EpicMonday 27: Kognitive Neuordnung – eine einfache Methode für besseren Schlaf

Freundinnen & Freunde der Weisheit! „Cognitive Shuffling“ (kognitive Neuordnung) ist eine Technik, die helfen kann, schneller einzuschlafen, indem sie das Gehirn gezielt ablenkt. Die Methode wurde von dem kanadischen Kognitionswissenschaftler Luc P. Beaudoin entwickelt und basiert auf der Idee, das Gehirn mit zusammenhangslosen Gedanken zu beschäftigen, um Grübelschleifen zu durchbrechen.
Dabei wird ein zufälliges Wort gewählt und anschliessend eine Liste von weiteren Wörtern erstellt, die mit demselben Anfangsbuchstaben beginnen. Wenn keine passenden Wörter mehr einfallen, geht man zum nächsten Buchstaben des Ausgangswortes über. Das Ziel ist, das Gehirn zu beschäftigen, ohne es zu stark zu aktivieren – ähnlich den wirren Gedankenbildern, die kurz vor dem Einschlafen natürlich auftreten.
Beaudoin entwickelte die Methode ursprünglich, um seine eigene Schlaflosigkeit zu bekämpfen. In einer Studie aus dem Jahr 2016 mit rund 150 Teilnehmern wurde die Methode mit anderen Techniken wie dem Aufschreiben von Sorgen verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass alle Methoden die Schlafqualität verbesserten, doch viele Teilnehmer bewerteten die kognitive Neuordnung als besonders hilfreich und leicht anwendbar. Die Technik wurde durch einen Artikel in Forbes bekannt und fand schnell Verbreitung in sozialen Medien. Schlafexperten wie Dr. Joe Whittington und die Psychologin Shelby Harris bestätigen, dass die Methode für viele Menschen wirksam sein kann, insbesondere als Ergänzung zu etablierten Behandlungsmethoden wie der kognitiven Verhaltenstherapie für Schlafstörungen (CBT-I).
Obwohl die wissenschaftliche Evidenz noch begrenzt ist, sehen Experten keinen Nachteil darin, die Methode auszuprobieren. Falls die Technik nach 20 Minuten keine Wirkung zeigt, wird empfohlen, aufzustehen und einer ruhigen Tätigkeit wie Lesen, Puzzeln oder Dehnen nachzugehen, bevor man es erneut versucht. Harris empfiehlt sogar, kreative Variationen der Methode auszuprobieren, etwa die Vorstellung von Cupcake-Kombinationen. Kognitive Neuordnung könnte somit ein einfacher und effektiver Weg sein, um Grübelgedanken zu unterbrechen und besser zur Ruhe zu kommen.
Denkanstoss zum Wochenbeginn
„Die modernen Sklaven werden nicht mit der Peitsche, sondern mit Terminkalendern angetrieben.“ – Telly Savalas (1922–1994)
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Aus dem Archiv: Besser lernen mit Seneca
Viele von uns haben das Lernen auf eine Weise verinnerlicht, die auf Wiederholung, Auswendiglernen und kurzfristige Leistung abzielt. Wir bereiten uns auf Prüfungen vor, bestehen sie – und vergessen danach vieles wieder. Das Erkennen von Inhalten wird oft mit Verstehen verwechselt, das Reproduzieren mit Wissen. Doch was bedeutet es wirklich, „etwas zu wissen“? Diese Frage beschäftigt mich seit Langem – und besonders eindrücklich beantwortet sie ein römischer Philosoph, der vor rund 2'000 Jahren lebte: Seneca. In seinem 33. Brief an Lucilius formuliert er eine Kritik am oberflächlichen Lernen, die heute aktueller denn je ist.
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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.
Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.
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