EpicMonday 34: Die Kraft der Routine

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Kennst ihr das? Der Alltag fühlt sich eintönig an, und ihr fragt euch, ob ihr etwas ändern solltet? Oft wird uns vermittelt, dass Routine langweilig ist und das Leben aufregender sein sollte. Doch aktuelle Forschungen zeigen, dass gerade alltägliche Gewohnheiten unser Wohlbefinden fördern und sogar die Kreativität steigern können.

Der Anthropologe Thomas S. Weisner beschreibt eine Verbindung zwischen Chaos und Wohlbefinden: In einem strukturierten Alltag fällt es uns leichter, aktiv am Leben teilzunehmen und eine sinnvolle Routine aufzubauen. Zudem kann Langeweile den Geist freisetzen. Psychologe John Eastwood betont, dass in Momenten der Monotonie Raum für kreative Gedanken entsteht – sei es beim Joggen, Autofahren oder bei alltäglichen Aufgaben wie dem Vorbereiten von Mahlzeiten.

Wenn der Alltag also zu gewöhnlich erscheint, lohnt es sich, ihn neu zu betrachten. Strukturen und Wiederholungen geben Sicherheit, stärken Beziehungen und bieten die Gelegenheit, neue Ideen zu entwickeln. Wie S. Mann und R. Cadman in ihrer Studie zeigen, kann gerade aus der Langeweile heraus kreative Inspiration entstehen. Vielleicht liegt in der Routine mehr Potenzial, als wir denken.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ – Pablo Picasso (1881–1973)

ProductivityPorn-Tipp der Woche: Schreibtisch aufräumen

Ein ordentlicher Arbeitsplatz reduziert Ablenkungen und macht es leichter, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Halte ihn sauber und übersichtlich.

Aus dem Archiv: Ziele setzen – aber richtig

Ziele begegnen uns überall: im Sport, in der Schule, im Beruf. Wir setzen sie uns selbst oder bekommen sie von anderen vorgegeben. Doch obwohl Zielsetzung als Erfolgsrezept gilt, wirken nicht alle Ziele gleich. Manche motivieren, andere frustrieren. Manche fördern Leistung, andere behindern sie sogar. Normalerweise bin ich zurückhaltend, wenn Befunde aus anderen Disziplinen auf Bildung oder Beruf übertragen werden. Die Kontexte unterscheiden sich zu stark: in Struktur, Zielrichtung und Dynamik. Doch die sportpsychologischen Erkenntnisse aus dem systematischen Review von Williamson et al. (2024) lassen sich schwer ignorieren. Zu deutlich zeigen sie, wie unterschiedlich Ziele wirken können und werfen wichtige Fragen für andere Lebensbereiche auf.

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.