EpicMonday 01: Lernen in Rhythmus

Illustration eines antiken Philosophen in Toga, der erschöpft an einem modernen Büroarbeitsplatz vor einem Computer sitzt, umgeben von leeren Bürostühlen und urbaner Architektur.

Freundinnen & Freunde der Weisheit, willkommen zum ersten wöchentlichen EpicMonday-Newsletter!

Selbstgesteuertes Lernen gilt als Schlüssel zur Innovation – doch wer einfach „mehr“ lernt, lernt nicht zwingend besser. Neue Forschung zeigt: Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Abfolge der Lernaktivitäten. Wer eigenständig lernt, sollte zwischen explorativen Phasen (z. B. durch Lesen, Ausprobieren oder Perspektivenwechsel) und reflexiven Phasen (z. B. durch Nachdenken, Einordnen, Priorisieren) klar unterscheiden. Erst diese Trennung schafft Raum für Klarheit, reduziert kognitive Überforderung und erhöht die Wirksamkeit des Lernens.

Konkret bedeutet das: Lerneinheiten sollten nicht zu viele Funktionen auf einmal erfüllen. Wer brainstormt, sollte nicht gleichzeitig planen. Wer reflektiert, sollte nicht gleichzeitig neue Inputs suchen. Der Wechsel zwischen diesen Lernformen braucht ein bewusstes Zeitdesign – vergleichbar mit Atemrhythmen oder musikalischen Spannungsbögen. Erst durch den Wechsel von Spannung und Entspannung, von Informationsaufnahme und Integration entsteht nachhaltiges Lernen.

Für das individuelle Lernen heisst das: Plane bewusste Lern-Zyklen. Widme eine Phase ganz der offenen Erkundung – ohne Bewertung. Folge darauf mit Phasen der gezielten Strukturierung, Reflexion und Konsolidierung. Und nimm Dir schliesslich Zeit für bewusste Auswertung und Auswahl. Diese rhythmische Gliederung macht Lernen nicht nur effektiver, sondern auch nachhaltiger – ganz gleich, ob Du an einer neuen Idee arbeitest, ein komplexes Thema durchdringen willst oder eigene Denkprozesse verbessern möchtest.

Denkanstoss zum Wochenbeginn

„Wir träumen von Reisen durch das Weltall. Ist denn das Weltall nicht in uns?“ – Novalis (1772–1801)

ProductivityPorn-Tipp der Woche: Zeitblöcke setzen (Time-Boxing)

Weise Deinen Aufgaben feste Zeitfenster zu und halte Dich daran. Das hilft Dir, fokussiert zu bleiben, Fristen einzuhalten und Stress zu reduzieren. Wichtig ist, realistisch einzuschätzen, wie lange eine Aufgabe dauert, und Puffer für Meetings oder unerwartete Unterbrechungen einzuplanen.

Aus dem Archiv: Resilienz & Philosophische Lebenspraxis

Resilienz ist nicht gleichbedeutend mit dem Ignorieren von Problemen oder dem Verdrängen negativer Emotionen. Vielmehr geht es darum, Strategien zu entwickeln, um mit Stressfaktoren umzugehen, die eigenen Stärken zu erkennen und auch in herausfordernden Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

Wie kann das gelingen? Meine Empfehlung: Befasst Euch mit antiker philosophischer Lebenspraxis, lest Seneca, lest Epikur.

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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen. Ich hoffe, die Inhalte konnten Dich inspirieren und Dir wertvolle Impulse für Dein (digitales) Leben geben. Bleib neugierig und hinterfrage, was Dir begegnet!


EpicMind – Weisheiten für das digitale Leben „EpicMind“ (kurz für „Epicurean Mindset“) ist mein Blog und Newsletter, der sich den Themen Lernen, Produktivität, Selbstmanagement und Technologie widmet – alles gewürzt mit einer Prise Philosophie.


Disclaimer Teile dieses Texts wurden mit Deepl Write (Korrektorat und Lektorat) überarbeitet. Für die Recherche in den erwähnten Werken/Quellen und in meinen Notizen wurde NotebookLM von Google verwendet. Das Artikel-Bild wurde mit ChatGPT erstellt und anschliessend nachbearbeitet.

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Michael Gisiger

Michael Gisiger

Erwachsenenbildner und Coach mit 20+ Jahren Erfahrung. Aus philosophischer Perspektive schreibe ich über Produktivität, PKM und Coaching – fundiert und praxisnah.