EpicMonday 37: Glück ist kein Zufall

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Warum wirken manche Menschen trotz Stress, Verantwortung und Krisen erstaunlich ausgeglichen? Der amerikanische Glücksforscher und Harvard-Professor Arthur C. Brooks ist überzeugt: Glück entsteht weniger durch äussere Umstände als durch bewusst gepflegte Gewohnheiten.

Zwar seien viele Faktoren wie Herkunft, Charakter oder Lebenssituation nur begrenzt beeinflussbar. Entscheidend sei jedoch, wie Menschen ihren Alltag gestalten.

Brooks beschreibt vier Bereiche, die für langfristige Zufriedenheit zentral seien: sinnvolle Arbeit, enge Beziehungen, Freundschaften und etwas, das über das eigene Ich hinausweist — etwa Spiritualität, Staunen, Kunst oder freiwilliges Engagement. Auffällig ist dabei seine Kritik an einer Kultur permanenter Selbstoptimierung. Wer ausschliesslich Leistung, Fitness oder Karriere verfolgt, verliere leicht den Blick für Sinn, Gemeinschaft und emotionale Stabilität.

Sein eigener Alltag folgt einer strengen Routine: frühes Aufstehen, Bewegung, konzentrierte Arbeitsphasen und bewusste Zeiten der Reflexion. Dahinter steht jedoch nicht ein klassisches Produktivitätsideal, sondern der Versuch, mehr innere Ruhe, Klarheit und Präsenz zu gewinnen. Brooks betont dabei, dass Disziplin kein Selbstzweck sei. Sie solle helfen, ein angenehmerer Partner, Vater, Freund oder Kollege zu werden.

Besonders interessant ist seine Beobachtung zur modernen Vereinsamung. Viele Menschen seien heute sozial vernetzt, fühlten sich aber gleichzeitig isoliert und orientierungslos. Brooks plädiert deshalb für stärkere zwischenmenschliche Bindungen — auch über Generationen hinweg. Glück entstehe selten im Rückzug auf das eigene Ich, sondern meist dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich als Teil von etwas Grösserem erleben.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.“ – Demokrit (460/459–um 370 v. Chr.)

ProductivityPorn-Tipp der Woche: „Warten-auf“-Liste führen

Behalte den Überblick über Aufgaben, die andere erledigen müssen. Notiere, wem Du welche Aufgabe gegeben hast und bis wann Du eine Antwort erwartest.

Aus dem Archiv: Drei evidenzbasierte Schritte, die Dein Lernen messbar verbessern

Manchmal genügt ein einziger Satz, um alles wieder zu vergessen: „Dies ist nicht prüfungsrelevant.“ Was vorher konzentriert gelesen oder sogar verstanden wurde, ist plötzlich wie weggeblasen. Wissen, das keine Anwendung findet, verflüchtigt sich erstaunlich schnell. Umgekehrt ist es gar nicht so schwer, neue Informationen länger im Gedächtnis zu behalten, sofern Du weisst, wie. Drei kurze Schritte reichen oft aus. Alle basieren auf neurowissenschaftlichen Studien und lassen sich in weniger als fünf Minuten umsetzen. Ergänzt Du sie noch mit einem guten Schlaf, so wird daraus ein erstaunlich wirksames Lernen.

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.