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Rhetorik

Mosaik: Platons Akademie

Im Jahr 1947 hielt Dorothy L. Sayers vor der Oxford University Society einen Vortrag, der unter dem Titel The Lost Tools of Learning in die Bildungsgeschichte eingegangen ist. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein gelehrtes Relikt: Die Autorin, bekannt vor allem als Schöpferin des Detektivs Lord Peter Wimsey, plädiert für eine Wiederbelebung des mittelalterlichen Triviums – jener Trias aus Grammatik, Dialektik und Rhetorik, die im Mittelalter die Grundlage jeder höheren Bildung bildete. Bildungskonservative Nostalgie, könnte man meinen, und zur Tagesordnung übergehen.

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Morland:  Woman Reading by a Paper-Bell Shade

Wer schon einmal versucht hat, eine längere Liste, Fachbegriffe oder eine Präsentation auswendig zu lernen, kennt das Problem: Einzelne Informationen verschwinden schnell wieder aus dem Gedächtnis. Besonders schwierig wird es, wenn die Inhalte wenig miteinander zu tun haben. Genau hier setzt die sogenannte Loci-Methode an – eine jahrtausendealte Lerntechnik, die bis heute verwendet wird.

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Maccari: Cicero klagt gegen Catilina

In einem meiner Führungsseminare stellte jüngst eine Teilnehmerin die Frage: „Warum überzeugen manche Argumente sofort, andere nie?“ Eine einfache, aber tiefgründige Frage – und sie brachte eine lebhafte Diskussion in Gang. Wie gelingt es, andere nicht nur zu informieren, sondern tatsächlich zu überzeugen? Was macht eine Aussage wirkungsvoll? Diese Fragen beschäftigen nicht nur angehende Führungskräfte, sondern sind zentral für jede Form von Kommunikation – ob mündlich oder schriftlich.

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