EpicMonday 14: Gute Habits beginnen im Kopf

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit! Habits, Gewohnheiten, Automatismen – sie machen uns nicht automatisch zu besseren Menschen, aber sie machen unseren Alltrag lebenswert. Disziplin spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Gewohnheiten entstehen nicht nur durch Disziplin – sondern vor allem durch clevere Hirnmechanismen. Zwei Systeme arbeiten dabei zusammen: ein automatisches, reizgesteuertes System und ein bewusster, zielgerichteter Teil. Dauerhafte Verhaltensänderung gelingt nur, wenn das automatische System durch gezielte Wiederholung „umtrainiert“ und das bewusste System gestärkt wird – etwa durch kleine Belohnungen oder motivierendes Feedback.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Forschungsteams um Eike Buabang (Trinity College Dublin, 2025) zeigt: Neue Habits setzen sich durch, wenn sie in positivem Kontext stattfinden und regelmässig verstärkt werden – etwa durch Apps, Checklisten oder visuelle Fortschrittsanzeigen. Gleichzeitig lassen sich schlechte Gewohnheiten schwächen, wenn ihre Auslöser entfernt werden. Auch ein veränderter Alltag oder ein neuer Ort können helfen, eingefahrene Muster zu durchbrechen.

Warum schädliche Routinen wie Prokrastination dennoch so hartnäckig sind, ist noch nicht abschliessend geklärt. Klar ist aber: Unser Gehirn liebt Effizienz. Wer sich einmal hilfreiche Automatismen angewöhnt hat, profitiert doppelt – durch mentale Entlastung und mehr Verlässlichkeit im Alltag. Entscheidend ist also weniger der starke Wille, sondern ein klug gestaltetes Umfeld und das geduldige Wiederholen kleiner Schritte.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Lebensklugheit bedeudet: Alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.“ – Arthur Schnitzler (1862–1931)

ProductivityPorn-Tipp der Woche: Deadlines setzen

Setze dir für jede Aufgabe eine realistische Deadline – auch für kleinere To-dos. Das hilft dir, schneller Entscheidungen zu treffen und deine Arbeit effizienter zu erledigen.

Aus dem Archiv: Medienkompetenz neu denken?

Kürzlich habe ich in der NZZ vom 8. Oktober 2024 einen Artikel von Mischa Senn gelesen, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Den Beitrag fand ich in gewisser Weise inspirierend, da er eine neue Perspektive auf den Umgang mit Falschinformationen in den Medien aufzeigt. Besonders in sozialen Netzwerken und bei durch künstliche Intelligenz generierten Inhalten wird die bewusste Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit immer schwieriger. Senn unterbreitet in seinem Artikel einige Vorschläge, die uns zu einem grundsätzlich neuen Ansatz der Medienkompetenz führen könnten: Einer „Unrichtigkeitsvermutung“ gegenüber medialen Inhalten.

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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.