nur begrenzt kontrollieren. Die eigene Haltung dagegen zumindest teilweise schon. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ein römischer Philosoph aus dem ersten Jahrhundert plötzlich wieder relevant erscheint. Nicht weil er einfache Lösungen bietet, sondern weil er uns daran erinnert, dass ein ruhiger Geist wahrscheinlich wertvoller ist als ein perfekt kuratiertes Leben.&#xA;&#xA;---&#xA;💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/epicmind.ch/besser-leben-mit-seneca&#34;Discuss.../a&#xA;&#xA;---&#xA;Bildquelle&#xA;Atelier/Werkstatt von Gerrit van Honthorst (1592–1656): Der Tod Senecas, Centraal Museum, Utrecht, Public Domain.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;#Philosophie | #ProductivityPorn&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/12/The_Death_of_Seneca_from_the_workshop_of_Gerard_van_Honthorst_Centraal_Museum_4498.jpg/1280px-The_Death_of_Seneca_from_the_workshop_of_Gerard_van_Honthorst_Centraal_Museum_4498.jpg" alt="Atelier/Werkstatt von Gerrit van Honthorst: Der Tod Senecas"/></p>

<p>Wenn ich heute Menschen zuhöre – im Zug, im Büro, beim Abendessen oder auch einfach online –, dann höre ich erstaunlich oft dieselben Untertöne: Erschöpfung, Gereiztheit, Vergleichsdruck, diffuse Unruhe. Viele leben in materiellem Wohlstand und wirken gleichzeitig innerlich erschöpft. Man optimiert Schlaf, Ernährung, Produktivität und Freizeitgestaltung, und dennoch bleibt häufig das Gefühl zurück, dass irgendetwas nicht stimmt. Und doch: Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten, unser Leben angenehm zu gestalten, und gleichzeitig so grosse Mühe, Ruhe zu finden.</p>



<p>In solchen Momenten lohnt sich manchmal der Blick weit zurück. Manche Probleme sind nämlich erstaunlich konstant geblieben. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seneca">römische Philosoph Seneca</a> schrieb vor fast zweitausend Jahren an seinen Bruder Gallio über Zorn, Ehrgeiz, Angst, Reichtum, öffentliche Meinung und die Schwierigkeit, ein gutes Leben zu führen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/De_vita_beata"><em>De vita beata</em></a>, eigentlich <em>ad Gallionem de vita beata</em>, deutsch <a href="http://www.zeno.org/Philosophie/M/Seneca,+Lucius+Annaeus/Vom+gl%C3%BCckseligen+Leben">„An Gallio über das glückliche Leben“</a>). Seine Welt war brutaler als unsere, politisch noch instabiler und von existenziellen Risiken geprägt. Trotzdem wirken viele seiner Gedanken heute fast irritierend aktuell. Vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht auf Komfort abzielen, sondern auf innere Stabilität.</p>

<h2 id="1-lerne-dich-nicht-von-deinen-gefühlen-regieren-zu-lassen" id="1-lerne-dich-nicht-von-deinen-gefühlen-regieren-zu-lassen">1. Lerne, Dich nicht von Deinen Gefühlen regieren zu lassen</h2>

<p>Seneca fordert keine Gefühllosigkeit. Er verlangt nicht, dass man kalt oder unberührt wird. Ihm geht es vielmehr um das, was die Stoa <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apatheia">„Apatheia“</a> nennt – nicht Gleichgültigkeit, sondern Freiheit gegenüber den eigenen emotionalen Ausschlägen. Wer ständig zwischen Euphorie und Verzweiflung schwankt, wird zum Spielball der Umstände.</p>

<p>Er formuliert das überraschend klar: <em>„… da Alles verbannt ist, was uns entweder reizt oder schreckt.“</em> III (4.)</p>

<p>Und an anderer Stelle schreibt er von einer <em>„… sicher gestellten Ruhe und Erhabenheit der Seele …“</em> V (1.)</p>

<p>Ich finde bemerkenswert, wie modern das klingt. Unsere Gegenwart lebt geradezu von emotionaler Übersteuerung. Empörung erzeugt Reichweite, Angst bindet Aufmerksamkeit und digitale Plattformen belohnen starke Reaktionen. Wer permanent online ist, lebt oft in einem künstlich erhöhten Erregungszustand. Man reagiert auf jede Nachricht, jede Krise, jede Provokation. Ruhe wirkt beinahe verdächtig.</p>

<p>Seneca würde darin vermutlich keine Freiheit sehen, sondern Abhängigkeit. Nicht die Welt regiert dann unser Leben, sondern unsere Reaktionen auf sie. Gerade deshalb erscheint mir seine Forderung nach innerem Gleichgewicht heute weniger wie antike Weisheit und mehr wie eine Form geistiger Selbstverteidigung.</p>

<h2 id="2-besitze-dinge-aber-lasse-dich-nicht-von-ihnen-besitzen" id="2-besitze-dinge-aber-lasse-dich-nicht-von-ihnen-besitzen">2. Besitze Dinge, aber lasse Dich nicht von ihnen besitzen</h2>

<p>Kaum etwas widerspricht der Gegenwart so sehr wie Senecas Verhältnis zum Reichtum. Er verteufelt Besitz nicht grundsätzlich. Er war selbst wohlhabend und politisch einflussreich. Gerade deshalb ist seine Position interessant. Das Problem ist für ihn nicht der Besitz, sondern die seelische Bindung daran.</p>

<p>Er schreibt: <em>„Ich will Reichthümer, sowohl vorhandene, als mir abgehende, auf gleiche Weise verachten …“</em> XX (2.)</p>

<p>Und weiter: <em>„… er erklärt, man müsse jene Dinge verachten, nicht damit man sie nicht besitze, sondern damit man sie nicht mit Angst besitze …“</em> XXI (3.)</p>

<p>Das trifft einen empfindlichen Punkt moderner Gesellschaften. Heute wird Konsum oft nicht mehr nur als Luxus verstanden, sondern als Ausdruck der eigenen Identität. Wohnungen, Kleidung, Reisen oder technische Geräte dienen nicht selten dazu, sich selbst darzustellen. Wer bin ich? Die Antwort lautet immer häufiger: Schau an, was ich besitze.</p>

<p>Das Problem beginnt dort, wo Besitz psychologisch notwendig wird. Dann erzeugt Wohlstand nicht Ruhe, sondern Verlustangst. Man hat plötzlich nicht mehr Dinge, sondern die Dinge haben einen selbst. Seneca würde vermutlich sagen: Wer seinen inneren Wert vom Äusseren abhängig macht, lebt ständig auf unsicherem Boden.</p>

<p>Interessanterweise klingt das keineswegs asketisch. Es ist vielmehr ein Plädoyer für innere Unabhängigkeit. Reichtum darf angenehm sein. Er darf das Leben erleichtern. Er darf aber nicht darüber entscheiden, ob ein Mensch sich selbst achtet.</p>

<h2 id="3-ein-gutes-leben-entsteht-nicht-nur-für-dich-allein" id="3-ein-gutes-leben-entsteht-nicht-nur-für-dich-allein">3. Ein gutes Leben entsteht nicht nur für Dich allein</h2>

<p>Einer der schönsten Gedanken Senecas ist vielleicht auch einer der unbequemsten. Der Mensch, so schreibt er, lebt nicht nur für sich selbst. Sinn entsteht erst in Beziehung zu anderen.</p>

<p><em>„Ich will so leben, als wüßte ich, ich sei für Andere geboren …“</em> XX (2.)</p>

<p>Und weiter: <em>„Mich, den Einzelnen, hat sie Allen, mir, dem Einzelnen, Alle geschenkt.“</em> XX (3.)</p>

<p>Das steht quer zu einer Kultur, die Selbstverwirklichung oft fast ausschliesslich individuell denkt. Natürlich ist persönliche Freiheit wichtig. Doch viele Menschen erleben irgendwann, dass reine Selbstoptimierung seltsam leer werden kann. Karriere, Status oder Erlebnisjagd ersetzen keine Verbundenheit.</p>

<p>Ich habe manchmal den Eindruck, dass unsere Gesellschaft das Gemeinschaftliche verlernt hat. Man spricht viel über Selbstschutz, <a href="https://epicmind.ch/tag:Selbstmanagement" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Selbstmanagement</span></a> und Selbstvermarktung – aber erstaunlich wenig darüber, wem man eigentlich nützt. Genau dort setzt Seneca an. Ein sinnvolles Leben entsteht nicht allein aus persönlichem Genuss, sondern aus Beziehung, Verantwortung und Grosszügigkeit.</p>

<p>Das klingt zunächst moralisch. Tatsächlich ist es aber auch psychologisch plausibel. Menschen brauchen das Gefühl, Teil von etwas Grösserem zu sein als ihrer eigenen Biografie.</p>

<h2 id="4-masshalten-ist-keine-schwäche-sondern-eine-kunst" id="4-masshalten-ist-keine-schwäche-sondern-eine-kunst">4. Masshalten ist keine Schwäche, sondern eine Kunst</h2>

<p>Die Antike kannte noch keine sozialen Medien, keine Streamingplattformen und keine digitale Dauerablenkung. Dennoch verstand Seneca bereits etwas Grundsätzliches über den Menschen: Grenzenlosigkeit macht selten glücklich.</p>

<p><em>„Alles, was ich besitze, will ich weder auf schmutzige Weise hüten, noch verschwenderisch verstreuen …“</em> XX (3.)</p>

<p>Und über den Genuss schreibt er knapp: <em>„… die Mäßigung darin erfreut.“</em> X (3.)</p>

<p>Beinahe banal. Natürlich soll man Mass halten. Doch genau das scheint modernen Gesellschaften immer schwerer zu fallen. Unsere Welt ist auf Maximierung angelegt: mehr Leistung, mehr Sichtbarkeit, mehr Konsum, mehr Unterhaltung, mehr Effizienz. Selbst Erholung wird optimiert.</p>

<p>Dabei entsteht oft ein paradoxes Ergebnis. Menschen haben unendlich viele Möglichkeiten und verlieren gerade dadurch ihre innere Ruhe. Senecas Idee der Mässigung ist deshalb nicht kleinbürgerliche Bescheidenheit, sondern eine Form bewusster Selbstbegrenzung. Nicht alles, was möglich ist, muss ausgeschöpft werden. Vielleicht liegt darin sogar eine unterschätzte Form von Freiheit.</p>

<h2 id="5-lebe-nach-deinem-gewissen-nicht-nach-der-menge" id="5-lebe-nach-deinem-gewissen-nicht-nach-der-menge">5. Lebe nach Deinem Gewissen, nicht nach der Menge</h2>

<p>Kaum eine Passage wirkt aktueller als Senecas Warnung vor der Macht der öffentlichen Meinung.</p>

<p><em>„Nichts will ich der Meinung, Alles meiner Ueberzeugung wegen thun …“</em> XX (3.)</p>

<p>Und schon ganz am Anfang des Werkes schreibt er: <em>„… daß wir nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben …“</em> I (3.)</p>

<p>Man könnte meinen, dieser Satz sei für das Zeitalter sozialer Medien geschrieben worden. Noch nie war es so einfach, sich permanent mit anderen zu vergleichen. Zustimmung wird sichtbar gemacht, Meinungen werden öffentlich bewertet und soziale Anerkennung lässt sich in Zahlen messen.</p>

<p>Das verändert Menschen. Viele beginnen irgendwann unbewusst, nicht mehr nach Überzeugung zu handeln, sondern nach Resonanz. Was wirkt gut? Was wird geliked? Was bringt Zustimmung? Seneca sieht darin eine Gefahr für die innere Freiheit. Wer sich ständig am Urteil der Menge orientiert, verliert irgendwann den Zugang zum eigenen Urteil.</p>

<p>Bemerkenswert ist dabei, dass Seneca selbst kein weltfremder Einsiedler war. Er bewegte sich im Machtzentrum des römischen Reiches, war reich, politisch einflussreich und zugleich ständig bedroht. Gerade deshalb wirken seine Gedanken glaubwürdig. Er schrieb nicht aus sicherer Distanz über die Versuchungen von Ruhm und Macht, sondern mitten aus ihnen heraus.</p>

<h2 id="warum-seneca-heute-wieder-gelesen-werden-sollte" id="warum-seneca-heute-wieder-gelesen-werden-sollte">Warum Seneca heute wieder gelesen werden sollte</h2>

<p>Vielleicht <a href="https://modernstoicism.com/why-not-stoicism-by-massimo-pigliucci/">erleben stoische Denker gerade deshalb eine Renaissance</a>. Nicht weil Menschen plötzlich wieder ernsthaft antike Philosophie lesen würden, sondern weil moderne Gesellschaften permanent Bedürfnisse erzeugen und gleichzeitig kaum Orientierung bieten. Allerdings wird die Stoa heute oft missverstanden. <a href="https://www.eur.nl/en/news/whats-wrong-stoicism-today">Viele behandeln sie wie ein weiteres Werkzeug der Selbstoptimierung</a>: effizienter arbeiten, härter werden, produktiver funktionieren, emotional unangreifbar erscheinen. In sozialen Medien wirkt der Stoiker nicht selten wie ein asketischer Hochleistungsmensch mit Morgenroutine und perfekter Selbstkontrolle.</p>

<p>Damit verfehlt man Seneca allerdings ziemlich gründlich. Die Stoa ist keine Technik zur Leistungssteigerung und auch <a href="https://www.theguardian.com/books/2024/oct/28/the-stoicism-secret-how-ryan-holiday-became-a-silicon-valley-guru">keine emotionslose Business-Philosophie</a> für Menschen mit Kalender-App und Koffeinproblem. Seneca interessiert sich nicht dafür, wie Du mehr erreichst, sondern wie Du innerlich freier wirst. Er verspricht kein perfektes Leben, keine dauernde Zufriedenheit und schon gar keine Wellness-Philosophie. Seine Texte handeln vielmehr davon, wie man trotz Unsicherheit, Verlust, Druck und menschlicher Schwäche Haltung bewahren kann.</p>

<p>Seine Gedanken sind nämlich unbequem. <a href="./besser-lernen-mit-seneca">Sie verlangen Disziplin</a>, <a href="./pierre-hadot-philosophie-als-uebung">Selbstbeobachtung</a> und die Bereitschaft, sich nicht vollständig von Konsum, öffentlicher Meinung oder Emotionen treiben zu lassen. Gerade darin liegt ihre Aktualität.</p>

<p>Interessanterweise war Seneca selbst keine makellose Figur und lebte keineswegs immer nach seinen eigenen Idealen. Doch vielleicht macht gerade das seine Texte menschlich. Er schrieb nicht als unfehlbarer Weiser, sondern als jemand, der dieselben Spannungen kannte wie wir: Ehrgeiz und Zweifel, Komfort und Gewissen, Macht und innere Unruhe.</p>

<h2 id="die-ruhe-die-wir-verlernt-haben" id="die-ruhe-die-wir-verlernt-haben">Die Ruhe, die wir verlernt haben</h2>

<p>Je älter ich werde, desto weniger überzeugen mich einfache Glücksversprechen. Viele moderne Ratgeber versprechen Optimierung, Effizienz oder mentale Kontrolle. Seneca interessiert sich für etwas anderes: Charakter. Für ihn entsteht ein gutes Leben nicht aus maximalem Genuss, sondern aus innerer Haltung.</p>

<p>Das wirkt zunächst streng. Gleichzeitig liegt darin etwas Tröstliches. Denn äussere Umstände lassen sich nur begrenzt kontrollieren. Die eigene Haltung dagegen zumindest teilweise schon. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ein römischer Philosoph aus dem ersten Jahrhundert plötzlich wieder relevant erscheint. Nicht weil er einfache Lösungen bietet, sondern weil er uns daran erinnert, dass ein ruhiger Geist wahrscheinlich wertvoller ist als ein perfekt kuratiertes Leben.</p>

<hr/>

<h4 id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts" id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts">💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)</h4>

<p><a href="https://remark.as/p/epicmind.ch/besser-leben-mit-seneca">Discuss...</a></p>

<hr/>

<p><strong>Bildquelle</strong>
Atelier/Werkstatt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerrit_van_Honthorst">Gerrit van Honthorst</a> (1592–1656): <em>Der Tod Senecas</em>, Centraal Museum, Utrecht, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Death_of_Seneca_from_the_workshop_of_Gerard_van_Honthorst_Centraal_Museum_4498.jpg">Public Domain</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Philosophie" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Philosophie</span></a> | <a href="https://epicmind.ch/tag:ProductivityPorn" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">ProductivityPorn</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/besser-leben-mit-seneca</guid>
      <pubDate>Wed, 13 May 2026 08:47:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 19: Kleine Schritte, grosse Wirkung – wie Du mit täglichen Habits Deine Ziele erreichst</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-19-kleine-schritte-grosse-wirkung-wie-du-mit-taeglichen-habits?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Viele Menschen möchten fitter, konzentrierter oder achtsamer werden – und setzen dabei auf neue Habits. Doch laut einer Langzeitstudie in PLOS One (2020) gelingt dies nur etwa der Hälfte. Was können wir also tun, um Habits doch erfolgreich zu verankern?&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Wer neue Habits etabliert, ist erfolgreicher als jene, die ausschliesslich schlechte ablegen wollen. Der entscheidende Unterschied liegt im Aufbau: Habits entstehen, wenn wiederholte Handlungen zu festen neuronalen Mustern werden – ein Prozess, der durch Neuroplastizität gestützt wird. Je öfter wir eine Handlung im gleichen Kontext wiederholen, desto automatischer läuft sie ab.&#xA;&#xA;Die Forschung betont: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kombination aus bewusster Reflexion, kleinen Schritten und Wiederholung. Autorinnen und Autoren wie Wendy Wood (Good Habits, Bad Habits) und BJ Fogg (Tiny Habits) raten zu sogenannten Mini-Habits – etwa zwei tägliche Liegestütze oder eine Atemübung nach dem Zähneputzen. Auch das Konzept des Habit Stackings – das Verknüpfen neuer mit bestehenden Routinen – kann die Umstellung erleichtern. Zusätzlich wirkt das Nicht-Unterbrechen einer Serie (Streak) stark motivierend. Wer Erfolge dokumentiert und sichtbar macht, stärkt das Vertrauen in die eigene Veränderungsfähigkeit.&#xA;&#xA;Letztlich zeigt die Forschung klar: Nachhaltige Habits entstehen nicht durch Willenskraft allein, sondern durch Struktur, Wiederholung und positive Selbstbestärkung. Wer sich realistische Mikroziele setzt, neue Habits an bestehende knüpft und Fortschritte bewusst wahrnimmt, schafft die Grundlage für langfristige Veränderung – und kommt seinen Zielen Schritt für Schritt näher.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Jede Veränderung zum Grössten ist der vorletzte Schritt zum Verfall.“ – Leopold Kohr (1909–1994)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Wasser trinken&#xA;&#xA;Klingt banal, aber Dehydration kann Deine Konzentration und Energie erheblich beeinträchtigen. Stelle sicher, dass Du über den Tag hinweg genug Wasser trinkst.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Sechs Strategien für kluge Entscheidungen&#xA;&#xA;Warum treffen manche Menschen intuitiv die richtigen Entscheidungen, während andere sich in Details verlieren? Strategisches Denken ist nicht nur eine Fähigkeit für Topmanager oder Militärexperten – es hilft uns allen, komplexe Situationen besser zu bewältigen. Ob in der Projektarbeit, beim Navigieren durch Büro-Politik oder bei persönlichen Weichenstellungen: Wer strategisch denkt, sieht das grosse Ganze und bleibt dennoch handlungsfähig.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Viele Menschen möchten fitter, konzentrierter oder achtsamer werden – und setzen dabei auf neue Habits. Doch laut einer <a href="https://doi.org/10.1371/journal.pone.0234097">Langzeitstudie in <em>PLOS One</em> (2020)</a> gelingt dies nur etwa der Hälfte. Was können wir also tun, um Habits doch erfolgreich zu verankern?</p>



<p>Wer neue Habits etabliert, ist erfolgreicher als jene, die ausschliesslich schlechte ablegen wollen. Der entscheidende Unterschied liegt im Aufbau: Habits entstehen, wenn wiederholte Handlungen zu festen neuronalen Mustern werden – ein Prozess, der durch <strong>Neuroplastizität</strong> gestützt wird. Je öfter wir eine Handlung im gleichen Kontext wiederholen, desto automatischer läuft sie ab.</p>

<p>Die Forschung betont: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der <strong>Kombination aus bewusster Reflexion, kleinen Schritten und Wiederholung</strong>. Autorinnen und Autoren wie Wendy Wood (<em>Good Habits, Bad Habits</em>) und BJ Fogg (<em>Tiny Habits</em>) raten zu sogenannten <strong>Mini-Habits</strong> – etwa zwei tägliche Liegestütze oder eine Atemübung nach dem Zähneputzen. Auch das Konzept des <strong>Habit Stackings</strong> – das Verknüpfen neuer mit bestehenden Routinen – kann die Umstellung erleichtern. Zusätzlich wirkt das <strong>Nicht-Unterbrechen einer Serie (Streak)</strong> stark motivierend. Wer Erfolge dokumentiert und sichtbar macht, stärkt das Vertrauen in die eigene Veränderungsfähigkeit.</p>

<p>Letztlich zeigt die Forschung klar: <a href="https://text.tchncs.de/gisiger/habits-mehr-als-nur-automatisierte-handlungen">Nachhaltige Habits</a> entstehen <strong>nicht durch Willenskraft allein</strong>, sondern durch Struktur, Wiederholung und positive Selbstbestärkung. Wer sich realistische Mikroziele setzt, neue Habits an bestehende knüpft und Fortschritte bewusst wahrnimmt, schafft die Grundlage für langfristige Veränderung – und kommt seinen Zielen Schritt für Schritt näher.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Jede Veränderung zum Grössten ist der vorletzte Schritt zum Verfall.“</em></strong> – Leopold Kohr (1909–1994)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-wasser-trinken" id="productivityporn-tipp-der-woche-wasser-trinken">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Wasser trinken</h2>

<p>Klingt banal, aber Dehydration kann Deine Konzentration und Energie erheblich beeinträchtigen. Stelle sicher, dass Du über den Tag hinweg genug Wasser trinkst.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-sechs-strategien-für-kluge-entscheidungen" id="aus-dem-archiv-sechs-strategien-für-kluge-entscheidungen">Aus dem Archiv: Sechs Strategien für kluge Entscheidungen</h2>

<p>Warum treffen manche Menschen intuitiv die richtigen Entscheidungen, während andere sich in Details verlieren? Strategisches Denken ist nicht nur eine Fähigkeit für Topmanager oder Militärexperten – es hilft uns allen, komplexe Situationen besser zu bewältigen. Ob in der Projektarbeit, beim Navigieren durch Büro-Politik oder bei persönlichen Weichenstellungen: Wer strategisch denkt, sieht das grosse Ganze und bleibt dennoch handlungsfähig.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/strategisches-denken-im-alltag-sechs-strategien-fur-kluge-entscheidungen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-19-kleine-schritte-grosse-wirkung-wie-du-mit-taeglichen-habits</guid>
      <pubDate>Mon, 11 May 2026 06:30:51 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Warum Time Boxing oft besser funktioniert als klassische To-do-Listen</title>
      <link>https://epicmind.ch/warum-time-boxing-oft-besser-funktioniert-als-klassische-to-do-listen?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Philippe de Champaigne: Vanitas&#xA;&#xA;Ich kenne kaum jemanden, der keine To-do-Liste führt. Manche arbeiten mit Apps, andere mit Notizbüchern, Haftzetteln oder ausgeklügelten Produktivitätssystemen. Trotzdem bleibt am Ende vieler Tage ein ähnliches Gefühl zurück: Man war beschäftigt, hat zahlreiche kleine Dinge erledigt – und dennoch scheint das Wesentliche liegen geblieben zu sein. Genau diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit einer Methode auseinanderzusetzen, die bei agilen Methoden oft angewendet wird: Time Boxing.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Was ist Time Boxing?&#xA;&#xA;Die Grundidee ist einfach. Aufgaben werden nicht nur gesammelt oder priorisiert, sondern erhalten einen konkreten Platz im Kalender. Statt bloss festzuhalten, was erledigt werden soll, wird auch definiert, wann und wie lange daran gearbeitet wird. Eine Aufgabe wird damit zu einem verbindlichen Termin – ähnlich wie ein Meeting oder ein Arztbesuch.&#xA;&#xA;Statt lediglich aufzuschreiben, dass die Steuererklärung erledigt werden muss, reservierst Du beispielsweise am Dienstag von 19:00 bis 20:00 Uhr Zeit für das Sortieren der Unterlagen. Statt „Präsentation vorbereiten“ steht im Kalender: „Mittwoch, 14:00 bis 15:30 Uhr: Folien finalisieren“. Aufgaben bleiben dadurch nicht abstrakt oder unverbindlich, sondern erhalten einen festen Platz im Alltag.&#xA;&#xA;Warum klassische To-do-Listen oft nicht ausreichen&#xA;&#xA;To-do-Listen haben durchaus ihre Berechtigung – sie helfen dabei, Aufgaben nicht zu vergessen und Mental Load auszulagern. Das Problem beginnt dort, wo Listen immer länger werden und dabei jede Aufgabe scheinbar denselben Stellenwert erhält.&#xA;&#xA;Ich beobachte bei mir selbst immer wieder einen typischen Effekt: Kleine, einfache Aufgaben werden bevorzugt erledigt, weil sie schnell ein Gefühl von Fortschritt vermitteln. Schliesslich kann ich so schnell viele Dinge abhaken. Schwierige oder langfristige Aufgaben dagegen werden aufschoben – oft tagelang, obwohl sie eigentlich wichtiger wären.&#xA;&#xA;Hinzu kommt, dass To-do-Listen selten realistisch mit der verfügbaren Zeit abgeglichen werden. Viele Menschen planen an einem einzigen Tag Aufgaben für zehn oder zwölf Stunden konzentrierter Arbeit ein, obwohl gleichzeitig Sitzungen, Unterbrechungen und spontane Anfragen stattfinden. Das führt fast zwangsläufig zu Frustration.&#xA;&#xA;Time Boxing zwingt zu einer anderen Perspektive. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur: „Was muss ich tun?“, sondern auch: „Wann genau tue ich es – und wie viel Zeit ist mir diese Aufgabe tatsächlich wert?“&#xA;&#xA;Wie ich die Methode im Alltag anwende&#xA;&#xA;In der Praxis funktioniert Time Boxing vor allem dann gut, wenn Aufgaben möglichst konkret formuliert und in kleinere Einheiten zerlegt werden. „Wohnung putzen“ ist eine schlechte Timebox. „20 Minuten Küche reinigen“ oder „15 Minuten Unterlagen sortieren“ funktioniert deutlich besser. Dasselbe gilt beruflich: „Projekt vorbereiten“ bleibt zu vage. Präziser sind Zeitfenster wie „45 Minuten Konzept skizzieren“ oder „30 Minuten Offerten prüfen“.&#xA;&#xA;Wichtig ist ausserdem, den Zeitbedarf realistisch einzuschätzen. Analytische oder kreative Arbeiten dauern häufig länger als zunächst gedacht, und konzentrierte Arbeit ist anstrengender als ein Tag voller kleiner Aufgaben und Unterbrechungen. Ich plane deshalb bewusst Reserven und freie Zwischenräume ein. Ein lückenlos gefüllter Kalender sieht zwar effizient aus, funktioniert in der Realität aber selten. Time Boxing wird erst dann wirklich nützlich, wenn es nicht als starres Korsett verstanden wird, sondern als flexible Struktur das eigene #Zeitmanagement unterstützt.&#xA;&#xA;Der eigentliche Vorteil: Konzentration statt Dauerreaktion&#xA;&#xA;Der grösste Nutzen liegt für mich weniger in besserer Planung als in besserer Konzentration. Viele Menschen verbringen ihre Tage in einem Zustand permanenter Reaktion: E-Mails beantworten, Nachrichten lesen, kurz etwas prüfen, auf einen Anruf reagieren – und dann wieder zurück zur eigentlichen Aufgabe, bis die nächste Unterbrechung folgt.&#xA;&#xA;Das Problem dabei ist nicht nur die verlorene Zeit. Ständige Unterbrechungen erschweren tiefere Konzentration. Komplexe Aufgaben benötigen oft eine gewisse Anlaufzeit, bevor produktives Arbeiten überhaupt möglich wird. Während einer klar definierten Timebox versuche ich deshalb möglichst konsequent, Ablenkungen auszuschalten: kein offener Messenger, keine E-Mails nebenbei, keine „kurzen“ Kontrollblicke aufs Smartphone. Selbst Fokusblöcke von 30 bis 60 Minuten können dabei erstaunlich wirksam sein.&#xA;&#xA;Diese Methode funktioniert übrigens auch im Privatleben. Viele Vorhaben scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern daran, dass sie keinen festen Platz im Alltag erhalten. Lesen, Sport oder persönliche Projekte bleiben diffus und werden auf später verschoben. Wer bewusst Zeitfenster dafür reserviert, erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass diese Dinge tatsächlich stattfinden.&#xA;&#xA;Die Grenzen der Methode&#xA;&#xA;Trotz ihrer Vorteile ist Time Boxing keine universelle Lösung. Kreative Prozesse verlaufen selten linear, und nicht jedes Problem löst sich innerhalb von exakt 45 Minuten. Übertriebene Planung kann schnell ins Gegenteil kippen: Wer jede Viertelstunde kontrollieren und optimieren möchte, produziert zusätzlichen #Stress statt mehr Klarheit. Time Boxing funktioniert aus meiner Sicht am besten als pragmatische Orientierungshilfe – nicht als Versuch, jeden Moment maximal effizient auszunutzen.&#xA;&#xA;Ein einfacher Einstieg&#xA;&#xA;Wer die Methode ausprobieren möchte, muss dafür nicht den gesamten Alltag umstellen. Oft genügt es, zwei oder drei wichtige Aufgaben pro Tag bewusst als Timebox im Kalender zu reservieren – besonders solche, die sonst gerne aufgeschoben oder von Unterbrechungen verdrängt werden. Hilfreich ist, die Zeitfenster eher etwas kürzer zu halten und bewusst Puffer einzuplanen. Viele Menschen stellen nach kurzer Zeit fest, dass sie nicht unbedingt mehr arbeiten, aber klarer und konzentrierter. Time Boxing funktioniert übrigens besonders gut im Kontext des Task-Batchings, eine Methode, die ich auch schon vorgestellt habe.&#xA;&#xA;Time Boxing hilft letztlich nicht nur dabei, produktiver zu werden. Es schafft vor allem ein bewussteres Verhältnis zur eigenen Zeit – und damit auch zur Frage, womit man seine Aufmerksamkeit überhaupt verbringen möchte.&#xA;&#xA;---&#xA;💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)&#xA;a href=&#34;https://remark.as/p/epicmind.ch/warum-time-boxing-oft-besser-funktioniert-als-klassische-to-do-listen&#34;Discuss.../a&#xA;&#xA;---&#xA;Bildquelle&#xA;Philippe de Champaigne (1602–1674): Vanitas, Musée de Tessé, Le Mans, Public Domain.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;ProductivityPorn&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ae/StillLifeWithASkull.jpg/960px-StillLifeWithASkull.jpg" alt="Philippe de Champaigne: Vanitas"/></p>

<p>Ich kenne kaum jemanden, der keine To-do-Liste führt. Manche arbeiten mit Apps, andere mit Notizbüchern, Haftzetteln oder ausgeklügelten Produktivitätssystemen. Trotzdem bleibt am Ende vieler Tage ein ähnliches Gefühl zurück: Man war beschäftigt, hat zahlreiche kleine Dinge erledigt – und dennoch scheint das Wesentliche liegen geblieben zu sein. Genau diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit einer Methode auseinanderzusetzen, die bei agilen Methoden oft angewendet wird: Time Boxing.</p>



<h2 id="was-ist-time-boxing" id="was-ist-time-boxing">Was ist Time Boxing?</h2>

<p>Die Grundidee ist einfach. Aufgaben werden nicht nur gesammelt oder priorisiert, sondern erhalten einen konkreten Platz im Kalender. Statt bloss festzuhalten, <em>was</em> erledigt werden soll, wird auch definiert, <em>wann</em> und <em>wie lange</em> daran gearbeitet wird. Eine Aufgabe wird damit zu einem verbindlichen Termin – ähnlich wie ein Meeting oder ein Arztbesuch.</p>

<p>Statt lediglich aufzuschreiben, dass die Steuererklärung erledigt werden muss, reservierst Du beispielsweise am Dienstag von 19:00 bis 20:00 Uhr Zeit für das Sortieren der Unterlagen. Statt „Präsentation vorbereiten“ steht im Kalender: „Mittwoch, 14:00 bis 15:30 Uhr: Folien finalisieren“. Aufgaben bleiben dadurch nicht abstrakt oder unverbindlich, sondern erhalten einen festen Platz im Alltag.</p>

<h2 id="warum-klassische-to-do-listen-oft-nicht-ausreichen" id="warum-klassische-to-do-listen-oft-nicht-ausreichen">Warum klassische To-do-Listen oft nicht ausreichen</h2>

<p>To-do-Listen haben durchaus ihre Berechtigung – sie helfen dabei, Aufgaben nicht zu vergessen und Mental Load auszulagern. Das Problem beginnt dort, wo Listen immer länger werden und dabei jede Aufgabe scheinbar denselben Stellenwert erhält.</p>

<p>Ich beobachte bei mir selbst immer wieder einen typischen Effekt: Kleine, einfache Aufgaben werden bevorzugt erledigt, weil sie schnell ein Gefühl von Fortschritt vermitteln. Schliesslich kann ich so schnell viele Dinge abhaken. <a href="./selbstgesteuertes-lernen-mit-faster">Schwierige oder langfristige Aufgaben dagegen werden aufschoben</a> – oft tagelang, obwohl sie eigentlich wichtiger wären.</p>

<p>Hinzu kommt, dass To-do-Listen selten realistisch mit der verfügbaren Zeit abgeglichen werden. Viele Menschen planen an einem einzigen Tag Aufgaben für zehn oder zwölf Stunden konzentrierter Arbeit ein, obwohl gleichzeitig Sitzungen, Unterbrechungen und spontane Anfragen stattfinden. <a href="https://thedecisionlab.com/biases/planning-fallacy">Das führt fast zwangsläufig zu Frustration.</a></p>

<p>Time Boxing zwingt zu einer anderen Perspektive. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur: „Was muss ich tun?“, sondern auch: „Wann genau tue ich es – und wie viel Zeit ist mir diese Aufgabe tatsächlich wert?“</p>

<h2 id="wie-ich-die-methode-im-alltag-anwende" id="wie-ich-die-methode-im-alltag-anwende">Wie ich die Methode im Alltag anwende</h2>

<p>In der Praxis funktioniert Time Boxing vor allem dann gut, wenn <a href="https://hbr.org/2018/12/how-timeboxing-works-and-why-it-will-make-you-more-productive">Aufgaben möglichst konkret formuliert und in kleinere Einheiten zerlegt werden</a>. „Wohnung putzen“ ist eine schlechte Timebox. „20 Minuten Küche reinigen“ oder „15 Minuten Unterlagen sortieren“ funktioniert deutlich besser. Dasselbe gilt beruflich: „Projekt vorbereiten“ bleibt zu vage. Präziser sind Zeitfenster wie „45 Minuten Konzept skizzieren“ oder „30 Minuten Offerten prüfen“.</p>

<p>Wichtig ist ausserdem, den Zeitbedarf realistisch einzuschätzen. Analytische oder kreative Arbeiten dauern häufig länger als zunächst gedacht, und konzentrierte Arbeit ist anstrengender als <a href="https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/44465-wir-schrotten-unseren-denkapparat.html">ein Tag voller kleiner Aufgaben und Unterbrechungen</a>. Ich plane deshalb bewusst Reserven und freie Zwischenräume ein. Ein lückenlos gefüllter Kalender sieht zwar effizient aus, funktioniert in der Realität aber selten. Time Boxing wird erst dann wirklich nützlich, wenn es nicht als starres Korsett verstanden wird, sondern als flexible Struktur das eigene <a href="https://epicmind.ch/tag:Zeitmanagement" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Zeitmanagement</span></a> unterstützt.</p>

<h2 id="der-eigentliche-vorteil-konzentration-statt-dauerreaktion" id="der-eigentliche-vorteil-konzentration-statt-dauerreaktion">Der eigentliche Vorteil: Konzentration statt Dauerreaktion</h2>

<p>Der grösste Nutzen liegt für mich weniger in besserer Planung als in besserer Konzentration. Viele Menschen verbringen ihre Tage in einem Zustand permanenter Reaktion: E-Mails beantworten, Nachrichten lesen, kurz etwas prüfen, auf einen Anruf reagieren – und dann wieder zurück zur eigentlichen Aufgabe, bis die nächste Unterbrechung folgt.</p>

<p>Das Problem dabei ist nicht nur die verlorene Zeit. Ständige Unterbrechungen erschweren tiefere Konzentration. Komplexe Aufgaben benötigen oft eine gewisse Anlaufzeit, bevor produktives Arbeiten überhaupt möglich wird. Während einer klar definierten Timebox versuche ich deshalb möglichst konsequent, Ablenkungen auszuschalten: kein offener Messenger, keine E-Mails nebenbei, keine „kurzen“ Kontrollblicke aufs Smartphone. Selbst Fokusblöcke von 30 bis 60 Minuten können dabei erstaunlich wirksam sein.</p>

<p>Diese Methode funktioniert übrigens auch im Privatleben. Viele Vorhaben scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern daran, dass sie keinen festen Platz im Alltag erhalten. Lesen, Sport oder persönliche Projekte bleiben diffus und werden auf später verschoben. Wer bewusst Zeitfenster dafür reserviert, erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass diese Dinge tatsächlich stattfinden.</p>

<h2 id="die-grenzen-der-methode" id="die-grenzen-der-methode">Die Grenzen der Methode</h2>

<p>Trotz ihrer Vorteile ist Time Boxing keine universelle Lösung. Kreative Prozesse verlaufen selten linear, und nicht jedes Problem löst sich innerhalb von exakt 45 Minuten. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Planungsfehlschluss">Übertriebene Planung kann schnell ins Gegenteil kippen</a>: Wer jede Viertelstunde kontrollieren und optimieren möchte, produziert zusätzlichen <a href="https://epicmind.ch/tag:Stress" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Stress</span></a> statt mehr Klarheit. Time Boxing funktioniert aus meiner Sicht am besten als pragmatische Orientierungshilfe – nicht als Versuch, jeden Moment maximal effizient auszunutzen.</p>

<h2 id="ein-einfacher-einstieg" id="ein-einfacher-einstieg">Ein einfacher Einstieg</h2>

<p>Wer die Methode ausprobieren möchte, muss dafür nicht den gesamten Alltag umstellen. Oft genügt es, zwei oder drei wichtige Aufgaben pro Tag bewusst als Timebox im Kalender zu reservieren – besonders solche, die sonst gerne aufgeschoben oder von Unterbrechungen verdrängt werden. Hilfreich ist, die Zeitfenster eher etwas kürzer zu halten und bewusst Puffer einzuplanen. Viele Menschen stellen nach kurzer Zeit fest, dass sie nicht unbedingt mehr arbeiten, aber klarer und konzentrierter. Time Boxing funktioniert übrigens besonders gut im Kontext des Task-Batchings, <a href="./task-batching-wie-das-bundeln-von-aufgaben-die-produktivitat-steigert">eine Methode, die ich auch schon vorgestellt habe</a>.</p>

<p>Time Boxing hilft letztlich nicht nur dabei, produktiver zu werden. Es schafft vor allem ein bewussteres Verhältnis zur eigenen Zeit – und damit auch zur Frage, womit man seine Aufmerksamkeit überhaupt verbringen möchte.</p>

<hr/>

<h4 id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts" id="kommentieren-nur-für-write-as-accounts">💬 Kommentieren (nur für write.as-Accounts)</h4>

<p><a href="https://remark.as/p/epicmind.ch/warum-time-boxing-oft-besser-funktioniert-als-klassische-to-do-listen">Discuss...</a></p>

<hr/>

<p><strong>Bildquelle</strong>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philippe_de_Champaigne">Philippe de Champaigne</a> (1602–1674): <em>Vanitas</em>, Musée de Tessé, Le Mans, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StillLifeWithASkull.jpg">Public Domain</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:ProductivityPorn" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">ProductivityPorn</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/warum-time-boxing-oft-besser-funktioniert-als-klassische-to-do-listen</guid>
      <pubDate>Fri, 08 May 2026 12:57:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 18: Zeitmanagement in Ausbildung &amp; Studium: 5 konkrete Habits für mehr Fokus, Struktur und Gelassenheit</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-18-zeitmanagement-in-ausbildung-und-studium-5-konkrete-habits-fuer?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer studiert, eine Lehre macht oder sich beruflich weiterbildet – der Alltag in einer Ausbildung ist oft geprägt von hohem Anspruch und begrenzter Zeit. Lernstoff bewältigen, Abgabefristen einhalten, nebenbei vielleicht noch arbeiten oder soziale Kontakte pflegen: Wer sich hier nicht verzetteln will, braucht praxistaugliche Strategien.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Die folgenden fünf Habits unterstützen Dich dabei, konzentrierter zu arbeiten, bessere Prioritäten zu setzen und trotzdem Zeit für Dich selbst zu behalten.&#xA;&#xA;1. Zeitfresser reduzieren – vor allem das Smartphone&#xA;Unzählige Nachrichten, Reels und Updates – das Handy ist einer der grössten Konzentrationskiller. Wer lernen oder arbeiten will, sollte Push-Benachrichtigungen deaktivieren, das Smartphone ausser Sichtweite legen oder mit App-Sperren arbeiten. Ein bewährter Habit: das Handy bewusst ausser Reichweite bringen, z. B. in einen anderen Raum, einen Spind oder eine Tasche.&#xA;&#xA;2. Besser arbeiten mit Deep Work und der Pomodoro-Technik&#xA;Statt Multitasking: 25 Minuten volle Konzentration, 5 Minuten Pause – das ist das Prinzip der Pomodoro-Technik. Wer diese Methode mit Deep Work kombiniert (fokussiertes Arbeiten ohne Ablenkung), lernt effizienter und schafft mehr in kürzerer Zeit. Unterstützen können Tools wie Anki, Study Smarter oder KI-Chatbots, die z. B. Karteikarten oder Zusammenfassungen automatisiert erstellen.&#xA;&#xA;3. Aufgaben sinnvoll priorisieren mit der Eisenhower-Matrix&#xA;Nicht alles, was dringend ist, ist auch wichtig. Die Eisenhower-Matrix hilft Dir, Aufgaben danach zu sortieren, was wirklich zählt. Wichtig und unangenehm? Dann gleich zu Beginn des Tages erledigen – das ist die „Eat that Frog“-Strategie. Gerade am Morgen ist die Konzentration am höchsten. Wer mit dem Schwierigsten beginnt, startet mit einem Motivationsschub in den Tag.&#xA;&#xA;4. Realistisch planen und feste Strukturen schaffen&#xA;Lernpläne vom Abgabetermin rückwärts erstellen, feste Zeitfenster für Lernen, Alltag und Freizeit definieren – so entsteht eine klare Wochenstruktur. Haushaltskram und Besorgungen solltest Du bündeln, damit sie weniger Raum einnehmen. Und: Nach dem Pareto-Prinzip reichen oft 20 % des Aufwands für 80 % des Ergebnisses – perfektionistisches Arbeiten lohnt sich nicht immer.&#xA;&#xA;5. Eigenverantwortung stärken – aber mit gesunder Begrenzung&#xA;Ob Klausuren, schriftliche Arbeiten oder Prüfungen: Mehr als sechs Stunden konzentriertes Lernen am Tag sind selten sinnvoll. Besser ist es, Lernstoff über mehrere Tage oder Wochen zu verteilen – so bleibt mehr hängen, und Du schonst Deine Energie. Wer häufig Nachtschichten einlegt, braucht keinen Stolz, sondern einen besseren Plan.&#xA;&#xA;Diese fünf Habits helfen Dir, Deine Zeit gezielter zu nutzen, produktiver zu arbeiten und gleichzeitig Raum für Erholung und persönliche Interessen zu behalten. Denn nachhaltiger Lernerfolg entsteht nicht durch ständigen Druck – sondern durch klare Prioritäten, kluge Planung und regelmässige Pausen.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Demokratie ist nicht, wenn Menschen Dinge wählen, die man selbst gut und richtig findet!“ – Juli Zeh (1974)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Rituale schaffen&#xA;&#xA;Etabliere feste Routinen, um Deinen Tag strukturierter zu gestalten. Ein klarer Start in den Tag mit festen Abläufen hilft Dir, produktiver zu arbeiten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Die Einzigartigkeitsfalle: Warum wir uns für besonders halten – und darum schlechtere Entscheidungen treffen&#xA;&#xA;Ich kenne das Gefühl nur zu gut: Ein neues Projekt, eine knifflige Herausforderung, eine wichtige Entscheidung – und sofort denke ich, dass meine Situation einzigartig ist. Keine Erfahrungswerte, keine Vergleiche, keine Vorbilder. Doch genau dieses Denken kann zu gravierenden Fehlentscheidungen führen. Im aktuellen Harvard Business Review findet sich ein aufschlussreicher Artikel (Paywall) zum Uniqueness Bias*, einer kognitiven Verzerrung, die uns glauben lässt, dass unsere Probleme oder Projekte einmalig sind. Die Autoren zeigen: Wer sich für einzigartig hält, trifft oft schlechtere Entscheidungen, unterschätzt Risiken und ignoriert wertvolle Erfahrungen anderer.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer studiert, eine Lehre macht oder sich beruflich weiterbildet – der Alltag in einer Ausbildung ist oft geprägt von hohem Anspruch und begrenzter Zeit. Lernstoff bewältigen, Abgabefristen einhalten, nebenbei vielleicht noch arbeiten oder soziale Kontakte pflegen: Wer sich hier nicht verzetteln will, braucht praxistaugliche Strategien.</p>



<p>Die folgenden fünf <strong>Habits</strong> unterstützen Dich dabei, konzentrierter zu arbeiten, bessere Prioritäten zu setzen und trotzdem Zeit für Dich selbst zu behalten.</p>

<p><strong>1. Zeitfresser reduzieren – vor allem das Smartphone</strong>
Unzählige Nachrichten, Reels und Updates – das Handy ist einer der grössten Konzentrationskiller. Wer lernen oder arbeiten will, sollte Push-Benachrichtigungen deaktivieren, das Smartphone ausser Sichtweite legen oder mit App-Sperren arbeiten. Ein bewährter Habit: das Handy bewusst ausser Reichweite bringen, z. B. in einen anderen Raum, einen Spind oder eine Tasche.</p>

<p><strong>2. Besser arbeiten mit Deep Work und der Pomodoro-Technik</strong>
Statt Multitasking: 25 Minuten volle Konzentration, 5 Minuten Pause – das ist das Prinzip der <strong>Pomodoro-Technik</strong>. Wer diese Methode mit <strong>Deep Work</strong> kombiniert (fokussiertes Arbeiten ohne Ablenkung), lernt effizienter und schafft mehr in kürzerer Zeit. Unterstützen können Tools wie <em>Anki</em>, <em>Study Smarter</em> oder <em>KI-Chatbots</em>, die z. B. Karteikarten oder Zusammenfassungen automatisiert erstellen.</p>

<p><strong>3. Aufgaben sinnvoll priorisieren mit der Eisenhower-Matrix</strong>
Nicht alles, was dringend ist, ist auch wichtig. Die <strong>Eisenhower-Matrix</strong> hilft Dir, Aufgaben danach zu sortieren, was wirklich zählt. Wichtig und unangenehm? Dann gleich zu Beginn des Tages erledigen – das ist die „Eat that Frog“-Strategie. Gerade am Morgen ist die Konzentration am höchsten. Wer mit dem Schwierigsten beginnt, startet mit einem Motivationsschub in den Tag.</p>

<p><strong>4. Realistisch planen und feste Strukturen schaffen</strong>
Lernpläne vom Abgabetermin rückwärts erstellen, feste Zeitfenster für Lernen, Alltag und Freizeit definieren – so entsteht eine klare Wochenstruktur. Haushaltskram und Besorgungen solltest Du bündeln, damit sie weniger Raum einnehmen. Und: Nach dem <strong>Pareto-Prinzip</strong> reichen oft 20 % des Aufwands für 80 % des Ergebnisses – perfektionistisches Arbeiten lohnt sich nicht immer.</p>

<p><strong>5. Eigenverantwortung stärken – aber mit gesunder Begrenzung</strong>
Ob Klausuren, schriftliche Arbeiten oder Prüfungen: Mehr als sechs Stunden konzentriertes Lernen am Tag sind selten sinnvoll. Besser ist es, Lernstoff über mehrere Tage oder Wochen zu verteilen – so bleibt mehr hängen, und Du schonst Deine Energie. Wer häufig Nachtschichten einlegt, braucht keinen Stolz, sondern einen besseren Plan.</p>

<p>Diese fünf <strong>Habits</strong> helfen Dir, Deine Zeit gezielter zu nutzen, produktiver zu arbeiten und gleichzeitig Raum für Erholung und persönliche Interessen zu behalten. <a href="https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/stress-im-studium-so-geht-gutes-zeitmanagement-110397372.html">Denn nachhaltiger Lernerfolg entsteht nicht durch ständigen Druck</a> – sondern durch klare Prioritäten, kluge Planung und regelmässige Pausen.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Demokratie ist nicht, wenn Menschen Dinge wählen, die man selbst gut und richtig findet!“</em></strong> – Juli Zeh (*1974)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-rituale-schaffen" id="productivityporn-tipp-der-woche-rituale-schaffen">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Rituale schaffen</h2>

<p>Etabliere feste Routinen, um Deinen Tag strukturierter zu gestalten. Ein klarer Start in den Tag mit festen Abläufen hilft Dir, produktiver zu arbeiten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-die-einzigartigkeitsfalle-warum-wir-uns-für-besonders-halten-und-darum-schlechtere-entscheidungen-treffen" id="aus-dem-archiv-die-einzigartigkeitsfalle-warum-wir-uns-für-besonders-halten-und-darum-schlechtere-entscheidungen-treffen">Aus dem Archiv: Die Einzigartigkeitsfalle: Warum wir uns für besonders halten – und darum schlechtere Entscheidungen treffen</h2>

<p>Ich kenne das Gefühl nur zu gut: Ein neues Projekt, eine knifflige Herausforderung, eine wichtige Entscheidung – und sofort denke ich, dass meine Situation einzigartig ist. Keine Erfahrungswerte, keine Vergleiche, keine Vorbilder. Doch genau dieses Denken kann zu gravierenden Fehlentscheidungen führen. Im aktuellen Harvard Business Review findet sich ein aufschlussreicher Artikel (Paywall) zum <em>Uniqueness Bias</em>, einer kognitiven Verzerrung, die uns glauben lässt, dass unsere Probleme oder Projekte einmalig sind. Die Autoren zeigen: Wer sich für einzigartig hält, trifft oft schlechtere Entscheidungen, unterschätzt Risiken und ignoriert wertvolle Erfahrungen anderer.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/die-einzigartigkeitsfalle-warum-wir-uns-fur-besonders-halten-und-darum">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-18-zeitmanagement-in-ausbildung-und-studium-5-konkrete-habits-fuer</guid>
      <pubDate>Mon, 04 May 2026 06:30:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 17: Warum Stress nicht unser Feind ist</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-17-warum-stress-nicht-unser-feind-ist?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Stress wird heute oft als Krankheit verstanden – als etwas, das vermieden, bewältigt oder therapiert werden muss. Doch ein genauerer Blick zeigt: Stress ist weder ungewöhnlich noch per se negativ. Im Gegenteil – richtig verstanden und eingeordnet, kann er uns wachsen lassen.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Stress ist normal – und oft sogar hilfreich  &#xA;Der Grundgedanke: Stress gehört zum Leben. Er ist nicht automatisch ein Anzeichen von Überforderung, sondern oft ein Zeichen von Einsatz, Verantwortung oder Entwicklung. Ohne Druck kein Fortschritt, ohne Herausforderung keine Leistung – ob beim Lernen, im Beruf oder in der persönlichen Entwicklung. Stress wirkt dabei wie ein Antrieb, der uns aktiv hält und dazu bringt, Prioritäten zu setzen, uns zu fokussieren oder Gewohnheiten zu überdenken.&#xA;&#xA;Die philosophische Perspektive: Von Schopenhauer bis Nietzsche  &#xA;Historisch gesehen wurde Stress nie als Krankheit begriffen. Die Stoiker etwa betrachteten Belastung als unvermeidlich – der entscheidende Punkt sei, wie wir darauf reagieren. Auch Schopenhauer ging davon aus, dass das Leben vor allem aus Leiden bestehe – dieses zu akzeptieren sei klüger als es zu leugnen. Nietzsche hingegen sah gerade in der Überwindung von Widerständen den Weg zu persönlicher Freiheit und innerer Stärke. Sein berühmtes Diktum „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Stress ist nicht das Problem – sondern eine Einladung zum Wachstum.&#xA;&#xA;Fazit: Nicht alles pathologisieren – sondern einordnen und nutzen  &#xA;Wir sollten nicht jede Anspannung als Störung betrachten. Die Tendenz, alltägliche Emotionen wie Stress oder Unzufriedenheit vorschnell zu pathologisieren, verstärkt eher das Gefühl von Hilflosigkeit. Wer hingegen lernt, Stress als Teil des Lebens zu akzeptieren – und ihn als Impuls zur Veränderung nutzt –, handelt selbstwirksam und findet oft zu mehr Klarheit und Widerstandskraft zurück. Stress ist kein Makel, sondern oft ein Zeichen dafür, dass etwas auf dem Spiel steht. Wer sich ihm nicht entzieht, sondern ihn versteht und einordnet, wird nicht schwächer, sondern stärker. Die Philosophie bietet dafür seit Jahrhunderten einen robusten Bezugsrahmen – aktueller denn je.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Die Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ – Jean Paul (1763–1825)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: To-do-Listen richtig nutzen&#xA;&#xA;To-do-Listen helfen dir, den Überblick zu behalten – aber nur, wenn du sie gezielt einsetzt. Priorisiere deine Liste und setze realistische Ziele, anstatt sie mit unendlich vielen Aufgaben zu überladen.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Was wir heute von Carl Gustav Jung lernen können&#xA;&#xA;1933 schrieb Carl Gustav Jung in einem Brief an einen seiner Patienten: „Man lebt, wie man leben kann. Es gibt keinen einzigen bestimmten Weg für den einzelnen, der ihm vorgeschrieben oder der passend wäre.“ Mit diesen Worten formulierte er eine seiner zentralen Einsichten: Jeder Mensch beschreitet seinen individuellen Lebensweg, ohne eine vorgegebene Richtung. Doch was kann Jung uns heute noch über Selbsterkenntnis und persönliche Entwicklung lehren?&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Stress wird heute oft als Krankheit verstanden – als etwas, das vermieden, bewältigt oder therapiert werden muss. Doch ein genauerer Blick zeigt: Stress ist weder ungewöhnlich noch per se negativ. Im Gegenteil – richtig verstanden und eingeordnet, kann er uns wachsen lassen.</p>



<p><strong>Stress ist normal – und oft sogar hilfreich</strong><br/>
Der Grundgedanke: Stress gehört zum Leben. Er ist nicht automatisch ein Anzeichen von Überforderung, sondern oft ein Zeichen von Einsatz, Verantwortung oder Entwicklung. Ohne Druck kein Fortschritt, ohne Herausforderung keine Leistung – ob beim Lernen, im Beruf oder in der persönlichen Entwicklung. Stress wirkt dabei wie ein Antrieb, der uns aktiv hält und dazu bringt, Prioritäten zu setzen, uns zu fokussieren oder Gewohnheiten zu überdenken.</p>

<p><strong>Die philosophische Perspektive: Von Schopenhauer bis Nietzsche</strong><br/>
Historisch gesehen wurde Stress nie als Krankheit begriffen. Die <em>Stoiker</em> etwa betrachteten Belastung als unvermeidlich – der entscheidende Punkt sei, wie wir darauf reagieren. Auch <em>Schopenhauer</em> ging davon aus, dass das Leben vor allem aus Leiden bestehe – dieses zu akzeptieren sei klüger als es zu leugnen. <em>Nietzsche</em> hingegen sah gerade in der Überwindung von Widerständen den Weg zu persönlicher Freiheit und innerer Stärke. Sein berühmtes Diktum „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Stress ist nicht das Problem – sondern eine Einladung zum Wachstum.</p>

<p><strong>Fazit: Nicht alles pathologisieren – sondern einordnen und nutzen</strong><br/>
Wir sollten nicht jede Anspannung als Störung betrachten. Die Tendenz, alltägliche Emotionen wie Stress oder Unzufriedenheit vorschnell zu pathologisieren, verstärkt eher das Gefühl von Hilflosigkeit. Wer hingegen lernt, Stress als Teil des Lebens zu akzeptieren – und ihn als Impuls zur Veränderung nutzt –, handelt selbstwirksam und findet oft zu mehr Klarheit und Widerstandskraft zurück. Stress ist kein Makel, sondern oft ein Zeichen dafür, dass etwas auf dem Spiel steht. Wer sich ihm nicht entzieht, sondern ihn versteht und einordnet, wird nicht schwächer, sondern stärker. Die Philosophie bietet dafür seit Jahrhunderten einen robusten Bezugsrahmen – aktueller denn je.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Die Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“</em></strong> – Jean Paul (1763–1825)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-to-do-listen-richtig-nutzen" id="productivityporn-tipp-der-woche-to-do-listen-richtig-nutzen">ProductivityPorn-Tipp der Woche: To-do-Listen richtig nutzen</h2>

<p>To-do-Listen helfen dir, den Überblick zu behalten – aber nur, wenn du sie gezielt einsetzt. Priorisiere deine Liste und setze realistische Ziele, anstatt sie mit unendlich vielen Aufgaben zu überladen.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-was-wir-heute-von-carl-gustav-jung-lernen-können" id="aus-dem-archiv-was-wir-heute-von-carl-gustav-jung-lernen-können">Aus dem Archiv: Was wir heute von Carl Gustav Jung lernen können</h2>

<p>1933 schrieb Carl Gustav Jung in einem Brief an einen seiner Patienten: „Man lebt, wie man leben kann. Es gibt keinen einzigen bestimmten Weg für den einzelnen, der ihm vorgeschrieben oder der passend wäre.“ Mit diesen Worten formulierte er eine seiner zentralen Einsichten: Jeder Mensch beschreitet seinen individuellen Lebensweg, ohne eine vorgegebene Richtung. Doch was kann Jung uns heute noch über Selbsterkenntnis und persönliche Entwicklung lehren?</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/individuation-was-wir-heute-von-carl-gustav-jung-lernen-konnen">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-17-warum-stress-nicht-unser-feind-ist</guid>
      <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 06:30:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 16: Wie wir Resilienz lernen können – Drei Strategien für schwierige Zeiten</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-16-wie-wir-resilienz-lernen-koennen-drei-strategien-fuer-schwierige?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Resilienz ist eine wichtige Ressource – gerade in Zeiten wie diesen. Dr. Hones drei Strategien können uns helfen, Resilienz aufzubauen.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Die neuseeländische Resilienzforscherin Dr. Lucy Hone weiss, wovon sie spricht. Nach dem Verlust ihrer zwölfjährigen Tochter entwickelte sie auf Basis persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Forschung drei Prinzipien, die besonders in belastenden Lebensphasen Orientierung bieten – etwa bei Trennung, Trauer oder anderen Umbrüchen.&#xA;&#xA;Erstens: Resiliente Menschen erkennen an, dass Leiden zum Leben gehört. Sie fragen nicht „Warum ich?“, sondern „Warum nicht ich?“. Diese Haltung schützt davor, sich als hilfloses Opfer zu erleben, und schafft Raum für Selbstwirksamkeit – auch in der Krise. Zweitens: Sie richten ihren Blick gezielt auf das, was bleibt. Dankbarkeit ist hier kein Zweckoptimismus, sondern eine bewusste Entscheidung, das Gute im Schlechten nicht zu übersehen. Dr. Hone empfiehlt, abends drei positive Dinge des Tages zu notieren – eine kleine Übung mit messbar positiven Effekten auf das emotionale Wohlbefinden. Drittens: Resiliente Menschen stellen sich die Frage „Hilft mir das oder schadet es mir?“ – etwa beim Umgang mit Erinnerungen, Selbstgesprächen oder Verhaltensmustern. Diese simple Reflexion verschiebt den Fokus weg vom Schmerz hin zur Selbststeuerung. Wer so denkt, gewinnt Handlungsspielraum zurück – und findet Schritt für Schritt zurück in die eigene Kraft.&#xA;&#xA;Diese drei Prinzipien – Leid annehmen, Positives wahrnehmen, bewusst steuern – bilden ein tragfähiges Gerüst für mehr innere Stärke. Resilienz entsteht nicht über Nacht, aber sie lässt sich Schritt für Schritt kultivieren. Gerade in Zeiten von Umbruch oder Verlust kann sie zu einem Kompass werden, der hilft, neue Orientierung und Hoffnung zu finden.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Wissen nennen wir jenen kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet und klassifiziert haben.“ – Ambrose Bierce (1842–1914)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Weniger Nachrichten konsumieren&#xA;&#xA;Ständiges Nachrichtenlesen lenkt ab und kann deine Stimmung negativ beeinflussen. Begrenze deinen Nachrichtenkonsum auf feste Zeiten oder Tage, um deinen Fokus auf deine eigenen Aufgaben zu behalten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Wie der Fokus auf Zahlen uns vom Wesentlichen ablenkt&#xA;&#xA;In unserer digitalisierten Welt werden wir zunehmend von Metriken begleitet. Egal ob es die Anzahl gelesener Seiten, die Schritte auf dem Fitness-Tracker oder die Schlafstatistik sind – Zahlen und Daten sind allgegenwärtig. Metriken können uns helfen, Fortschritte zu sehen und Orientierung zu schaffen. Doch sie bergen auch Risiken, die häufig übersehen werden. Sobald eine Kennzahl selbst zum Ziel wird, entfaltet sie oft nicht mehr die ursprünglich beabsichtigte Wirkung.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Resilienz ist eine wichtige Ressource – gerade in Zeiten wie diesen. Dr. Hones drei Strategien können uns helfen, Resilienz aufzubauen.</p>



<p>Die neuseeländische Resilienzforscherin <a href="https://maven.com/articles/dr-lucy-hone">Dr. Lucy Hone weiss, wovon sie spricht</a>. Nach dem Verlust ihrer zwölfjährigen Tochter entwickelte sie auf Basis persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Forschung drei Prinzipien, die besonders in belastenden Lebensphasen Orientierung bieten – etwa bei Trennung, Trauer oder anderen Umbrüchen.</p>

<p>Erstens: Resiliente Menschen erkennen an, dass Leiden zum Leben gehört. Sie fragen nicht <em>„Warum ich?“</em>, sondern <em>„Warum nicht ich?“</em>. Diese Haltung schützt davor, sich als hilfloses Opfer zu erleben, und schafft Raum für Selbstwirksamkeit – auch in der Krise. Zweitens: Sie richten ihren Blick gezielt auf das, was bleibt. Dankbarkeit ist hier kein Zweckoptimismus, sondern eine bewusste Entscheidung, das Gute im Schlechten nicht zu übersehen. Dr. Hone empfiehlt, abends drei positive Dinge des Tages zu notieren – eine kleine Übung mit messbar positiven Effekten auf das emotionale Wohlbefinden. Drittens: Resiliente Menschen stellen sich die Frage <em>„Hilft mir das oder schadet es mir?“</em> – etwa beim Umgang mit Erinnerungen, Selbstgesprächen oder Verhaltensmustern. Diese simple Reflexion verschiebt den Fokus weg vom Schmerz hin zur Selbststeuerung. Wer so denkt, gewinnt Handlungsspielraum zurück – und findet Schritt für Schritt zurück in die eigene Kraft.</p>

<p>Diese drei Prinzipien – Leid annehmen, Positives wahrnehmen, bewusst steuern – bilden ein tragfähiges Gerüst für mehr innere Stärke. Resilienz entsteht nicht über Nacht, aber sie lässt sich Schritt für Schritt kultivieren. Gerade in Zeiten von Umbruch oder Verlust kann sie zu einem Kompass werden, der hilft, neue Orientierung und Hoffnung zu finden.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Wissen nennen wir jenen kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet und klassifiziert haben.“</em></strong> – Ambrose Bierce (1842–1914)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-weniger-nachrichten-konsumieren" id="productivityporn-tipp-der-woche-weniger-nachrichten-konsumieren">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Weniger Nachrichten konsumieren</h2>

<p>Ständiges Nachrichtenlesen lenkt ab und kann deine Stimmung negativ beeinflussen. Begrenze deinen Nachrichtenkonsum auf feste Zeiten oder Tage, um deinen Fokus auf deine eigenen Aufgaben zu behalten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-wie-der-fokus-auf-zahlen-uns-vom-wesentlichen-ablenkt" id="aus-dem-archiv-wie-der-fokus-auf-zahlen-uns-vom-wesentlichen-ablenkt">Aus dem Archiv: Wie der Fokus auf Zahlen uns vom Wesentlichen ablenkt</h2>

<p>In unserer digitalisierten Welt werden wir zunehmend von Metriken begleitet. Egal ob es die Anzahl gelesener Seiten, die Schritte auf dem Fitness-Tracker oder die Schlafstatistik sind – Zahlen und Daten sind allgegenwärtig. Metriken können uns helfen, Fortschritte zu sehen und Orientierung zu schaffen. Doch sie bergen auch Risiken, die häufig übersehen werden. Sobald eine Kennzahl selbst zum Ziel wird, entfaltet sie oft nicht mehr die ursprünglich beabsichtigte Wirkung.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/wie-der-fokus-auf-zahlen-uns-vom-wesentlichen-ablenkt">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-16-wie-wir-resilienz-lernen-koennen-drei-strategien-fuer-schwierige</guid>
      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 06:30:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 15: „Gnothi seauton“ – warum echte Selbsterkenntnis der Schlüssel zu Entwicklung ist</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-15-gnothi-seauton-warum-echte-selbsterkenntnis-der-schluessel-zu?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer die Welt verstehen will, muss bei sich selbst anfangen. Um dies zu erreichen, braucht es nur drei Schritte. Aber diese drei Schritte haben es in sich.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Der Aufruf „Erkenne dich selbst“, in Stein gemeisselt im Tempel von Delphi, war eines der zentralen Prinzipien der antiken Philosophie. Für Denker wie Seneca war klar: Wer die Welt verstehen will, muss bei sich selbst anfangen. Nicht im Sinne selbstverliebter Innenschau, sondern als radikale Übung in Ehrlichkeit und Selbstprüfung. Diese Grundhaltung ist zeitlos – und aktueller denn je.&#xA;&#xA;Denn moderne psychologische Forschung zeigt: Unser Bild von uns selbst ist oft ungenau. Studien belegen, dass Menschen ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten systematisch überschätzen. Auch unsere Fähigkeit, zukünftige Reaktionen oder Emotionen vorherzusagen, ist überraschend schwach ausgeprägt. Der Grund: Wir neigen dazu, unbequeme Einsichten zu vermeiden, um unser Selbstbild zu schützen – ein Phänomen, das Forscher als „psychologisches Immunsystem“ beschreiben. Doch genau diese Komfortzone steht echter Entwicklung im Weg.&#xA;&#xA;Wer sich selbst besser kennenlernen möchte, braucht drei zentrale Schritte:&#xA;&#xA;Erstens: Aufhören, sich selbst zu schonen. Wie körperliches Training verlangt auch mentale Stärke die Bereitschaft, sich regelmässig mit Unangenehmem auseinanderzusetzen. Das bedeutet: ehrliches Feedback suchen, kritische Rückmeldung zulassen – auch wenn es zunächst schmerzt.&#xA;&#xA;Zweitens: Sich selbst als veränderbar begreifen. Wer glaubt, dass Eigenschaften und Fähigkeiten fix sind, wird sich schwertun, kritische Informationen zu akzeptieren. Menschen mit einer lernorientierten Haltung hingegen nutzen Rückmeldungen aktiv, um zu wachsen.&#xA;&#xA;Drittens: Verhalten bewusst verändern. Selbstkenntnis bringt nur dann etwas, wenn sie auch in konkretes Handeln übersetzt wird. Wer sich so verhält, wie er oder sie sein möchte – z. B. aufmerksamer, klarer, mutiger –, verändert über die Zeit nicht nur das Verhalten, sondern auch das Selbstbild.&#xA;&#xA;Selbsterkenntnis ist kein einmaliger Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Sie erfordert Mut zur Ehrlichkeit, Offenheit für Veränderung und die Bereitschaft, sich von Illusionen zu lösen. Wer diesen Weg geht, gewinnt Klarheit, Integrität – und letztlich die Freiheit, das eigene Leben bewusst zu gestalten.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Mit unserem Urteil ist es wie mit unseren Uhren. Nicht zwei gehen genau gleich, und doch glaubt jeder der seinigen.“ – Alexander Pope (1688–1744)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Meetings kürzer halten&#xA;&#xA;Die meisten Meetings dauern länger als nötig. Reduziere Meetings auf das Wesentliche und setze Zeitlimits, um effizienter zu arbeiten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Ockhams Besen – Wenn unbequeme Fakten unter den Teppich gekehrt werden&#xA;&#xA;Benannt nach dem englischen Philosophen Wilhelm von Ockham (engl. William of Occam), der mit seinem berühmten „Rasiermesser“ die Grundlage für eine elegante Wissenschaftsregel legte, ist „Ockhams Besen“ eine humorvolle und nachdenklich machende Ergänzung: anstatt die einfachste Erklärung zu wählen, werden hier störende Details beiseitegefegt. Dieser Ansatz erlaubt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die ungelösten Fragen – zumindest vorläufig – aus dem Blick zu räumen.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wer die Welt verstehen will, muss bei sich selbst anfangen. Um dies zu erreichen, braucht es nur drei Schritte. Aber diese drei Schritte haben es in sich.</p>



<p>Der Aufruf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gnothi_seauton"><em>„Erkenne dich selbst“</em></a>, in Stein gemeisselt im Tempel von Delphi, war eines der zentralen Prinzipien der antiken Philosophie. Für Denker wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seneca">Seneca</a> war klar: Wer die Welt verstehen will, muss bei sich selbst anfangen. Nicht im Sinne selbstverliebter Innenschau, sondern als radikale Übung in Ehrlichkeit und Selbstprüfung. Diese Grundhaltung ist zeitlos – und aktueller denn je.</p>

<p>Denn moderne psychologische Forschung zeigt: Unser Bild von uns selbst ist oft ungenau. Studien belegen, dass <a href="https://citeseerx.ist.psu.edu/document?repid=rep1&amp;type=pdf&amp;doi=dccb2ffeba0d066087d544c9cc58ea351e7f3ffd">Menschen ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten systematisch überschätzen</a>. Auch unsere Fähigkeit, <a href="http://people.uncw.edu/hakanr/documents/predictingcloseonesdailybehaviors.pdf">zukünftige Reaktionen oder Emotionen vorherzusagen</a>, ist überraschend schwach ausgeprägt. Der Grund: <a href="https://sites.lsa.umich.edu/sasi/wp-content/uploads/sites/275/2015/11/caputo.dunn_.pdf">Wir neigen dazu, unbequeme Einsichten zu vermeiden, um unser Selbstbild zu schützen</a> – ein Phänomen, das Forscher als <a href="https://labs.psych.ucsb.edu/sherman/david/sites/labs.psych.ucsb.edu.sherman.david/files/pubs/sherman_hartson_2011.pdf">„psychologisches Immunsystem“</a> beschreiben. Doch genau diese Komfortzone steht echter Entwicklung im Weg.</p>

<p>Wer sich selbst besser kennenlernen möchte, braucht <a href="https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2025/04/know-yourself-socrates/682458/">drei zentrale Schritte</a>:</p>

<p><strong>Erstens: Aufhören, sich selbst zu schonen.</strong> Wie körperliches Training verlangt auch mentale Stärke die Bereitschaft, sich regelmässig mit Unangenehmem auseinanderzusetzen. Das bedeutet: ehrliches Feedback suchen, kritische Rückmeldung zulassen – auch wenn es zunächst schmerzt.</p>

<p><strong>Zweitens: Sich selbst als veränderbar begreifen.</strong> Wer glaubt, dass Eigenschaften und Fähigkeiten fix sind, wird sich schwertun, kritische Informationen zu akzeptieren. Menschen mit einer lernorientierten Haltung hingegen nutzen Rückmeldungen aktiv, um zu wachsen.</p>

<p><strong>Drittens: Verhalten bewusst verändern.</strong> Selbstkenntnis bringt nur dann etwas, wenn sie auch in konkretes Handeln übersetzt wird. Wer sich so verhält, wie er oder sie sein möchte – z. B. aufmerksamer, klarer, mutiger –, verändert über die Zeit nicht nur das Verhalten, sondern auch das Selbstbild.</p>

<p>Selbsterkenntnis ist kein einmaliger Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Sie erfordert Mut zur Ehrlichkeit, Offenheit für Veränderung und die Bereitschaft, sich von Illusionen zu lösen. Wer diesen Weg geht, gewinnt Klarheit, Integrität – und letztlich die Freiheit, das eigene Leben bewusst zu gestalten.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Mit unserem Urteil ist es wie mit unseren Uhren. Nicht zwei gehen genau gleich, und doch glaubt jeder der seinigen.“</em></strong> – Alexander Pope (1688–1744)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-meetings-kürzer-halten" id="productivityporn-tipp-der-woche-meetings-kürzer-halten">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Meetings kürzer halten</h2>

<p>Die meisten Meetings dauern länger als nötig. Reduziere Meetings auf das Wesentliche und setze Zeitlimits, um effizienter zu arbeiten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-ockhams-besen-wenn-unbequeme-fakten-unter-den-teppich-gekehrt-werden" id="aus-dem-archiv-ockhams-besen-wenn-unbequeme-fakten-unter-den-teppich-gekehrt-werden">Aus dem Archiv: Ockhams Besen – Wenn unbequeme Fakten unter den Teppich gekehrt werden</h2>

<p>Benannt nach dem englischen Philosophen Wilhelm von Ockham (engl. William of Occam), der mit seinem berühmten „Rasiermesser“ die Grundlage für eine elegante Wissenschaftsregel legte, ist „Ockhams Besen“ eine humorvolle und nachdenklich machende Ergänzung: anstatt die einfachste Erklärung zu wählen, werden hier störende Details beiseitegefegt. Dieser Ansatz erlaubt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die ungelösten Fragen – zumindest vorläufig – aus dem Blick zu räumen.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/ockhams-besen-wenn-unbequeme-fakten-unter-den-teppich-gekehrt-werden">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-15-gnothi-seauton-warum-echte-selbsterkenntnis-der-schluessel-zu</guid>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 06:30:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 14: Gute Habits beginnen im Kopf</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-14-gute-habits-beginnen-im-kopf?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Habits, Gewohnheiten, Automatismen – sie machen uns nicht automatisch zu besseren Menschen, aber sie machen unseren Alltrag lebenswert. Disziplin spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Gewohnheiten entstehen nicht nur durch Disziplin – sondern vor allem durch clevere Hirnmechanismen. Zwei Systeme arbeiten dabei zusammen: ein automatisches, reizgesteuertes System und ein bewusster, zielgerichteter Teil. Dauerhafte Verhaltensänderung gelingt nur, wenn das automatische System durch gezielte Wiederholung „umtrainiert“ und das bewusste System gestärkt wird – etwa durch kleine Belohnungen oder motivierendes Feedback.&#xA;&#xA;Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Forschungsteams um Eike Buabang (Trinity College Dublin, 2025) zeigt: Neue Habits setzen sich durch, wenn sie in positivem Kontext stattfinden und regelmässig verstärkt werden – etwa durch Apps, Checklisten oder visuelle Fortschrittsanzeigen. Gleichzeitig lassen sich schlechte Gewohnheiten schwächen, wenn ihre Auslöser entfernt werden. Auch ein veränderter Alltag oder ein neuer Ort können helfen, eingefahrene Muster zu durchbrechen.&#xA;&#xA;Warum schädliche Routinen wie Prokrastination dennoch so hartnäckig sind, ist noch nicht abschliessend geklärt. Klar ist aber: Unser Gehirn liebt Effizienz. Wer sich einmal hilfreiche Automatismen angewöhnt hat, profitiert doppelt – durch mentale Entlastung und mehr Verlässlichkeit im Alltag. Entscheidend ist also weniger der starke Wille, sondern ein klug gestaltetes Umfeld und das geduldige Wiederholen kleiner Schritte.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Lebensklugheit bedeudet: Alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.“ – Arthur Schnitzler (1862–1931)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Deadlines setzen&#xA;&#xA;Setze dir für jede Aufgabe eine realistische Deadline – auch für kleinere To-dos. Das hilft dir, schneller Entscheidungen zu treffen und deine Arbeit effizienter zu erledigen.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Medienkompetenz neu denken?&#xA;&#xA;Kürzlich habe ich in der NZZ vom 8. Oktober 2024 einen Artikel von Mischa Senn gelesen, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Den Beitrag fand ich in gewisser Weise inspirierend, da er eine neue Perspektive auf den Umgang mit Falschinformationen in den Medien aufzeigt. Besonders in sozialen Netzwerken und bei durch künstliche Intelligenz generierten Inhalten wird die bewusste Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit immer schwieriger. Senn unterbreitet in seinem Artikel einige Vorschläge, die uns zu einem grundsätzlich neuen Ansatz der Medienkompetenz führen könnten: Einer „Unrichtigkeitsvermutung“ gegenüber medialen Inhalten.&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Habits, Gewohnheiten, Automatismen – sie machen uns nicht automatisch zu besseren Menschen, aber sie machen unseren Alltrag lebenswert. Disziplin spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.</p>



<p>Gewohnheiten entstehen nicht nur durch Disziplin – sondern vor allem durch clevere Hirnmechanismen. Zwei Systeme arbeiten dabei zusammen: ein automatisches, reizgesteuertes System und ein bewusster, zielgerichteter Teil. Dauerhafte Verhaltensänderung gelingt nur, wenn das automatische System durch gezielte Wiederholung „umtrainiert“ und das bewusste System gestärkt wird – etwa durch kleine Belohnungen oder motivierendes Feedback.</p>

<p>Eine <a href="https://www.tcd.ie/news_events/articles/2024/new-cognitive-blueprint-for-making-and-breaking-habits-/">aktuelle Übersichtsarbeit</a> des Forschungsteams um <a href="https://www.cell.com/trends/cognitive-sciences/fulltext/S1364-6613%2824%2900266-3">Eike Buabang (Trinity College Dublin, 2025)</a> zeigt: Neue Habits setzen sich durch, wenn sie in positivem Kontext stattfinden und regelmässig verstärkt werden – etwa durch Apps, Checklisten oder visuelle Fortschrittsanzeigen. Gleichzeitig lassen sich schlechte Gewohnheiten schwächen, wenn ihre Auslöser entfernt werden. Auch ein veränderter Alltag oder ein neuer Ort können helfen, eingefahrene Muster zu durchbrechen.</p>

<p>Warum schädliche Routinen wie Prokrastination dennoch so hartnäckig sind, ist noch nicht abschliessend geklärt. Klar ist aber: Unser Gehirn liebt Effizienz. Wer sich einmal hilfreiche Automatismen angewöhnt hat, profitiert doppelt – durch mentale Entlastung und mehr Verlässlichkeit im Alltag. Entscheidend ist also weniger der starke Wille, sondern ein klug gestaltetes Umfeld und das geduldige Wiederholen kleiner Schritte.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Lebensklugheit bedeudet: Alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.“</em></strong> – Arthur Schnitzler (1862–1931)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-deadlines-setzen" id="productivityporn-tipp-der-woche-deadlines-setzen">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Deadlines setzen</h2>

<p>Setze dir für jede Aufgabe eine realistische Deadline – auch für kleinere To-dos. Das hilft dir, schneller Entscheidungen zu treffen und deine Arbeit effizienter zu erledigen.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-medienkompetenz-neu-denken" id="aus-dem-archiv-medienkompetenz-neu-denken">Aus dem Archiv: Medienkompetenz neu denken?</h2>

<p>Kürzlich habe ich in der NZZ vom 8. Oktober 2024 einen Artikel von Mischa Senn gelesen, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Den Beitrag fand ich in gewisser Weise inspirierend, da er eine neue Perspektive auf den Umgang mit Falschinformationen in den Medien aufzeigt. Besonders in sozialen Netzwerken und bei durch künstliche Intelligenz generierten Inhalten wird die bewusste Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit immer schwieriger. Senn unterbreitet in seinem Artikel einige Vorschläge, die uns zu einem grundsätzlich neuen Ansatz der Medienkompetenz führen könnten: Einer „Unrichtigkeitsvermutung“ gegenüber medialen Inhalten.</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/medienkompetenz-neu-denken">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-14-gute-habits-beginnen-im-kopf</guid>
      <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 06:30:12 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>EpicMonday 13: Blick nach vorn – warum Zukunftsdenken Dein Leben verbessert</title>
      <link>https://epicmind.ch/epicmonday-13-blick-nach-vorn-warum-zukunftsdenken-dein-leben-verbessert?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.&#xA;&#xA;Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wenn wir nach vorn blicken, entwickeln wir Selbstwirksamkeit, wir werden sogar resilienter. Richten wir also öfters unsere Aufmerksamkeit auf wünschenswerte Ziele!&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;„Lebe im Moment“ gilt als Leitsatz vieler Achtsamkeitsratgeber – doch psychologische Forschung zeigt: Wer regelmässig über die eigene Zukunft nachdenkt, trifft bessere Entscheidungen, entwickelt mehr Selbstwirksamkeit und lebt zufriedener. Zukunftsorientiertes Denken – etwa in Form einer klaren Vorstellung des „bestmöglichen zukünftigen Ichs“ – erhöht laut Studien nicht nur die Motivation, sondern verbessert auch die emotionale Resilienz. Schon wenige Minuten täglicher Reflexion reichen aus, um das Wohlbefinden zu steigern.&#xA;&#xA;Das therapeutische Konzept der Future Directed Therapy (FDT) setzt genau hier an: Es hilft, gedankliche Blockaden zu erkennen und in lösungsorientierte Handlungsimpulse zu überführen. Wer sich regelmässig fragt: „Was will ich eigentlich?“ und seine Aufmerksamkeit bewusst auf wünschenswerte Ziele lenkt, baut mentale Stärke auf. Eine schriftliche Vision der gewünschten Zukunft – ergänzt durch konkrete, zielgerichtete Handlungsschritte – kann laut Forschung depressive Symptome reduzieren und das Gefühl von Kontrolle stärken.&#xA;&#xA;Zukunftsdenken wirkt auch neurologisch: Studien zeigen, dass das Gehirn den „zukünftigen Selbstanteil“ ähnlich aktiviert wie das Denken an nahestehende Menschen. Wer sich emotional mit dem eigenen zukünftigen Ich verbunden fühlt, sorgt im Heute besser für sich. Entscheidend ist nicht ein detaillierter Lebensplan, sondern die regelmässige, konstruktive Ausrichtung auf das, was kommen soll – um das Heute sinnvoller zu gestalten.&#xA;&#xA;Denkanstoss zum Wochenbeginn&#xA;&#xA;  „Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon.“ – Christine Busta (1915–1987)&#xA;&#xA;ProductivityPorn-Tipp der Woche: Ablenkungen minimieren (Benachrichtigungen ausschalten)&#xA;&#xA;Jede Push-Nachricht oder jedes Ping auf Deinem Handy reisst Dich aus Deiner Konzentration. Schalte unnötige Benachrichtigungen aus oder nutze den „Nicht stören“-Modus, um ungestört zu arbeiten.&#xA;&#xA;Aus dem Archiv: Die Dringlichkeitsfalle überwinden und mehr Zeit für das Wesentliche finden&#xA;&#xA;Vor kurzem ertappte ich mich wieder dabei: Ich starrte auf meine To-do-Liste, randvoll gefüllt mit Aufgaben, die dringend schienen. Eine E-Mail hier, eine Chatnachricht dort – viele kleine Dinge, die „sofort“ erledigt werden mussten. Ohne darüber nachzudenken, begann ich zu arbeiten, setzte Häkchen hinter die Aufgaben, die ich schnell abarbeiten konnte. Doch am Ende des Tages blieb das Gefühl, dass ich zwar viel „getan“ hatte, aber nichts wirklich Relevantes erreicht worden war. Kennst Du das auch?&#xA;&#xA;weiterlesen …&#xA;&#xA;Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!&#xA;&#xA;---&#xA;EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben&#xA;„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.&#xA;&#xA;!--emailsub--&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.&#xA;&#xA;Topic&#xA;Newsletter&#xA;&#xA;div class=&#34;signature&#34;&#xD;&#xA;    &lt;img&#xD;&#xA;        src=&#34;https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png&#34;&#xD;&#xA;        alt=&#34;Michael Gisiger&#34;&#xD;&#xA;        class=&#34;profile-pic u-photo&#34;&#xD;&#xA;      div class=&#34;signature-content&#34;&#xD;&#xA;        h2 class=&#34;p-author p-name&#34; rel=&#34;author&#34;Michael Gisiger/h2&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;        p class=&#34;p-note&#34;&#xD;&#xA;            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.&#xD;&#xA;            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,&#xD;&#xA;            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.&#xD;&#xA;        /p&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;p class=&#34;signature-links&#34;a href=&#34;https://www.michaelgisiger.ch/&#34; target=&#34;blank&#34;Website/a · a href=&#34;https://nerdculture.de/@gisiger&#34; target=&#34;blank&#34; rel=&#34;me&#34;Mastodon/a · a href=&#34;https://nolto.social/profile/michaelgisiger&#34; target=&#34;blank&#34;Nolto/a · a href=&#34;https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social&#34; target=&#34;blank&#34;Bluesky/a · a href=&#34;https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLEFOLLOWS&amp;amp;followMember=michaelgisiger&#34; target=&#34;_blank&#34;LinkedIn/a/p&#xD;&#xA;    /div&#xD;&#xA;/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://gisiger.biz/assets/storage/epicmind/epicmonday-cover.png" alt="Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur."/></p>

<p>Freundinnen &amp; Freunde der Weisheit! Wenn wir nach vorn blicken, entwickeln wir Selbstwirksamkeit, wir werden sogar resilienter. Richten wir also öfters unsere Aufmerksamkeit auf wünschenswerte Ziele!</p>



<p>„Lebe im Moment“ gilt als Leitsatz vieler Achtsamkeitsratgeber – doch psychologische Forschung zeigt: <a href="https://doi.org/10.1509/jmkr.48.SPL.S23">Wer regelmässig über die eigene Zukunft nachdenkt, trifft bessere Entscheidungen</a>, entwickelt mehr Selbstwirksamkeit und <a href="https://doi.org/10.1177/0146167201277003">lebt zufriedener</a>. Zukunftsorientiertes Denken – etwa in Form einer klaren Vorstellung des „bestmöglichen zukünftigen Ichs“ – erhöht laut Studien nicht nur die Motivation, sondern verbessert auch die emotionale Resilienz. Schon wenige Minuten täglicher Reflexion reichen aus, um das Wohlbefinden zu steigern.</p>

<p>Das therapeutische Konzept der <em>Future Directed Therapy (FDT)</em> setzt genau hier an: <a href="https://www.katesweeny.com/uploads/2/6/9/4/26944848/sweeny___falkenstein_2015__pspb_.pdf">Es hilft, gedankliche Blockaden zu erkennen und in lösungsorientierte Handlungsimpulse zu überführen.</a> Wer sich regelmässig fragt: „Was will ich eigentlich?“ und seine Aufmerksamkeit bewusst auf wünschenswerte Ziele lenkt, baut mentale Stärke auf. Eine schriftliche Vision der gewünschten Zukunft – ergänzt durch konkrete, zielgerichtete Handlungsschritte – kann laut Forschung depressive Symptome reduzieren und das Gefühl von Kontrolle stärken.</p>

<p>Zukunftsdenken wirkt auch neurologisch: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19774230/">Studien zeigen, dass das Gehirn den „zukünftigen Selbstanteil“ ähnlich aktiviert wie das Denken an nahestehende Menschen.</a> Wer sich emotional mit dem eigenen zukünftigen Ich verbunden fühlt, sorgt im Heute besser für sich. Entscheidend ist nicht ein detaillierter Lebensplan, sondern die regelmässige, konstruktive Ausrichtung auf das, was kommen soll – um das Heute sinnvoller zu gestalten.</p>

<h2 id="denkanstoss-zum-wochenbeginn" id="denkanstoss-zum-wochenbeginn">Denkanstoss zum Wochenbeginn</h2>

<blockquote><p><strong><em>„Morgen werde ich mich ändern, gestern wollte ich es heute schon.“</em></strong> – Christine Busta (1915–1987)</p></blockquote>

<h2 id="productivityporn-tipp-der-woche-ablenkungen-minimieren-benachrichtigungen-ausschalten" id="productivityporn-tipp-der-woche-ablenkungen-minimieren-benachrichtigungen-ausschalten">ProductivityPorn-Tipp der Woche: Ablenkungen minimieren (Benachrichtigungen ausschalten)</h2>

<p>Jede Push-Nachricht oder jedes Ping auf Deinem Handy reisst Dich aus Deiner Konzentration. Schalte unnötige Benachrichtigungen aus oder nutze den „Nicht stören“-Modus, um ungestört zu arbeiten.</p>

<h2 id="aus-dem-archiv-die-dringlichkeitsfalle-überwinden-und-mehr-zeit-für-das-wesentliche-finden" id="aus-dem-archiv-die-dringlichkeitsfalle-überwinden-und-mehr-zeit-für-das-wesentliche-finden">Aus dem Archiv: Die Dringlichkeitsfalle überwinden und mehr Zeit für das Wesentliche finden</h2>

<p>Vor kurzem ertappte ich mich wieder dabei: Ich starrte auf meine To-do-Liste, randvoll gefüllt mit Aufgaben, die dringend schienen. Eine E-Mail hier, eine Chatnachricht dort – viele kleine Dinge, die „sofort“ erledigt werden mussten. Ohne darüber nachzudenken, begann ich zu arbeiten, setzte Häkchen hinter die Aufgaben, die ich schnell abarbeiten konnte. Doch am Ende des Tages blieb das Gefühl, dass ich zwar viel „getan“ hatte, aber nichts wirklich Relevantes erreicht worden war. Kennst Du das auch?</p>

<p><a href="https://epicmind.ch/die-dringlichkeitsfalle-uberwinden-und-mehr-zeit-fur-das-wesentliche-finden">weiterlesen …</a></p>

<p>Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!</p>

<hr/>

<p><a href="https://epicmind.ch/"><strong>EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben</strong></a>
„EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.</p>



<hr/>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="https://epicmind.ch/tag:Newsletter" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Newsletter</span></a></p>

<div class="signature">
    <img src="https://www.gisiger.biz/assets/storage/epicmind/michael-gisiger-round-2.png" alt="Michael Gisiger" class="profile-pic u-photo">
    <div class="signature-content">
        <h2 class="p-author p-name">Michael Gisiger</h2>

        <p class="p-note">
            Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung.
            Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität,
            PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.
        </p>

<p class="signature-links"><a href="https://www.michaelgisiger.ch/" target="_blank">Website</a> · <a href="https://nerdculture.de/@gisiger" target="_blank">Mastodon</a> · <a href="https://nolto.social/profile/michael_gisiger" target="_blank">Nolto</a> · <a href="https://bsky.app/profile/gisiger.bsky.social" target="_blank">Bluesky</a> · <a href="https://www.linkedin.com/comm/mynetwork/discovery-see-all?usecase=PEOPLE_FOLLOWS&amp;followMember=michaelgisiger" target="_blank">LinkedIn</a></p>
    </div>
</div>
]]></content:encoded>
      <guid>https://epicmind.ch/epicmonday-13-blick-nach-vorn-warum-zukunftsdenken-dein-leben-verbessert</guid>
      <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 06:30:52 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>