EpicMonday 16: Wie wir Resilienz lernen können – Drei Strategien für schwierige Zeiten

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Resilienz ist eine wichtige Ressource – gerade in Zeiten wie diesen. Dr. Hones drei Strategien können uns helfen, Resilienz aufzubauen.

Die neuseeländische Resilienzforscherin Dr. Lucy Hone weiss, wovon sie spricht. Nach dem Verlust ihrer zwölfjährigen Tochter entwickelte sie auf Basis persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Forschung drei Prinzipien, die besonders in belastenden Lebensphasen Orientierung bieten – etwa bei Trennung, Trauer oder anderen Umbrüchen.

Erstens: Resiliente Menschen erkennen an, dass Leiden zum Leben gehört. Sie fragen nicht „Warum ich?“, sondern „Warum nicht ich?“. Diese Haltung schützt davor, sich als hilfloses Opfer zu erleben, und schafft Raum für Selbstwirksamkeit – auch in der Krise. Zweitens: Sie richten ihren Blick gezielt auf das, was bleibt. Dankbarkeit ist hier kein Zweckoptimismus, sondern eine bewusste Entscheidung, das Gute im Schlechten nicht zu übersehen. Dr. Hone empfiehlt, abends drei positive Dinge des Tages zu notieren – eine kleine Übung mit messbar positiven Effekten auf das emotionale Wohlbefinden. Drittens: Resiliente Menschen stellen sich die Frage „Hilft mir das oder schadet es mir?“ – etwa beim Umgang mit Erinnerungen, Selbstgesprächen oder Verhaltensmustern. Diese simple Reflexion verschiebt den Fokus weg vom Schmerz hin zur Selbststeuerung. Wer so denkt, gewinnt Handlungsspielraum zurück – und findet Schritt für Schritt zurück in die eigene Kraft.

Diese drei Prinzipien – Leid annehmen, Positives wahrnehmen, bewusst steuern – bilden ein tragfähiges Gerüst für mehr innere Stärke. Resilienz entsteht nicht über Nacht, aber sie lässt sich Schritt für Schritt kultivieren. Gerade in Zeiten von Umbruch oder Verlust kann sie zu einem Kompass werden, der hilft, neue Orientierung und Hoffnung zu finden.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Wissen nennen wir jenen kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet und klassifiziert haben.“ – Ambrose Bierce (1842–1914)

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.