EpicMonday 02: Die Kehrseite der Achtsamkeit

Freundinnen & Freunde der Weisheit, willkommen zur zweiten Ausgabe des wöchentlichen EpicMonday-Newsletters!
Achtsamkeit gilt vielen als Schlüssel zu innerer Ruhe, Selbstoptimierung und seelischer Balance. Doch neue Studien zeigen: Meditieren ist kein Allheilmittel – und kann unter bestimmten Bedingungen sogar unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wer etwa Schuldgefühle „wegmeditiert“, könnte weniger bereit sein, Verantwortung zu übernehmen oder anderen zu helfen. Der westliche Trend zur Achtsamkeit als Effizienztechnik blendet häufig aus, dass die ursprüngliche Praxis auf Mitgefühl, Einsicht und ethisches Handeln zielt – nicht auf Leistungssteigerung.
Gerade im Kontext von Individualismus birgt Achtsamkeit die Gefahr, gesellschaftliche Probleme zur privaten „Kopfsache“ zu machen: Stress wird nicht strukturell hinterfragt, sondern innerlich reguliert. Das kann dazu führen, dass Betroffene sich an krankmachende Arbeitsbedingungen anpassen, statt sie zu verändern. Psychologen warnen davor, Achtsamkeit mit passivem Erdulden zu verwechseln. Bewusstsein soll nicht betäuben, sondern ermächtigen – vorausgesetzt, sie wird mit der richtigen Haltung praktiziert.
Hinzu kommt: Achtsamkeit kann psychisch belastend sein. In Studien berichteten Teilnehmende mit Depressionen von Ängsten, Schlafstörungen oder wiederkehrenden Traumata während Achtsamkeitsprogrammen. Besonders vulnerable Gruppen brauchen deshalb erfahrene Begleitung. Die zentrale Erkenntnis lautet: Achtsamkeit kann heilsam sein – aber nur, wenn sie eingebettet ist in ein klares ethisches Verständnis, behutsam angeleitet wird und nicht instrumentalisiert wird, um Menschen still an belastende Verhältnisse anzupassen.
Denkanstoss zum Wochenbeginn
„Seien Sie ordentlich und adrett im Leben, damit Sie ungestüm und originell in Ihrer Arbei sein können.“ – Gustave Flaubert (1821–1880)
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Aus dem Archiv: Ziele setzen mit Harry Frankfurt
Frankfurts Vorlesungen bieten tiefgehende Einsichten, die weit über die Philosophie hinausreichen und praktische Anwendungen im Alltag finden können. Seine Überlegungen zum Willen, zur Bedeutung von Zielen und zur Rolle der Liebe geben wertvolle Impulse auch für das Setzen persönlicher Ziele.
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EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.
Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.
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