EpicMonday 29: Warum eigene Entscheidungen oft glücklicher machen

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach. Oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass wir uns geirrt haben. Solche eigenen Fehlentscheidungen nehmen wir jedoch weniger schlimm wahr als solche, die wir aufgrund schlechter Ratschläge von aussen treffen. Wie können wir also „besser” entscheiden?

Eine Studie der Cornell University zeigt, dass Menschen sich tendenziell schlechter fühlen, wenn sie aufgrund von Ratschlägen falsche Entscheidungen treffen, als wenn sie auf eigene Faust eine schlechte Wahl treffen. Die Forscher wollten herausfinden, ob Menschen mehr Reue empfinden, wenn sie falsche Entscheidungen aufgrund externer Ratschläge treffen, oder ob sie sich bei eigenen Fehlentscheidungen eher mit Pech abfinden. Das Ergebnis: Wer auf seinen eigenen Instinkt hört, fühlt sich langfristig besser – selbst wenn die Entscheidung nicht zum gewünschten Ergebnis führt.

Die Studie ergab, dass Menschen, die nach einem schlechten Rat eine ungünstige Entscheidung trafen, häufiger Reue empfanden, während diejenigen, die ohne äusseren Einfluss falsch entschieden, dies eher auf Zufall oder Pech zurückführten. Die Forscher betonen, dass es wichtig sei, den eigenen Überzeugungen zu folgen und Ratschläge kritisch zu hinterfragen. Viele Menschen nehmen an, dass ein Rat von aussen die Verantwortung mindert – tatsächlich fühlen sie sich aber schlechter, wenn sie sich gegen ihr eigenes Bauchgefühl entscheiden.

Die Autoren empfehlen eine dreiteilige Strategie für bessere Entscheidungen: Erstens sollte man die eigene Kompetenz einschätzen und überlegen, ob man in einem bestimmten Bereich über fundiertes Wissen verfügt. Zweitens ist es entscheidend, zu prüfen, ob der Rat von einer kompetenten und gut informierten Person stammt, die die eigene Situation richtig versteht. Drittens sollte man den Wert der Entscheidung selbst hinterfragen – wenn es um Kleinigkeiten geht, lohnt sich ein intensives Abwägen oft nicht. Letztlich stärkt es die eigene Zufriedenheit, die Verantwortung für Entscheidungen selbst zu übernehmen und dabei auf die eigene Intuition zu vertrauen.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Wer nur redet, bringt sich um das grosse Vergnügen, zu schweigen.“ – W. Somersett Maugham (1874–1965)

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Aus dem Archiv: Die radikale Tugend der Gelassenheit

Kaum ist das Handy entsperrt, prasseln sie auf uns ein: Nachrichten, Meinungen, Bilder, Konflikte. Was als kurzer Blick auf die Uhr begann, endet oft in einem rastlosen Zappen durch Krisen, Konflikte und Konsum. Zwischen Schlagzeilen, Mitteilungen und algorithmisch kuratierten Ablenkungen verliere ich leicht das Gefühl für das, was mir wirklich wichtig ist. Der Tag beginnt im Reizmodus – und nicht selten bleibt er dort. In solchen Momenten spüre ich, wie weit ich von dem entfernt bin, was ich eigentlich suche: einen ruhigen, klaren Blick – kurz: Gelassenheit. Doch was heisst das eigentlich? Und wie kann man sie finden, ohne sich in Gleichgültigkeit zu verlieren?

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.